Es gibt nicht viele Männer, vor denen ich mich ausziehen würde, aber Daniel Gebhart de Koekkoek gehört definitiv dazu. Für die Vice fotografierte er zwei Jahre lang die interessantesten Mädels Wiens – mal mehr, mal weniger angezogen – aber immer mit seinem einzigartigen Koekkoek-Blick. 

Einige dieser intimen Portraits finden sich nun in seinem neuen Bildband „The World We Live In“. Dazwischen sieht man Wintercamper in St. Moritz, schöne Mädchen in finnischen Seen, Zeugen Jehovas bei der Massentaufe und Schuhplattler in Lederhosen. Die Welt durch Daniels Kamera ist eine sehr schöne Welt. Wer ein Teil davon mit nach Hause nehmen möchte, sollte in das kleine Atelier de Koekkoek beim Augarten schauen oder einfach sein Buch kaufen

 

Was macht deine Bilder so besonders?
Ich mag keine Studios und arbeite nur sehr selten mit künstlichem Licht. Meist suche ich das passende Setting, der Rest entsteht spontan. Ein Bild, das hundertprozentig ausgeleuchtet ist, interessiert mich nicht. Das wirkt immer so angestrengt. Es ist mir lieber das Foto ist etwas verwackelt und dafür echt.

 

Haben Handyfotografie und Instagram die Fotokunst verändert?
Ja auf jeden Fall. Solche Einflüsse sind wichtig und sollten auch ernst genommen werden. Gute Fotografen machen auch gute Fotos mit dem neuen iPhone. Die Kamera ist eher unwichtig. Ich hab auch schon Handyfotos gemacht, die ich nachher verkauft habe. 

 

Was braucht man dann, um sich von der Masse abzuheben?
Man muss es konsequent machen und dahinter sein. Die große Masse beschäftigt sich nicht mit Fotografie.

 

Womit fotografierst du?
Sehr gerne mit einer analogen Mittelformatkamera, bei Auftragsarbeiten dann meistens mit einer digitalen Mittelformatkamera. Da steht man ja meisten unter Zeitdruck.

 

Was braucht es für das perfekte Foto?
Glück.

 

Hast du das perfekte Foto schon gemacht?
Es gibt immer ein perfektes Foto, bis das nächste perfekte Foto da ist.

 

 

 

Steckbrief

Daniel Gebhart de Koekkoek (31) hat sich das Fotografieren selbst beigebracht. Vor sieben Jahren fing er an für kleine Magazine zu fotografieren und baute sich ein Portfolio auf. Inzwischen sind die Bilder des Exil-Tirolers im Monocle, der Vanity Fair, der Zeit oder einer Mercedes Werbung zu sehen. 

 

Das Beste an Wien ist der Prater, die Donau und die Nähe zum Wienerwald.
Am meisten an Wien nervt der Winter.
Mein Lieblingsplatz in Wien ist am Rad.
Mein Lieblingslokal in Wien:  A bar shabu. Dort findet auch meine Buch Release Party am Freitag, den 22.11.2013 ab 19 Uhr statt.
Mein Lieblingsshop: der dazu Hofladen.
Mein Lieblingsdesigner ist meshit
Mein Lieblingsclub: das Morisson.

 

 

 

 

 

 

 

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