Steckbrief Esterhazygasse: 

Das Schönste: Das Esterhazy-Gassenfest jeden Frühling, der leuchtende Anker und der schwarze Fink
Das Schiarchste: Das Studio67
Das Merkwürdigste: Das Café Monique 
Das mußt du gesehen haben: Den Holzofen im Hafenjungen und das Wiener Schnitzel im Finkh

 

Start: Begegnungszone MaHü

Die Esterhazygasse erreichst du am einfachsten über die (neue, tolle) Begegnungszone zwischen dem Gerry Weber für Mode ab 40 und dem Stiefelkönig. Gleich zu Beginn der Gasse eröffnet sich im „Bushplanet“ eine riesige Auswahl an Gegenständen, die man besser nur zuhause verwendet. Natürlich gibt’s auch ein legales Pflanzensortiment, Vaporisatoren, Grinder, Waagen, Bücher über Marihuana-Aufzucht und jede Menge Wohnaccessoires für Teenager in der Rebellionsphase.

Auf der gegenüberliegenden Seite findest du den Eingang des tollen aber unauffälligen Hotel Fürst Metternich. In deren American Hotelbar „Barflys“ fühlst du dich ein wenig wie in New York in den 20er Jahren. Das Beste daran: Es ist noch immer ein absoluter Geheimtipp. 

 

Dildos in der Damböckgasse

Dann geht’s schon wieder weiter mit Dingen, die du besser nur zuhause verwendest. Ausgerechnet an der Ecke „Damböckgasse“ präsentiert der Liebesladen „Liebenswert“  Dildos und Dessous in jeder Form und Farbe. Nur für Frauen, aber auch für Männer nicht uninteressant.

 

Theater, Wellness und Bio-Gemüse

Nun ist es nicht mehr weit bis die Geräusche der angeblichen 30er Zone Gumpendorferstraße im Ohr sind. Schon von weitem glänzt dir das Studio67 entgegen, das heute eigentlich (oder Gott sei Dank) bis auf einige wenige Privatpartys mit „Fete Blanche“-Motto leer steht. Das TAG-Theater an der Gumpendorfer Straße ist hingegen seit Jahren gut besucht: Neben guten Theaterproduktionen finden auch immer wieder Poetry- und Tagebuchslams statt. Unbedingt rechtzeitig Karten kaufen, denn das kleine Theater ist schnell ausgebucht. Weiter die steile Straße runter hat sich der „Urban Spa“ zu einem Bioladen mit frischen Produkten vom ADAMAH BioHof erweitert. Quasi Wellness für innen und außen: erst die Massage buchen, dann Gemüse kaufen. 

 

Am Ende bleibt Astra und Kunst

Nach einer Behandlung solltest du unbedingt einen Blick in den Hafenjungen wagen. Die Kneipe, die tagsüber als Grafikagentur dient, bietet nicht nur Wohnzimmer-Feeling sondern auch eine gute Auswahl an norddeutschen Getränken wie Astra, Jever oder Fritz Cola. An kälteren Tagen wärmt dir der Holzofen die Füße und der Tee mit Rum das Herz. Wer noch nicht zu angeduselst  ist, kann sich gleich daneben im ArtStore Olschinky der Kunst widmen. 

 

 

Grätzel-Food:

Zu Mittag
Im oberen Teil liegt das Nat’naa, ein kleines äthiopisches Restaurant mit günstigen veganen und vegetarischen Speisen.  

Zum Bier
Die bekannten Hot-Dogs vom Hafenjungen genießt man am besten zum Bier, allerdings ist das ein kleiner Snack für zwischendurch. 

Zum Dinner
Bei großem Hunger ist ein Abstecher ins gegenüberliegende Finkh zu empfehlen. Das winzige Lokal mit dem coolen Ambiente, den schwarzen Wänden und der herrlich übersichtlichen Karte bietet kreative Hausmannskost zu bezahlbaren Preisen an. 

 

 

Frederiks Fazit

Egal ob Sommer und Winter die Esterhazygasse ist eine der schönsten Ecken des sechsten Bezirks. Und selbst wenn man das Grätzel gut kennt, entdeckt man immer wieder Neues.

 

 

Fotos: Thomas Bredenfeld

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