Diesen Sommer erkunden wir das schöne Wien und zwar von 1010 bis 1230. Wir wollen die ganze Stadt (neu-) entdecken und coole Grätzl, nette Lokale und hübsche Plätze finden. Wenn ihr Insidertipps aus eurem Lieblingsbezirk habt, dann teilt sie mit uns unter #GanzWienineinemSommer oder taggt unseren Instagram-Account @goodnight.at

 

1020

Ein Bezirk, in dem dich deine Eltern vor 20 Jahren nicht allein weggehen hätten lassen, ist in der gentrifizierten Gegenwart angekommen. An manchen Stellen zumindest. Irgendwo zwischen WU Campus und Mexikoplatz beschleicht einen das Gefühl, dass hier die Uhren etwas anders ticken als innerhalb des Gürtels. WU Studenten mit viel Taschengeld haben hier genauso ihren Platz wie die jüdische Community bei der Taborstraße, türkische Greißler im Stuwerviertel, junge Paare im Neubau beim Nordbahnviertel und Outdoor-Yoga Gruppen, die sich nicht entscheiden können ob sie ihre Körper lieber im Augarten, im Prater oder beim Donaukanal verrenken. Wo beginnen mit der Erkundung?

 

Hafenkneipe am Donaukanal

Der Donaukanal ist zweigeteilt. Und die Seite, welche im 2ten Bezirk liegt, ist die coolere! An schönen Sommerabenden findet man kaum einen Platz zum Sitzen, weder in einer der vielen Bars noch am Rand direkt beim Kanal. Wenn man keine Lust auf sitzen hat, kann man auch herumschlendern und sich neue Graffitis ansehen. Bei der Kunstmeile „Agora“ direkt bei der Schwedenbrücke finden im Sommer außerdem immer wieder spontane Live-Konzerte statt. 

Beste Bar: Ganz am Ende vom Donaukanal, noch hinter der Urania, befindet sich die Hafenkneipe. Etwas abseits vom Trubel hat man hier immer ausreichend Platz und kann sich noch dazu einen fantastischen Steckerl-Fisch mit Tzatziki genehmigen. Ohne Angst, dass man von den vorbeiflitzenden Bierverkäufern am Fahrrad umgefahren wird. Was für ein Leben! 

 

Der Prater

Hier gibt es mehr zu entdecken als nur das Riesenrad. Einen Dank an die Stadt, dass sie die ehemaligen Jagdgründe des Kaisers irgendwann einmal frei zugänglich gemacht hat. Im Wurstelprater-Vergnügungspark kannst man sich bei einer Runde „Tagada“ oder „Extacy“ durchschütteln lassen, um anschließend (nicht vorher, ganz wichtig!) ein Langos zu verputzen. Oder man liest lieber ungestört ein Buch beim Oberen Heustadlwasser. Wenn man ein Date beeindrucken möchte, kann man sich auch auf die weite Reise zum Lusthaus am Ende der Prater-Hauptallee machen, um sich bei Kaffee und Kuchen näherzukommen. Uriger geht es da schon beim Konstantineck zu, wo sich echte Wiener schon um 12 zu Mittag fürs erste von vielen Bieren des Tages verabreden. Etwas schickes ist es direkt daneben bei Die ALLEE, wo man übrigens auch super Fußball schauen kann. Es sei denn, man geht direkt ins nahegelegene Ernst-Happel-Stadion. Und abgesehen davon kann man im Prater super feiern. Häufig finden im Lokal „1erHaltestelle“ Partys statt, oder es gibt irgendwelche angemeldeten Outdoor-Techno Raves. Einfach den Eventkalender checken! 

 

Pratersauna Vie I Pee

Waldsteingartenstraße 135

Zwar scheiden sich die Geister über die Umgestaltung vor einigen Jahren, aber trotzdem ist dieser Club zusammen mit dem direkt verbundenen VIEIPEE immer für einen Absturzabend gut. Hier treffen Elektro-, und Hip-Hop-Fans aneinander, ab und zu sogar zur selben Party. Auch untertags empfiehlt es sich vorbeizuschauen, um sich eine Abkühlung im hauseigenen Pool zu gönnen. Neuerdings könnt ihr euch hier sogar Wohnwagen mieten. Nichts für Menschen, die gerne schlafen …

 

Citylake bei Viertel Zwei

In einem Dreieck zwischen WU Campus, alter Trabrennbahn und dem Viertel Zwei befindet sich ein richtig cooler Teich. Perfekt um an warmen Tagen zu chillen oder sich eine Pause von den Vorlesungen zu gönnen. Am Abend kann man hier gemütlich am Wasser sitzen. Gerüchten zufolge gehen hier bei Nacht sogar immer wieder abenteuerliche Zeitgenossen schwimmen, aber nicht weitersagen …

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