Du möchtest auf ein Konzert und weißt nicht, was dich erwartet, weil du noch nie in dieser Location warst und dir nicht sicher bist, ob sie soundmäßig dein Gehör erheitern wird? Kein Problem, wir können Abhilfe schaffen!

 

 

Die Klassiker

Die meisten Konzerte in Wien spielen sich vor allem in kleinen Clubs ab. Lokale, in denen man schon mal heftig ins Schwitzen kommen kann, wenn viel los ist. Da wären zum Beispiel das B72 und das Chelsea, beide mit einem Füllvermögen von 200 Leuten und einem immer guten Sound. Das besondere an diesen Clubs ist die Größe, denn wahrscheinlich ist man seinen "Stars" nirgends so nahe wie in diesen Lokalen. Nein sogar besser, die Künstler müssen durch die Menge spazieren um überhaupt auf die Bühne zu kommen. Und selbst als kleiner und fauler Mensch kommt man im B72 auf seine Kosten: Von den Sitzplätzen am Balkon hat den bestem Blick auf die Bühne um das Live-Spektakel zu genießen. Viele große Bands haben hier schon musiziert, es lohnt sich also immer, das Programm der beiden Lokale zu checken. 

 

Die Unscheinbaren

Man vergisst sehr oft, dass es abseits der bekannten Räumlichkeiten noch kleinere Bühnen gibt, die vielleicht nicht die beste Soundanlage haben, aber ein gewisses Flair. Die Local Bar zum Beispiel, lässt immer mal wieder lokale Bands zu sehr moderaten Eintrittspreisen spielen und trumpft auch mit einem hübschen Balkon auf. Auch Das Bach hat sich mittlerweile gemausert - Wohnzimmer-Atomsphäre mit einem vollen Konzertkalender und günstigem Bier, was will man mehr. Ein bisschen London-Feeling bekommt man in der Fluc-Wanne, besonders wenn indie-elektronische Bands dort spielen, könnte man meinen, man wäre gerade in der hippen englischen Stadt in einem supercoolen Underground-Club. 

 

Die Glanzstücke

Nicht zu groß und nicht zu klein, lautet die Devise. Ein bisschen abgefuckt ist das alte Schlachthof-Areal, auf der sich die Arena befindet. Aber wahrscheinlich ist genau dieser heruntergekommene Look das, was die gute Stimmung immer ausmacht. Vor allem Indie- und Rockkonzerte kann man dort bei bestem Klang erleben.

Auch der Innenhof, der zum WUK führt, ist nicht mehr ganz frisch. Das Backsteingebäude erinnert ein bisschen an Hamburg, und die Konzerte, die dort stattfinden, sind immer von höchster Qualität. Vor allem Lichtshows kommen gut zur Geltung, weil die gesamte Konzerthalle rabenschwarz ist.

Das Flex ist zwar ein langer, dunkler Schlurf, aber hat eine gute Anlage und eine Videowand auf der Bühne! Besonders wenn Künstler wert auf Visuals legen, eignet sich das Flex hervorragend. Kleine Leute sollten immer möglichst früh dort sein - in einem vollen Flex ist es fast unmöglich nach vorne zu kommen.

Eher härtere Musik kann man meistens in der Szene Wien hören und sehen. Diese Location wird viel zu sehr unterschätzt: angenehme mittelgroße Halle, guter Sound und ein netter Innenhof zum Chillen im Sommer. Aber leider auch wirklich sehr weit weg von den üblichen Locations. 

 

Die Sitzenden

Ein Sitzkonzert? Ja! Besonders schön können akustische Konzerte im Radiokulturhaus sein. Es ist (fast) immer mucksmäuschenstill, weil meist die Auftritte aufgezeichnet werden. Echt schön wenn niemand plappert! Ein unvergleichliches, festliches Ambiente bekommt man im Konzerthaus geboten. Und ja, da spielen ab und zu auch ziemlich hippe Bands, die man wahrscheinlich in den seltensten Fällen in Theater-Atmosphäre sehen kann. Ellie Goulding, The Eels und Morrissey waren zum Beispiel schon da. 

 

Die Outdoor-Bühnen

Als einzige, fixe Open Air Bühne hat die Arena schon ein bisschen eine Monopol-Stellung. Vor allem gibt es alles auf diesem Platz, was man sich für draußen wünschen kann: Genügend Toiletten, eine Bar direkt neben der Bühne, eine Wiese und einen Balkon links und rechts. Da kann so schnell keiner mithalten!

Aber manche versuchen natürlich trotzdem, eine bessere Veranstaltungswiese zu sein. Die Krieau zum Beispiel, mit Megaevents mitten in der Stadt. Wer's mag. Auch die Donauinsel ist nicht mit dem Komfort der Arena ausgestattet, aber bietet trotzdem u.a. das Donauinselfest.

Weitere Open Air Bühnen finden sich vor allem bei den innerstädtischen Festivals - zum Beispiel dem Popfest am Karlsplatz oder dem Donaukanaltreiben. Klarer Sieger ist trotzdem die Open Air Bühne der Arena!

 

Leider Nein

Sehr oft mit Tonproblemen hat die Halle im Gasometer zu kämpfen. Wenn man zu sehr am Rand steht, kann sich der Sound schnell überschlagen und nicht mehr so gut klingen. Auch die Stadthalle ist mit diesem Fluch belegt. Richtig schlimm ist es aber in der Ottakringer Brauerei - aufgrund der Höhe der Räume hallt es sehr oft und wenn Künstler damit nicht umgehen können, kann ein Konzert in dieser Räumlichkeit ein echter Jammer werden. 

 

Und hier findet ihr die besten Konzerte im März.

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Kultur, 26.2.15