Jede Kaufentscheidung ist eine Entscheidung für die Art von Welt die du gerne haben möchtest. Klingt eso, ist aber so. Wir haben die schönsten Geschäfte und Produkte für ein faires Weihnachten herausgesucht. Merry shopping! 

 

Guate Stoffe

Westbahnstraße 37, 1070 Wien  

Die Besitzer Miryam Wedler und Daniel Astner beziehen ihre bunte Ware direkt von Frauen-Kooperativen in Guatemala. Mindestens einmal pro Jahr fahren die beiden nach Zentralamerika um sich die Fertigungsprozesse anzusehen. So können sie sich nicht nur selbst ein Bild von den Arbeitsbedingungen machen, sondern schalten zudem teure Zwischenhändler aus - damit mehr bei den Produzenten und auch in deinem studentischen Geldbörserl bleibt. Die farbenfrohen Hängematten, Taschen, Meterware und Stofftiere, die du hier bekommst, eignen sich perfekt um auch den hartnäckigsten Winterblues zu vertreiben. 

 

Muso Koroni

Josefstädterstraße 33, 1080 Wien 

Das Geschäft ist nach einer westafrikanischen Göttin benannt, die der Legende nach alle Pflanzen und Tiere dieser Welt erschaffen hat. Der lebensbejahende Name steht zurecht Pate: Alle hier verkauften Waren sind vegan (und stammen größtenteils von Firmen die ausschließlich tierfrei produzieren), jede Verpackung wird recycelt und der Webserver des schicken Online-Shops wird ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben. Im Store auf der Josefstädterstraße findest du eine große Auswahl an veganen Kochbüchern, Mode und Kosmetika. Wir verschenken besonders gerne den wunderschön verpackten Kissa-Tee. 

 

And Soy

Erhältlich z.B. bei der Guerilla Bakery. Weitere Bezugsquellen hier

Wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, kommt man auch ohne verstörende Dokus drauf: Kuhmilch ist für Kuhbabys. Und auch wenn dir die Ökobox gerne etwas anderes einreden will: Tetrapacks sind einfach nur vermeidbarer Plastikmüll. Den perfekten Café Latte muss man sich von diesen Erkenntnissen aber nicht versauen lassen.

Mit dem von der gebürtigen Chinesin ausgebildeten TCM-Medizinerin Nan Zhao und dem Wiener Design-Studio Dottings entwickelten Gerät "And Soy" kannst du nämlich nicht nur Hafer- und Soja-Bohnen ganz ohne Verpackungswahnsinn in cremige Pflanzenmilch verwandeln, sondern auch Smoothies und Gemüsesuppen zubereiten. Einziger Bummer (neben dem Preis - der sich aber schnell amortisiert): Das mit dem Herschenken wird halt schwer bei diesem Wunderding. 

 

Walter Weiss

Mariahilferstraße 33, 1070 Wien

Nein, das ist kein Breaking-Bad-Fanshop, sondern einer der letzten Geschäfte auf der MaHü das mehr als von kleinen Kindern zusammengestückelte Polyester-Ware feilbietet. Bei Herrn Weiss und den kundigen Verkäuferinnen bekommt man alles für Haupt und Haar. Vieles davon wird direkt in Wien produziert und das meiste kommt ohne Plastik aus. Sogar Zahnbürsten ganz aus Naturmaterialien bekommt man hier. Und das muss nicht mal teuer sein: Einen der schönen Holzkämme mit dem "Walter Weiss"-Schriftzug bekommst du schon für unter zehn Euro. 

Mehr über Walter Weiss erfährst du hier

Sonnenglas 

Erhältlich bei Haardt & Krüger, Schottengasse 3a, 1010 Wien  

Auf den ersten Blick ein normales Einmachglas - auf den zweiten der Wunderwuzzi der weltverbessernden Geschenke: Unter dem Deckel des 1-Liter-Gefäß versteckt sich eine LED-Lampe die sich unter Tags mit Solarenergie auflädt (oder wenn es sehr schnell gehen muss auch mit USB), 65 Menschen in Südafrika einen Job gibt und abends erstaunlich warmes Licht verströmt. Da die LED-Birnen sich nicht aufheizen, kann man das Sonnenglas zudem saisonal dekorieren und ihm so die nötige persönliche Note verleihen um die Augen der Oma vollends zum Strahlen zu bringen. 

 

Schenk eine Ziege!

Nein, nicht der Oma. (Die hat nämlich schon genug damit zu tun, diesem Monster von einer Langhaarkatze hinterherzuputzen.)

Mit deiner Spende von nur 30 Euro an die Caritas kannst du ein echter Game-Changer für eine einkommensschwache Familie in Burundi werden und eine Ziege spenden. Das Tier hilft auf vielfältige Weise: Der Mist dient als Dünger für die Felder, die Milch verbessert die Ernährung der Kinder, die Zicklein können verkauft werden und bringen Geld für notwendige Anschaffungen wie Schulmaterialien oder Medikamente. Darüber hinaus tragen die Ziegen auch zur Versöhnung der ehemals im Bürgerkrieg verfeindeten Ethnien der Hutu und Tutsi bei: Das erste Zicklein, das geboren wird, wird nämlich an eine Frau aus der jeweils anderen Volksgruppe weiterverschenkt. Diese herzerwärmende Geschichte lässt sich übrigens auch ziemlich gut unterm Christbaum erzählen - Ziegen statt Geschenke! 

 

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