Manchmal muss man einfach raus ins Grüne, oder im Herbst besser gesagt: ins Bunte. Wer die Wiener Wanderwege schon durchhat, fährt am besten ein halbe Stunde mit der S-Bahn raus nach Gumpoldskirchen. In den Weinbergen lässt sich die Hektik der Stadt gut vergessen.

 

Variante 1: Guntramsdorf

Am Wochenende fährt die S-Bahn stündlich von Meidling Richtung Wiener Neustadt. Für die Wanderung am 1. Wiener Wasserleitungsweg gibt es zwei mögliche Stopps. Wer gerne etwas mehr wandert, kann in Guntramsdorf/Thallern aussteigen. Hier landet man direkt in den Weingärten und kann gemütlich nach Gumpoldskirchen gehen. Am Weg bietet es sich an, im Klostergasthaus Thallern (Thallern 2, 2352 Gumpoldskirchen) eine erste Pause machen. Das Backhendl ist hier richtig gut und auch die Cremeschnitte als Nachspeise ist sehr zu empfehlen.

 

Variante 2: Gumpoldskirchen

Wer es lieber ruhiger angeht, steigt eine Station danach, direkt in Gumpoldskirchen, aus. Vom Bahnhof aus muss man ein Stück die Wienerstraße bergauf gehen, um zu den Weinbergen zu kommen. Vorbei an der Kirche und der alten Weinpresse kann man entlang des Wasserleitungsweges weiter nach Pfaffstätten gehen. Im Herbst ist es besonders schön, da die Blätter schon verfärbt sind, die Weinlese schon längst im Gange ist und in den Weingärten Weinbauern frischen Sturm, Most (Traubensaft) und Wein ausschenken. Zweimal im Jahr gibt es auch den Tag der offenen Kellertür, wo man sich um 30 Euro quer durch alle Heurigen kosten kann. 15 Euro davon kann man auch gleich als Gutschein für seinen Weinflaschenkauf investieren. Vormerken für nächstes Jahr!

 

Die nettesten Heurigen

In Gumpoldskirchen gibt es viele Heurigen, die abwechselnd ausgesteckt haben. Beim Heurigen Kamper in der Neustiftgasse 12 gibt es einen besonders schönen Garten und sehr leckeren Wein. Der Zierfandler Novemberlese empfiehlt sich für Leute, die gerne süßen Wein trinken. Generell trinkt man in Gumpoldskirchen Weißwein. 

Wer essen gehen möchte besucht am besten den Heurigen Reisenhofer „Zum alten Presshaus“ (Wienerstraße 20, 2352 Gumpoldskirchen). Dort gibt es nicht nur viele Weine von ansässigen Weinbauern, sondern auch Schnitzel, Wild und Fisch. Das Lokal ist gemütlich und mit einer alten Weinpresse ausgestattet. Dieser Heuriger ist einer der wenigen, der fast immer geöffnet hat – außer Freitag! 

Wandert man nach Pfaffstätten, trifft man die Abzweigung zur Proksch Hütte (Am Berg 391, 2511 Pfaffstätten). Diese ist seit Kurzem renoviert und bietet einen schönen Ausblick über die ganze Gegend. 

Aber Achtung, am Weg dorthin muss man 400 Höhenmeter bezwingen und ungefähr eine dreiviertel Stunde nur bergauf gehen.  

 

Wer möchte, kann jetzt neben der Weinstraße in Pfaffstätten noch einen Sturm im Weingarten trinken und sich dann wieder auf den Heimweg machen. Der Zug nach Wien fährt in Pfaffstätten, Gumpoldskirchen oder Guntramsdorf/Thallern jeweils einmal in der Stunde. 

 

Auch sehr nett für eine Heurigentour: der Kahlenberg. 

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