Die Tage werden zwar wieder länger und heller, aber es ist noch immer kalt und grausig draußen und das auch noch für die nächsten paar Wochen. Am liebsten würden wir uns ständig einmummeln und uns das Bäuchlein wärmen! Scharfes Essen bringt einen ja bekanntlich ins Schwitzen, also warum nicht mal (wieder) indisch essen gehen? Und warum dort nicht mal was anderes bestellen als das obligatorische Curry mit Basmatireis? Hier ein paar indische Lokale in Wien fürs kleine und etwas größere Börserl, in denen Chilifreaks sowie Schärfemimosen beide auf ihre Kosten kommen. Namasté!

 

Shalimar

Schmalzhofgasse 11, 1060 Wien

Im Shalimar, dem ältesten indischen Restaurant Wiens, gibt es indisches/pakistanisches Essen mit Liebe zum Detail. Das traditionelle Ambiente mit den dunklen Holzmöbeln, bunten Tüchern, goldenen Ornamenten und reich verzierten Mauerbögen lässt dich gedanklich schon mal in Indien sein. Hier wirkt alles zwar etwas pompös und etwas kitschig, aber wir findens trotzdem irgendwie gut! Die Gerichte werden in wunderschön dekorierten Metallschalen oder auf einem portablen Metallgestell zum Warmhalten serviert. Das Naanbrot ist knusprig und riesig. Highlight: Ein Best-of aus leckeren Häppchen aus dem Tandoor (einer Art Back- und Garofen), auf einer heißen Eisenplatte serviert. Hauptspeisen gibt es ab circa 10 Euro.

 

Nam Nam und Nam Nam Deli

Webgasse 3, 1060 Wien und Arbeitergasse 8, 1050 Wien

Im Gegensatz zum verschnörkelten Kitsch im Shalimar findet man im Nam Nam lustige Comic-Deko an der Wand, einfache und frische Einrichtung und ein junges Team mit einem Koch aus London, der für original indische Küche wirbt. Es gibt Veganes, Curryspecials und Tandoorspecials mit verschiedenen Schärfegraden. Der kleine Bruder vom Nam Nam ist das Nam Nam Deli im 5., dort gibt es ausschließlich Take Away und Lieferservice. Mittagsmenü im Nam Nam: 7,50 €, Mixed Lunch Thali um 10,50 €, Mittagsteller im Deli zum Mitnehmen 6,90 €.

 

Monsoon

Donaufelderstraße 66, 1210 Wien

Um ins Monsoon zu gelangen, braucht man von der Innenstadt aus zwar etwas länger, aber die Reise nach Transdanubien wird sich definitiv auszahlen. Hier gibt es südindische Küche, serviert auf Bananenblättern mit toller Deko. Probieren solltet ihr die Dosa (eine Art Palatschinke) mit Sambar (eine Soße auf Linsen- und Tamarindenbasis)! Wenn man nach originaler indischer Schärfe fragt, wird man zwar zuerst etwas belächelt, aber wenn man dranbleibt, tun sie dann doch ein bisschen mehr rein. Der Chef ist supernett und lädt einen gleich in sein Haus in Indien ein, wenn man öfter im Restaurant zu Gast ist. Vielleicht kommen wir drauf zurück! Das Monsoon veranstaltet auch regelmäßige Foodfestivals mit Schwerpunkt auf südindischen Esskulturen. Es gibt dort auch ein Mittagsbuffet um 7,90 Euro und einen wunderschönen Gastgarten mit Blick auf die Alte Donau. 

 

Nirvana

Rotenturmstraße 16-18, 1010 Wien

Eine etwas noblere Adresse, um indisch essen zu gehen, bietet das Nirvana im 1. Bezirk. Das Restaurant ist wirklich bis aufs kleinste Detail sehr stilvoll eingerichtet. Absolut köstlich sind die Tomaten-Kokos-Suppe, das Indian Spiced Lachstatar mit Avocado oder das Dal Maharani! (Mein Magen grummelt gerade beim Schreiben...) Von 11.30 Uhr bis 14 Uhr gibt es hier ein wöchentlich variierendes Menü mit einem Business-, Economy- und einem speziellen Ayurvedic-Vital-Lunch. Wer es romantisch wie in den Bollywood Filmen möchte, kann sogar ein spezielles Candle Light Dinner inklusive Drei-Gang-Menü buchen.

