Zwischen der Leopoldstadt, Brigittenau und der Donau

Das Nordbahnviertel ist Wiens größtes innerstädtisches Städtebauprojekt. Seit den 1990er Jahren entstehen hier neue Grätzl mit Wohnhäusern und Bürogebäuden und doch ist noch ein Großteil der Fläche des ehemaligen ÖBB Frachtenbahnhofs unbebaut und bietet Raum für spannende Zwischennutzungsprojekte. 

1865 wurde auf dem Areal des alten Bahnhofs einer der wichtigsten und größten Bahnhöfe der Habsburgermonarchie eröffnet. Der imposante Prestigebau wurde 1945 stark beschädigt und zehn Jahre lang dem Verfall ausgesetzt, so dass man die Gebäude 1965 sprengen musste und statt dessen einige Wohnhäuser errichtete. 2006 entschlossen die ÖBB den noch verbliebenen Güterterminal Nordwestbahnhof zum neuen Terminal Wien-Inzersdorf umzusiedeln und verkauften ihren Besitz 2015 an ein Immobilienkonsortium. 2025 soll das Areal fertig bebaut werden.

Hier einige gute Gründe, warum sich der Besuch des Nordbahnviertels lohnt (oder du vielleicht sogar hierher ziehen solltest).

 

THE FIZZ - Wohnhaus für Studierende und junge Berufstätige 

Dresdner Str. 107, 1200 Wien

Foto: The Fizz Vienna, c Wehdorn Architekten Visualisierung 

Während bislang die meisten Neubauten im Nordbahnviertel aus teuren Eigentumswohnungen bestehen, kommt ab Oktober 2017 mit THE FIZZ noch mehr Leben ins Grätzl. Knapp hinter der Grenze des zweiten Bezirks entstehen gerade 482 Studenten-Apartments und 150 Wohnungen für „Young Professionals“, also junge Menschen, die jobbedingt nach Wien kommen. 

In dieser Mischung aus Wohnung mit kleiner Küche und eigenem Bad und riesiger WG mit Dachterrasse, gemeinsamen Events, Lernräumen, Gemeinschaftsküchen und hauseigenem Kino finden Neu-Wiener sofort Anschluss. Die möblierten Einzel- und Doppel-Apartments sind zwischen 15 und 39 m² groß. Die U6-Station Dresdnerstraße ist zehn Gehminuten entfernt und das spannende Nordbahnviertel ist gleich um die Ecke.

Am 1. Oktober 2017 ist das coole Wohnhaus bezugsfertig, Young Professionals Apartments sowie Studentenapartments können schon jetzt unverbindlich angefragt werden.

 

Nordbahnhalle

Innstraße 16, 1020 Wien

Die ehemalige Lagerhalle wird zum spannenden Zwischennutzungsprojekt. Seit Juni 2017 erarbeiten auf dem großen Areal verschiedene Forschungsgruppen die nachhaltige Nutzung des Nordbahnviertels und entwickeln konkrete innovative Maßnahmen für Nicht-Wohn-Nutzungen. In der Halle werden Arbeitsräume, Werkstätten, Veranstaltungsräume und Ausstellungsflächen entstehen. 

In der Nordbahnhalle finden regelmäßig spannende Events und Ausstellungen statt.  

 

Salon am Park

Krakauerstrasse 19/1 

Die neun Betreiber des Salon am Park sind allesamt Bewohner des Nordbahnviertels, die sich einen entspannten Treffpunkt im Grätzl wünschten. In der Mischung aus Bäcker und Greisslerei kannst du sehr entspannt Frühstücken, Kaffee trinken, bekommst kleine Snacks, guten Kuchen und kannst dir im Sommer Liegestühle für den benachbarten Park ausborgen. Der Shop vertreibt Brot vom Joseph, Milchprodukte, Getränke, Olivenöl, Honig, Pestos und viele weitere regionale Bioprodukte. Am Abend finden in dem kleinen Lokal oder davor regelmäßig Konzerte, Diskussionsrunden, Filmvorführungen und Theaterstücke statt. 

 

Das Nord

Ernst-Melchior-Gasse 10, 1020 Wien

Auch ein Eck weiter geht es ziemlich entspannt zu. Das Nord ist eine Sportsbar, die dank gemütlichen Vintagemöbeln und großer Glasfassade nicht wie eine ausschaut und trotzdem alle wichtigen Fußballspiele, Sportveranstaltungen und manchmal auch Spielfilme mit zwei Full HD Beamern auf Leinwände projiziert. Dazu gibt’s natürlich Bier, Burger, Chili con Carne, Gulaschsuppe oder einfach Flammkuchen. Im Schanigarten sitzt man auf coolen Palettenmöbeln und am Sonntag wird bis 14:30 Uhr gebruncht. 

 

Der Burgenländer

Ernst-Melchior-Gasse 3, 1020 Wien

Das Nord befindet sich in guter Gesellschaft, eingerahmt von der Greisslerei & Vinothek „Der Burgenländer“ und dem „PANs“ auf der anderen Seite. Ersterer bietet hervorragende Produkte aus dem Burgenland. Neben Kaffee, Spezialitäten vom pannoischen Mangalitza Schwein oder zickentaler Moorochsen, Bier, Senf Bioziegenmilchprodukten und zum Beispiel frischen Fisch ist das natürlich in erster Linie Wein, der jeden letzten Mittwoch im Monat gemeinsam mit dem Winzer verkostet wird. 

 

PANs

Ernst-Melchior-Gasse 11, 1020 Wien

Im schlichten, hellen PANs bekommst du gutes Frühstück ab 5,40 Euro. Zu Mittag und am Abend wird frisch gekocht, so gibt es eine wöchentlich wechselnde Karte mit moderner österreichischer Küche. Das täglich wechselnde Mittagsmenü mit Suppe kostet 7 Euro.

 

Ullmann’s Zuckerbäckerei

Walcherstraße 11A, 1020 Wien

Für das perfekte Instagram-Posting solltest du besser eine Straße weitergehen. Mit den bunten marokkanischen Bodenfliesen, dem passenden Geschirr und den kunstvollen Törtchen braucht es in dem feschen Café nicht einmal mehr den richtigen Filter, um genügend Likes abzucashen. Neben hervorragenden Mehrspeisen, Eis und Pralinen bekommst du hier auch ein ausgiebiges Frühstück ab 4,50 Euro bis zur Luxusversion mit Trüffeleierspeise und Prosecco, zudem gibt’s Salate, Sandwiches und Bagels sowie wechselnde Mittagsmenüs. 

 

Thali

Vorgartenstraße 173, 1020 Wien

Das Selbstbedienungslokal versorgt die Grätzlbewohner mit gutem indischen Essen. Am besten auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kurz anhalten und eine Thali-Box mitnehmen oder liefern lassen. Die Küche ist schnell, die Wartezeiten gering und von mild bis scharf ist für jeden was dabei.

 

Einleitungs- und Headerbild: Nordbahnhalle

Die spannenden Grätzl Hannovermarkt und Vorgartenmarkt sind auch nicht weit weg. 

 

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