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 1984 von George Orwell

Ab 17. November, weitere Termine hier

Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

 

Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles weitere.

 

Wenn du mal wieder Lust auf Theater hast, aber dich die klassischen Stücke abschrecken, ist das vielleicht eine spannende Option:

Zwischen 1945 und 1948 verfasste der britische Autor George Orwell einen Roman von hellsichtiger und erschütternder Prägnanz. Es geht um die Manipulation und Umpolung eines Menschen vom Widerständigen zum Willenlosen. Orwells Dystopie wurde zum Klassiker. Die Jahreszahl 1984 gilt seither als Synonym für das Zeitalter der Überwachung.

 

Worum geht´s?

Als systemkonformes Mitglied der einzig existierenden Staatspartei gerät Winston Smith, Angestellter des Wahrheitsministeriums, zunehmend in Widerspruch zu dem Regime. Nicht länger möchte er historische Fakten „korrigierend“ an eine Doktrin anpassen. Der verbotene Kontakt zu einer Frau weckt den Wunsch nach Individualität und Privatheit, und gemeinsam suchen sie Zugang zu einer oppositionellen Untergrundbewegung. Aber Big Brother ist allgegenwärtig und verhindert das Fliegen unter dem Radar …

 

Zum Regisseur:

Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer untersucht anhand der Orwellʼschen Vision, welchen Manipulationen Bürger/innen heute ausgesetzt werden. An die Stelle der ideologisch motivierten Geschichtsfälschung tritt die Erosion der Wahrnehmung des Faktischen. Mittel dazu sind nicht Folter und Gewalt, sondern die gezielte Umformung von Sprache, das Frisieren von politischem Geschehen und die willkürliche und wiederholte Neudefinierung von Freund/Feind-Verhältnissen. Heute beherrscht Big Brother Mittel wie Fake News, Hate Speech, Denunziation mittels viraler Meinungs-Bots und Daueranimation zum Konsum. Am Ende hat niemand mehr eine selbstständige Meinung.

Hermann Schmidt-Rahmer arbeitet seit 1990 als freier Regisseur, u. a. in Köln, Berlin, Basel, am Theater Bochum, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspiel Essen. Viele seiner Regiearbeiten wurden mit Einladungen und Preisen ausgezeichnet. Mit Orwells 1984 inszeniert er zum ersten Mal am Volkstheater.

 

 

Fotos: © Alexi Pelekanos / Volkstheater