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WIENWOCHE 2018:

"Über Grenzen, Schleichwege und Gemeingut"

noch bis 23. September 2018

 

Das Festivalprogramm der WIENWOCHE 2018 präsentiert auch heuer wieder künstlerische und aktivistische Versuche, Antworten darauf zu finden, wie wir geografische, politische oder soziale Grenzen überwinden und wie wir Raum, Zeit und Güter gemeinsam nutzen können.

 

Programm

WIENER LINIEN BAU

Alte WU, Augasse 2-6, 1090 Wien

Mittwoch, 19. September ab 17 Uhr - Samstag, 22. September

In der Spittelau, am Gelände der ehemaligen WU, untersucht das von Tomash Schoiswohl konzipierte Projekt in einer Ausstellung sowie im Rahmen von Stadtspaziergängen die Überschneidungen der historischen Linien mit den Wiener Verkehrslinien. Die Grenze, die der Wiener Linienwall (1704–1894) einst in die Stadt einschrieb, existiert heute zum Teil als Verkehrsbauwerk weiter.

Aber wo verlaufen die neuen Linien und Grenzen in der Stadt? Welche Ein- und Ausschlüsse produzieren sie? Unter welchen Vorwänden werden sie gezogen und was bewirken sie tatsächlich? Die Ausstellung gibt auf diese Fragen informierte und historisch fundierte Antworten – mit Installationen, Filmen und Exponaten.

Wer den Kontexten von "WIENER LINIEN BAU" praktisch auf die Spur kommen will, hat bei den angebotenen Spaziergängen Gelegenheit dazu.

 

WRESTLING GEGEN RASSISMUS & HOMOPHOBIE

Ottakringer Brunnenpassage, Brunnengasse 71, 1160 Wien

Donnerstag, 20. September ab 18 Uhr

Unter die Gürtellinie zielt "A Punch Below the Belt" von Afro Rainbow Austria (ARA), der ersten Organisation von und für LGBTIQ+-Migrant_innen aus Afrika in Österreich. Für eine Gesellschaft ohne Homophobie und Rassismus steigen die Fearless Freedom Fighters gegen die Cunning Conservatives (in Person des Schauspielers Patrick Bongola) zu einer performativen Diskussion in den Wrestling-Ring.

Gekämpft wird um eine Gesellschaft ohne Homophobie und Rassismus. Denn: Diaspora-Communities können Schutz und Empowerment bieten, aber auch repressiv und gewalttätig sein. Zum Beispiel, wenn weite Teile der Community streng religiös und konservativ sind und eines ihrer Mitglieder sein Coming-out wagt.

"A Punch Below The Belt" richtet sich aber nicht nur an die afrikanische Diaspora. Auch die LGBTIQ+-Szene in Wien muss sich gefallen lassen, auf rassistische Strukturen hin abgeklopft zu werden.

THEATERINSTALLATION: "UNTERWEGS MIT KAFKA"

WERK X, Oswaldgasse 35A, 1120 Wien

Sonntag, 23. September, 18-22 Uhr 

Den Schlusspunkt des Festivals setzt die von WIENWOCHE initiierte offene Arbeitsgruppe: Ihre performative Installation "K im Sommercamp" basiert auf dem letzten, unvollendeten Romankapitel von Franz Kafkas "Amerika".

Der Kapitalismus lockt mit unpräzisen Versprechungen eines besseren Lebens. Gehorchen die Bewegungen der globalen (Arbeits-)Migration seinem Ruf oder sind sie vielmehr ein Akt des grenzüberschreitenden Widerstands?

13 Personen unter der Leitung des Belgrader Künstlerduos Bojan Djordjev und Siniša Ilić suchen nach Antworten auf diese Frage und wählen Kafkas Romanfragment als Ausgangspunkt.

 

Erstmals wird es in diesem Jahr eine Zeitung zum Themenschwerpunkt des Festivals geben. Die Kooperation mit dem Politik-Blog mosaik liegt nicht nur an allen Spielstätten der diesjährigen WIENWOCHE auf, sondern auch der aktuellen Ausgabe der Straßenzeitung AUGUSTIN bei. 

Sämtliche Veranstaltungen im Rahmen von WIENWOCHE 2018 finden wie immer bei freiem Eintritt statt. Die Programmübersicht gibt es hier.

 

Einleitungsbild: WW Key Visual en © WIENWOCHE
Headerbild: Wiener_Linien_Bau_04 © Tomash Schoiswohl