Wenngleich sich der Alltag langsam wieder der Normalität nähert, so gibt es doch einige Dinge, die sich im Leben der Österreicher verändert haben. Zu unserem eigenen, aber vor allem zum Schutz unserer Mitmenschen, bleibt auch die Maskenpflicht in Geschäften und Öffis bis auf weiteres bestehen und hat neben den gesundheitlichen Features, einen regelrechten Mode-Trend ausgelöst. Die Gesichtsmaske ist zu einem essentiellen Accessoire geworden, das wir benötigen um durch den Alltag zu kommen.

Viele österreichische Designer*innen haben sich diesen Hype zunutze gemacht. Sie entwerfen Masken aus unterschiedlichen Stoffen und Designs und versuchen so ein wenig Farbe in den Corona-Alltag zu bringen. Wer also besonders schön sein oder aus der Masse herausstechen will, sollte sich zwei Mal überlegen welchen Mundschutz er trägt.

Die aktuelle Lage ist vor allem wirtschaftlich für viele schwer zu meistern und so haben sich Modeschaffende österreichweit mit der Produktion von Masken ein zweites Standbein geschaffen. Auch Nachhaltigkeit spielt hierbei eine Rolle: die Nachfrage nach wiederverwendbaren Masken aus regionaler, nachhaltiger Produktion ist groß und das Angebot passt sich an. Für alle, die lokale Designer unterstützen möchten und ihren Every-Day-Look mit der passenden Maske aufpimpen wollen, haben wir eine kleine Liste österreichischer Maskenproduzent*innen zusammengestellt.

 

Vic Cooper

Die Wiener Jungdesignerin Vic Cooper ist vielen bereits für ihre ausgefallenen und schrillen Designs bekannt. Zu ihren schillernden Outfits, hat sie nun die passenden Masken designed, um auch in der Krise modische Trends zu setzen. Ein Must-Have für alle, die unter all den Maskenträger*innen gerne auffallen möchten.

 

Said the fox

Wer trotz Corona ein bisschen Glitzer in sein Leben bringen möchte und Wert auf hochwertige Materialien legt, kann um 30 Euro eine der Galaxy-Masks von Said the fox erstehen. Mit ihrem Leitsatz „Think global, act local“ steht das Designer-Kollektiv für handgemachte regionale Produktion, Liebe dem Detail, zeitloses Design, sowie hochwertige Materialien.

 

Wien darf nicht Österreich werden

Wer den Denim-Look bevorzugt, sollte sich eine der Jeansmasken der Bewegung „Wien Darf Nicht Österreich Werden“ zulegen. Aus alten Jeansstoffen entstanden, sind die nachhaltigen Masken ein besonderer Eyecatcher und stehen für „Fair-wear“. Das ursprüngliche Projekt entstand im Rahmen einer Aktion von Studio Tomak und der Fotografin Valentina Schandl. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite geben sie kund, dass man mit dem Kauf eines ihrer Produkte, eine Haltung unterstützt und ein Zeichen für Toleranz und gegen parteipolitische Organisationen setzt.

 

Masken Wien

Die Künstlerin Anna Schwarz hat einen Zusammenschluss junger Schneider*innen und Designer*innen ins Leben gerufen, um der Ausbreitung des Covid-19 den Kampf anzusagen. Die waschbaren und wiederverwertbaren Masken werden handgefertigt und zu einem fairen Preis von 14 Euro endgereinigt und kontaktlos geliefert. Modell 05 ist ausschließlich in weiß erhältlich und besteht aus 100% reiner Baumwolle.

 

Wendy Jim

Das erfolgreiche Designer-Duo Wendy Jim, bestehend aus den beiden Mode-Schaffenden Helga Ruthner und Hermann Fankhauser, vertreibt bereits seit 1999 seine Kollektionen in Wien und Paris. Kreative Köpfe lassen kreative Ideen entstehen und so haben auch die beiden ihre Kollektion mit hübschen Masken um 25 Euro das Stück aufgestockt.

 

MaMaMu

Die Polin Magdalena Maria Muszynska lebt seit 2016 in Wien und hat ein kleines Atelier mit Shop-Space im 8. Bezirk, von wo aus sie ihre Mode unter die Leute bringt. Auch sie war kreativ und hat im Zeichen von Corona angefangen Masken zu schneidern. Die ausgefallenen Designs sind online für 12,50 Euro erhältlich.

 

Die Schneidermeisterin

Die Salzburger Schneiderin Anna Neuhofer hat das Projekt „Die Schneidermeisterin“ ins Leben gerufen. Ihre Masken werden in liebevoller Handarbeit angefertigt und nach ihren persönlichen Alltagshelden benannt. Ob die Supermarktkassiererin, der Sozialarbeiter, der Pfleger oder die Krankenschwester, ihre hübschen Masken sind eine Hommage an all jene, die in dieser schweren Zeit ihr bestmöglichstes geben. Zudem gibt es die Möglichkeit etwas Gutes zu tun und um 10 Euro eine Maske für Menschen zu spenden, die für solche Dinge gerade kein Geld aufbringen können. Als besonderes Zuckerl, darf man im Gegenzug seine eigene Maske benennen.

 

SOAP

Auch bei Soap sind bunte Masken aus 100% Baumwolle um 10 Euro erhältlich. Das junge Fashion-Label vertreibt abgesehen von handgefertigten Rucksäcken, Accessoires und T-Shirts, nun auch Masken mit abwechslungsreichen Motiven. Aufgepasst: für alle Hunde- und Katzenliebhaber, die sonst noch nirgends fündig geworden sind, SOAP bietet neben Masken mit farbenfrohen Mustern, auch schicke Modelle mit Puppy- und Kätzchen-Prints an.

 

Combinege

Das Wiener Label hat folgendes Konzept: Arbeitskleidung, die in Schnitt und Stoff klar als solches erkennbar ist, wird durch coole Malereien und Drucke entfremdet und so zu einem modischen Teil. So auch der Mund-Nasen-Schutz. Jede Maske ist ein Einzelstück: Sie werden aus Combinege Stoffen aus Baumwolle gefertigt, die mit Malereien von Amelie Götzl bedruckt werden. Eine Maske kostet 25 Euro, erhältlich im Onlineshop oder bei Shu in der Neubaugasse.

 

Armed Angels

Die Eco Fashion Brand Armed Angels setzt wie gewohnt auf Nachhaltigkeit und gibt euch die Möglichkeit, mit dem Kauf einer ihrer nachhaltig produzierten Masken, ein soziales Projekt zu unterstützen. Vom Erlös jeder verkauften Maske werden 2 Euro an die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" gespendet. Die mehrschichtigen Masken sind mit Schriftdrucken wie „Protect each other“ und „I wear that mask for you“ versehen und um 9 Euro im Online-Shop erhältlich.

 

Neben freischaffenden Designer*innen und kleinen Betrieben, werden in Zeiten wie diesen auch große Unternehmen kreativ. Selbst die Konditorei Aida und die Bestattung Wien vertreiben Masken mit auffälligen Schriftzügen wie „Oida“ oder „Aushuastverhüterli“. Komme was wolle, ihren Schmäh verlieren die Wiener nie!

Noch mehr lokale Shops, die du jetzt unterstützen solltest, findest du hier. Falls du deine Maske lieber selber nähen willst, gibt's hier eine Anleitung.

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