Der Prater ist 6 km² groß und somit größer als 840 Fußballfelder, er grenzt sowohl an den 2., den 3. als auch den 11. Bezirk und die Hauptallee vom Praterstern bis zum Lusthaus ist 4,4 km lang, gesäumt von 2.500 Bäumen. Früher waren die Donauauen im Besitz verschiedener Klöster und Orden (daher stammt der Name „Jesuitenwiese“), ab 1560 wurde er zum Jagdrevier Maximilian II., der auch die Hauptallee durch den Wald schlugen ließ. 1766 öffnete Joseph II. den Prater als Erholungsgebiet und ruckzuck standen hier die ersten Buden mit Kaffee, Wein, Ringelspielen und Kegelbahnen.


Der Rodelhügel der Jesuitenwiese stammt übrigens aus den Trümmern zerbombter Häuser des Zweiten Weltkriegs. 

 

 

Wurstelprater

Das Publikum besteht aus modernen Jahrmarktschreiern („Noch eine Rrrrrrrrrunde?“) und Familien, die dem RTL-Reality-TV entsprungen sein könnten gemischt mit ganz normalen Menschen und jeder Menge Touris. Die Toboggan-Rutsche von 1913 ist übrigens die älteste Attraktion des Wurstelpraters. Statt mit dem überteuerten alten Riesenrad zu fahren, kann man auch das neue Blumenrad nehmen. Der Ausblick ist fast sogar besser.

Auf dem höchsten Kettenkarussell der Welt mit 117 Meter hört man den Prolo- Beat des Autodroms nur mehr ganz leise.

 

Spaß im Prater

Seit die Prostituierten vertrieben wurden und die Pratersauna kein Swingerclub mehr ist, ist der Spaß eher kindlicher Natur. Im Winter wird die Jesuitenwiese zur Rodelbahn und im Sommer gibt’s einen riesigen Abenteuerspielplatz. Im Planetarium kann man mehrmals täglich Sternderl schauen. Doch seit es dort keine Partys mehr gibt, ist es für alle über 12 nicht mehr ganz so spannend. 

Ausreichend Bier einpacken und mit der Liliputbahn auf der 3,9 km Rundtour einmal durch den Prater fahren. 

 

Natur im Prater 

Geht man entlang des Heustadlwasser, kann man sich nicht vorstellen, wie nah man am Stadtgebiet ist. Super idyllisch mit vielen Tierarten, deswegen sind Radfahrer verboten, kleine Boote aber erlaubt. Eislaufen und Baden auf eigene Gefahr.

 

Sport im Prater

Im Prater gibt’s einen Golf Club, zwei Trabrennbahnen, ein Fußballstadion, ein Freibad und jede Menge Wiesen um Fußball-, Federball oder Frisbee zu spielen. Radfahren, Skaten und Reiten ist erlaubt. Das Ernst-Happel-Stadion und das Praterbad wurden 1931 erbaut, es fanden drei Schwimm-Europameisterschaften, eine Fußball-Europameisterschaft und die American-Football-Weltmeisterschaft 2011 (inkl. Finale) statt. Das Praterbad hat übrigens ein Wellenbad, eine ziemlich coole Rutsche und eine riesige Liegewiese. 

Auf Höhe des Stadions gibt es im Prater einen Disk-Golf Parcour für Frisbee Spieler. 

 

Architektur im Prater

Die WU hat das Prater-Areal um den modernsten Campus Europa erweitert. Der Campus ist definitiv das atemberaubendste moderne Architekturprojekt Wiens. Also unbedingt mal einen Abstecher auf die Uni machen.

Wenn man schon dort ist, kann man gleich auf ein paar Getränke bleiben. Lokale gibt’s genug.

 

Party im Prater

Outdoor findet im Sommer regelmäßig das Emission Picknick statt. Indoor gibt’s natürlich den Praterdome, bei der Eröffnung 2008 die größte Disko Österreichs, und die Pratersauna mit Pool, laut dem DeBug Magazin der zweitbeste Club weltweit. Und das coole Fluc am Praterstern zählt ja auch irgendwie noch ins Einzugsgebiet.

Kein Gerücht: Zeitweise diente die Pratersauna früher tatsächlich als Swingerclub.

 

 

Lokale im Prater

Im Prater kann  man ganz wunderbar in Gastgärten sitzen, den Menschen beim Achterbahnfahren zuschauen oder nach der Radtour eine gescheite Stelze essen gehen. Hier unsere Highlights:

 

Kolariks Luftburg, Café Restaurant Biergarten

Waldsteingartenstraße 128, 1020 Wien

Kolarik herrscht im halben Prater. Praterfee, Luftburg, Feenzelt, Almhütte und Kinderwelt. Die Kleinen sind in jedem Fall optimal unterhalten und für die Erwachsenen gibt’s gute Hausmannskost und Biergartenatmosphäre.

 

Schweizerhaus 

Prater 116, 1020 Wien

Der Prater-Klassiker. Ohne den Genuss einer Prater-Stelze sollte man das Schweizerhaus auf keinen Fall verlassen. 

 

Estancia Santa Cruz

Prater Hauptallee 8, 1020 Wien

Richtig guter Mexikaner mit einem riesigen Garten unter schattigen Bäumen. Am Wochenende sind die Kellner manchmal etwas überlastet, das Warten lohnt sich aber. 

 

Cafe-Restaurant Meierei

Hauptallee 3, 1020 Wien

Fast schön idyllisch sitzt man hier am Rande der Hauptallee. Auch hier ist im Sommer immer richtig viel los. Wer einen Platz ergattert hat, sollte Zeit mitbringen. 

 

Lusthaus

Freudenau 254, 1020 Wien

Die noble Alternative am anderen Prater-Ende. Am Abend ist das kleine runde Restaurant einfach super romantisch, am Tag sitzt man auf der Veranda leider mit Blick auf den Parkplatz.

 

Jägerhaus

Freudenau 255, 1020 Wien

Gleich nebenan und auch nicht ganz billig, dafür etwas rustikaler. Das Essen ist aber richtig gut und die Kellner ziemlich fix. 

 

 

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