Zwischen Tod und Tierliebe liegen nur wenige Meter. In der einen Hand den Hotdog, an der anderen die Leine. Am Stand Nummer 12 schlafen putzige kleine Nager in selbstgebauten Häuschen, drei Stände weiter ihre Brüder und Schwestern in der Tiefkühltruhe. Auch die Boa Constrictor ist hungrig.

Ich auch. Doch die "Kochshow mit Insekten" startet erst am Abend. Die Maden sind schon ganz aufgeregt. Auch die "Wundernasen der Medizin" haben wir leider verpasst. Bleibt nur noch die Hundeshow nebenan. 

Die Jury wartet auf Sabines Auftritt, doch die Technik ist ein Hund (haha!). Dem nackten Wauzi gefällt das gar nicht, er ist heiß, er will auf die Bühne - der ganzen Welt zeigen, was er kann. JETZT.

Fünf Minuten und zwei Bier später (für uns, nicht für den Hund!) startet der Sound, doch der Hund hat alles vergessen und irrt ein wenig orientierungslos zwischen den Beinen seines Frauchens umher. Später ahnen wir, was diese falsch gemacht hat.

Denn direkt neben der Bühne bereitet sich schon der nächste Showact auf ihren Auftritt vor. Schnell das Höschen ausgezogen, den Hund schnuppern lassen und schon folgt er aufs "Wort". 

Der Höschen-Trick ist aber auch schon der erotische Höhepunkt des Nachmittags. Abgesehen von ein paar rolligen Hunden,... 

...herrschte eine eher kuschelige, ja fast familiäre Stimmung. 

Auch ich schließe Freundschaft mit dem ein oder anderen Haustier. 

Nur der traurige Weihnachtsesel steht nicht so auf Selfies. Ich glaub, er fühlt sich in seinem Outfit nicht ganz wohl. 

Hätte auch er sich den knallharten Katzen-Bewertern stellen müssen, er hätte vermutlich Selbstmord begangen. Die sind beim Schwanzvergleich nämlich alles andere als zimperlich.

 

Erkenntnis der Messe:

Die Dauerwelle gibt es noch, Word-Art ist der neuste Shit, Hundefürze sind nicht die schlimmsten Tier-Gerüche und vom Christkindl wünsche ich mir ein Aquarium mit Einhörnern.

 

 

Fotos: Ingo Kummer

 

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