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Steckbrief Kirchengasse:

Das Schönste: der Innenhofgarten der Mantibar im Sommer, die Shops im Abverkauf und die Stimmung im Le Troquet im Winter
Das Schiarchste: der alle 4-12 Minuten vorbeidonnernde 13A Bus
Das Merkwürdigste: der Aurinshop, wo es nachhaltige Mode für Individualisten gibt
Das musst du gesehen haben: Sonnenbrillenauswahl bei „Kauf dich glücklich“

 

Von Guiness Bier bis Piercing-Studio 

Sobald man beim Gerngroß abbiegt und sich dem Menschenstrom auf der Mahü entzieht, betritt man den hippen siebten Bezirk in dem man schon mal mehrere Stunden bzw. Tage ohne ein bestimmtes Ziel verbringen kann. Das Grätzl Kirchengasse reicht von der Mariahilfer Straße bis zum Siebensternplatz und beginnt mit dem Shamrock, einem Irish Pub, das man wohl eher zu späterer Stunde besuchen sollte. Gleich daneben befindet sich das Rattlesnake – das Mekka für jugendliche Rockerbräute und Emos (gibt’s die noch?), die sich ihre Rucksäcke mit Aufnähern und Buttons zupflastern und aus Prinzip nur schwarze Bandleiberl und beschmierte Vans tragen. Für Kurzentschlossene: Hier kann man sich auch piercen und tättowieren lassen. 

 

Concept Stores mit Charakter

Ein Stück weiter, am Eck der ersten Querstraße, der Lindengasse, liegt der „Kauf dich glücklich“-Shop und versprüht einen Hauch Berlin in der Kirchengasse. Der Concept Store eröffnete im Sommer 2014 seine erste Filiale außerhalb Deutschlands und hat sich dafür dankenswerterweise Wien ausgesucht. Neben der Kauf dich glücklich-Eigenmarke findet man hauptsächlich skandinavische Labels von leistbar bis teuer im Sortiment. Außerdem ist das Kassenpult gleichzeitig eine Kaffeebar, was den Shop zu einer Lokalität macht, die man eigentlich einen ganzen Nachmittag nicht verlassen müsste. Man sollte aber unbedingt noch Zeit einplanen für die zahlreichen kleineren Boutiquen, die die Kirchengasse zu bieten hat. Da wäre zum Beispiel Disaster Clothing, S/GHT oder der Sneakers Shop Zapateria, der alleine wegen der hübschen Jungs dort einen Besuch wert ist. 

 

Grätzl-Food

Shoppen macht hungrig, daher bietet es sich an danach eines der drei netten Lokale, die zentral in der Kirchengasse direkt nebeneinander liegen, zu besuchen. Da gäbe es zum einen das Le Troquet (zu deutsch: Kneipe), welches trotz der spartanischen Einrichtung sehr gemütlich ist und hervorragendes französisches Essen anbietet. Neben verschiedenen Variationen von Quiche und Croque gibt es auch ein täglich wechselndes Mittagsmenü. 

Gleich daneben liegt das Figar, das alleine wegen der Frühstücksvariationen, die alle mit Joseph Brot serviert werden, ein guter Tipp ist. 

Mittendrin befindet sich seit kurzem das treubleiben wien. Das Lokal ergänzt mit Schweinsbraten, Baguettes und Salaten die Nachbarschaft sehr gut.

Zur warmen Jahreszeit verschwimmen die Schanigärten zu einem netten Kollektiv und man fühlt sich, Café au lait-schlürfend, ein bisschen wie in Paris. Dazu tragen auch die bunt gemischten Besucher der Lokale bei. Von den jungen Eltern (gleich gegenüber liegt ein Geschäft für Kinderbekleidung „Herr und Frau Klein“) über die Studenten bis zu den Businesstypen und der älteren Lady ist alles dabei. Auch die Kellner/innen wirken stets lässig und charmant.

 

Siebensternplatz

Ein weiteres nettes Plätzchen ist der Siebensternplatz, den man erreicht, wenn man die Kirchengasse weiter entlang spaziert. Dort am Eck findet man das Schilling, ein modernes Lokal mit einer Bar aus Nussholz und einem großem Gastgarten. Praktisch, falls man sich zum Date trifft: Daneben ist ein kleiner Blumenladen, da freut sich die Liebste bestimmt! 

Gleich daneben liegt das Café und Kulturzentrum 7Stern. Dort finden regelmäßig Workshops, Lesungen und Kleinkunst-Veranstaltungen statt. Außerdem kann man sehr gut frühstücken. 

Wer es lieber einen Hauch orientalisch möchte kehrt am besten im Café Berfin gleich gegenüber ein. Wenn man das Lokal betritt fühlt man sich sofort ein bisschen wie in Tausend und eine Nacht und möchte sich’s auf den bunten Polsterlandschaften bequem machen. Hier gibt es preiswerte orientalische Spezialitäten wie Humus, Falafel oder Dürüm. Ein Highlight der Speisekarte ist der Vorspeisenteller mit dem vorzüglichen Couscous. Wer möchte kann danach noch eine Wasserpfeife durchziehen. Bei schönem Wetter ist auch der kleine Schanigarten vor der Tür sehr nett und verbreitet Istanbul-Flair. 

 

Annas Fazit

Das Grätzel in der Kirchengasse schafft es also, dass man an einem Nachmittag ein bisschen was von Berlin, Paris, Istanbul und natürlich Wien erlebt. Wahrlich kosmopolitisch!

 

 

 

 

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