Auch wenn es sich momentan nicht so anfühlt, ja es ist Frühling. Und gerade an Tagen wo das Wetter eben nicht zum draußen sitzen und Spritzer trinken einlädt, ist so ein Besuch im Museum doch die perfekte Alternative. Außerdem schadet ein bisserl Kultur nie und Spritzer kann man danach immer noch trinken gehen. 

 

KUNST HAUS WIEN: Über Leben am Land

bis 25.8.2019

Untere Weißgerberstr. 13, 1030 Wien 

 

Das KUNST HAUS WIEN, vielen auch bekannt als Hundertwasserhaus, ist zwar natürlich architektonisch sehr interessant und außergewöhnlich, aber auch die Ausstellungen im zugehörigen Museum für zeitgenössische Fotografie sind wirklich sehenswert.

Die aktuelle Ausstellung "Über Leben am Land" beschäftigt sich mit dem Leben und Alltag "am Land" mit Fokus auf die USA und verschiedene Länder Europas. Die Thematik weckt viele Assoziationen, die einen denken an Bergluft, Heidi und frische Milch, andere vielleicht an Tristesse, harte Arbeit und konservative Werte - die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. In der Ausstellung zu sehen sind die Fotografie- und Videoarbeiten von 20 Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf ihre individuelle Art dem Thema Landleben und der Realität vom Leben in der Provinz angenähert haben.

Am 28.5.2019 gibt es eine Kuratorinnenführung durch die Ausstellung!

 

Kunsthalle Wien: Peter Friedl. Teatro

bis 9.6.2019

Museumsplatz 1, 1070 Wien

In der Kunsthalle Wien im Museumsquartier gibt es derzeit die Ausstellung "Peter Friedl. Teatro" zu sehen. Friedl ist ein österreichischer Konzeptkünstler, der in Berlin lebt und arbeitet. Bei "Teatro" liegt der Fokus auf Themen wie Modell, Sprache und Theatralik - Elemente die immer wieder in Friedls Werk vorkommen. Das Herzstück der Ausstellung ist die Filminstallation Report aus dem Jahr 2016.

Ab dem 29.5. startet die nächste coole Ausstellung: Hysterical Mining

 

Jüdisches Museum Wien: Arik Brauer. Alle meine Künste

bis 20.10.2019

Dorotheerg. 11, 1010 Wien

Bekasso Kisso Kasso (undatiert) von Arik Brauer, Foto: Sebastian Gansrigler ©

Der Maler, Dichter und Musiker Arik Brauer feierte Anfang des Jahres seinen 90. Geburtstag. Anlässlich dieses Meilensteins widmet sich das Jüdische Museum in der Ausstellung “Arik Brauer. Alle meine Künste” dem Wiener Universalgenie.

Neben seinen farbenprächtigen Gemälden gibt es auch von ihm entworfene Möbelstücke und Skulpturen zu sehen. Aber auch sehr Privates ist ausgestellt: Zeichnungen aus Kindertagen, Familienfotos und Briefe von Brauers Vater, die er vor seiner Ermordung in einem KZ schrieb. Es ist ein sehr bewegtes Leben, das das Jüdische Museum in dieser Ausstellung nachzeichnet, dafür sollte man sich ausreichend Zeit nehmen. #MazelTovArik 

 

 

Albertina: Nitsch. Räume aus Farbe

bis 11.8.2019

Albertinaplatz 1, 1010 Wien

Der österreichische Maler Hermann Nitsch ist ja nicht ganz unumstritten, vor allem für seine Werke mit Tierblut stand und steht der Künstler immer wieder in der Kritik. Seine bedeutende Rolle als Gegenwartskünstler kann man aber nicht verleugnen und so widmet die Albertina dem Wiener Maler und Aktionskünstler eine Werkschau. Zu sehen sind wandfüllende Schüttbilder des Künstlers aus verschiedenen Schaffensperioden von den 1960er Jahren bis heute.

 

Leopold Museum: Oskar Kokoschka. Expressionist, Migrant, Europäer

bis 8.7.2019

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Dem österreichischen Expressionisten Oskar Kokoschka widmet das Wiener Leopold Museum derzeit eine Retrospektive. Zu sehen sind Malereien, Zeichnungen und Drucke aus allen Schaffensperioden des Künstlers.

Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Oskar Kokoschka, vor allem nachdem seine Kunst im Nationalsozialismus als "entartet" eingestuft wurde, politisch aktiv und hat sich sein Leben lang für Pazifismus und Humanismus eingesetzt. Das wird in der Ausstellung anhand von provokativen Plakaten, politisch aufgeladenen Werken und historischen Dokumenten gezeigt. 

 

Für den Kaffee davor oder danach geh am besten in eines dieser hübschen Museumslokale

Mehr zum Thema
 
Freizeit, 12.4.18