Frei nach John Lennon: Um dir deine Ration Mozart, Beethoven oder Wagner abzuholen, musst du nicht mit deinen Juwelen klimpern, sondern bloß mit ein paar Münzen klackern. Wir verraten dir alle Tipps und Tricks um das Klassik-Mekka Wien auch von der hochkulturellen Seite kennenzulernen: 

 

Musikverein

Der goldene Saal im von Theophil Hansen 1870 eröffneten Musikverein gilt als einer der besten Konzertsäle der Welt. Davon kannst du dich fast täglich bei einer der Aufführungen überzeugen. Stehplatzkarten gibt es um 5 Euro im Vorverkauf oder an den Abendkassen. 

Seit kurzem gibt es außerdem den Club 20. Wenn du unter 30 bist, zahlst du 20 Euro im Jahr und kannst dafür jedes Konzert für maximal 20 Euro auf den besten Sitzen besuchen.

 

Konzerthaus


Unter Beethovens gestrengem Marmor-Blick bekommst du vor deinem 26. Geburtstag Karten ab 30 Minuten vor der Vorstellung bei Verfügbarkeit Karten um 16 Euro. 

Bei ausverkauften Konzerten gibt es zudem Springerkarten an der Abendkassa um wohlfeile 10 Euro. Mit so einer Springerkarte kannst du dich auf irgendeinen freien Platz im Saal setzen und musst eben „wegspringen“ wenn der wahre Besitzer doch noch kommt. 

 

Theater an der Wien

Im Haupthaus an der Wienzeile bekommst du ab einer Viertelstunde vor Vorstellungsbeginn als Student unter 26 stark verbilligt Karten um 15 Euro – im kleineren Nebenhaus am Fleischmarkt, der Kammeroper, sogar nur um 10 Euro. 

Es geht aber noch billiger: Ab einer Stunde vor der Aufführung werden Stehplatzkarten um 7 Euro vergeben – die Nachfrage ist hier jedoch meist sehr groß, du solltest dich also mindestens zwei Stunden vorher in die Schlange einreihen. 

 

Staatsoper

Die Königsdisziplin! Sollen doch die anderen dreistellige Beträge für ihren Schnarchplatz ablegen. Am Stehplatz der Staatsoper stehen die wahren Connaisseure, genießen die fantastische Akustik ihres Wagner-Highs und zahlen dafür weniger als 5 Euro. 

Eine Grundsatzfrage gibt es im Vorhinein zu beantworten: Der Stehplatz am Parterre oder der auf der Galerie? Die Anhänger der jeweiligen Lager werden dich bei Nachfrage mit hitzigen Argumenten versorgen – wenn du auch etwas sehen willst, sei dir aber eher der Parterre-Stehplatz ans Herz gelegt. Und das geht so: Die Stehplätze werden ab 80 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Stehplatzkasse auf der Operngassen-Seite der Staatsoper vergeben – um einen Platz weiter vorne zu bekommen empfiehlt es sich mindestens 2 Stunden vorher dazusein. 

Achtung Falle: Um den Schwarzmarkt auszutrocknen, wird pro Person in der Warteschlange nur eine Karte verkauft – und der Oberbilleteur überwacht sehr genau, dass sich ja auch niemand dazudrängelt. 

Für den sehr seltenen Fall, dass die Vorstellungen nicht ausverkauft sind, gibt es für StudentInnen auch in der Staatsoper Restkarten. Diese werden ab einer Viertelstunde vor Vorstellungsbeginn um 15 Euro vergeben – du stellst dich dafür ebenfalls bei der Stehplatzkassa in einer separaten Schlange an. (Der Oberbilleteur informiert über die genaue Verfügbarkeit.) 

 

Volksoper

Im zweiten Haus der Stadt am Gürtel werden Opernklassiker auf Deutsch gegeben, zudem Operetten und Musicals. Hier bekommst du Stehplatze um 3 bis 4 Euro ungleich der Staatsoper auch schon im Vorverkauf. Außerdem gibt es weit bessere Chancen auf Restplätze, die um 6 bis 12 Euro ab 20 Minuten vor Beginn verkauft werden. 

 

Jeunesse-Abo 

Keinen Bock auf anstellen oder stehen, aber doch ein Kulturverlangen? Dann ist ein Jeunesse-Abo eine ziemlich gute Möglichkeit. Mehr Infos hier

 

Noch mehr Lust auf Kultur? Hier erfährst du wie du um fast kein Geld ins Theater kommst. 

 

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