 

Mach ma Curry

Schopenhauerstraße 78, 1180 Wien

Fünf Straßenbahnstationen von der Uni entfernt, versteckt sich das Mach ma Curry. Hier präsentiert sich dir eine Mischung aus Beisl mit Holzvertäfelung, Hippie Bude mit Bob Marley Bildern und indischem Restaurant mit Krishna-Statuen - wirkt aber trotzdem ur sympathisch. Das Mach Ma Curry hat eine riesige Auswahl zu recht günstigen Preisen. Je nach persönlichem Geschmack kann man sich die Gerichte milder, mittel oder um einiges schärfer zubereiten lassen. Das Mittagsmenü inklusive Tagessuppe, Reis, Brot und einem alkoholfreien Getränk kostet nur sechs bis sieben Euro! Etwas mehr Zeit sollte man bei größeren Gruppen einplanen, da alles frisch zubereitet wird.

 

Sindh

Burggasse 64, 1060 Wien

Im Sindh gibt es leckeres indisches Streetfood und allerlei Getränkespezialitäten, wie den Masala Chai Latte oder diverse indische Gin- und Biersorten. Das Interieur ist total schön und gemütlich, simpel und nicht überladen. Das Sindh ist das Schwesterlokal vom bekannten Indus im 3. Bezirk. Im Sindh zahlt es sich auch aus, einfach so mal auf einen Cocktail vorbeizuschauen. Geöffnet ist das Lokal ab 18 Uhr. Unbedingt probieren solltet ihr den hausgemachten Naan-Burger mit Lamm, Mangochutney und Ingwerdressing oder die Kathi Roll, also Fladenbrot mit Tandoori Huhn Tikka und Minzsoße oder die im Tandoor gebratene Wachtel. Für Vegetarier gibt es zum Beispiel einen Linsenkuchen mit Kichererbsen und Joghurt-Koriander-Granatapfel Sauce. Alles unter 10 Euro!

 

Bombay

Neubaugasse 75, 1070 Wien

Ganz ehrlich: Das Bombay schaut innen aus wie der Dorfwirt, der seit 50 Jahren nicht renoviert wurde, aber zum Sonntags-Schnapsen gehen die Leut' halt doch noch hin. Der Teppichboden im Bombay ist rot und plüschig, das Holz ist dunkel und teilweise abgenutzt, die Faltung der Servietten ist aufwendig und auf den Tischen stehen Rosen. Dieses Restaurant ist einfach absolut charmant! Die Speisekarte ist super vielfältig, die Portionen sind riesig und zur Abwechslung mal richtig scharf, wenn man danach fragt. Vor allem das große Angebot an Suppen lässt das verkühlte Herz höher schlagen: cremige Hühnersuppe, Linsensuppe, Fischsuppe, Zwiebel-Pilzsuppe, scharfe Gemüsesuppe oder Spinatsuppe, alle ca. 3,50 Euro. Es gibt im Bombay auch viele vegane Speisen. Wer das Bett oder die Pyjamahose nicht verlassen möchte, kann hier übrigens auch bestellen.

 

Elefant & Castle

Neubaugasse 45, 1070 Wien

In der offenen Küche des Elefant and Castle kannst du den Köchen gleich beim Zubereiten der hausgemachten Gerichte zuschauen. Die Currys werden mit hausgemachten Currypasten zubereitet und mit Basmatireis angerichtet. Das Angebot wechselt wöchentlich und besteht aus je einem Rindfleisch-, Hühnerfleisch- und vegetarischen Curry, das man auch als 1/2 Portionen bestellen kann. Für den kleinen Hunger in der Mittagspause gibt es unter anderem leckere Sandwiches, zum Beispiel mit Madras-Hühnchen mit Mandeln, Mango Chutney, Tomate & Rucola oder eines mit Erdnussbutter, Avocado, Tomate & Rucola. Alle Gerichte sind ready-to-eat oder ready-to-go! Ur gut: Solltest du dich doch für Take-out entscheiden, bekommst du dein Essen gleich in einer nachhaltigen und mikrowellengeeigneten Verpackung.

 

Auch sehr lecker: Thai Food. Die besten Thai-Lokale Wiens findest du hier!

 

Einleitungsbild: (c) Taylor Kiser via Unsplash
Headerbild: (c) Akhil Chandran via Unsplash

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