Mikro-what? Falls der Trend der Mikroabenteuer bislang noch an dir vorbeigegangen ist, ist diesen Herbst die Zeit gekommen, um dich selbst ins Abenteuer zu stürzen. Der im englischen erfundene Begriff des „Microadventure“  wurde bereits 2014 vom britischen Abenteurer Alastair Humphreys erschaffen, welcher durch seine verrückten Touren mit dem Fahrrad bekannt wurde. Ein Mikroabenteuer ist laut Humphrey ein kurzer Ausbruch aus dem Alltag. Ein kleines Outdoor-Abenteuer für zwischendurch und nicht weit weg von zuhause.

Offiziell gibt es laut dem Autor jedoch auch einige Regeln zu beachten wie in etwa:

- Es dürfen nur öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden.

- Wenn man wo übernachtet, darf dies nur draußen und ohne Zelt passieren.

- Insgesamt darf man maximal 72 Stunden unterwegs sein.

- Es muss in der Natur alles so hinterlassen werden, wie man es vorgefunden hat.

 

Wir sehen das ganze allerdings nicht so streng und konzentrieren uns auf den Grundgedanken: Raus aus der Wohnung, rein in die Natur und eine abenteuerliche Auszeit erleben. Einer der vielen Gründe, warum wir Wien lieben: Die nächst gelegenen Berge und Seen sind keine Stunde Fahrt entfernt.

Wer in seinem Mikroabenteuer gerne aktiv in der Natur unterwegs ist, hier unser Top-Tipp:

 

Hinauf zum Sonnwendstein im Semmeringgebiet

 

Ganz easy mit Auto, Bus oder Bahn erreichst du den Ausgangspunkt Semmering. 

Von dort führt dich ein beschilderter Waldweg in Richtung Maria Schutz und dann hinauf zum Sonnwendstein. Der Rundwanderweg führt dich nach etwa 5 Stunden Gehzeit wieder zu deinem Ausgangspunkt am Semmering zurück. Entlang des Weges stößt du auf mehrere Hütten in denen du einkehren und deine wohlverdiente Pause genießen kannst.

Ob du am gleichen Tag wieder zurück nachhause fährst oder einen der Campingplätze oder Pensionen der Umgebung nutzt ist ganz dir überlassen. Ein sportliches Abenteuer inmitten der Berge ist hier auf jeden Fall garantiert.

 

In Gedanken verfallen entlang des Neusiedlersees

 

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn. Der Neusiedlersee oder auf gut wienerisch „die Gatschlackn“ hat einfach Charme - das ist Fakt. Ein kurzer Trip für einen Spaziergang, ein paar Stunden gemütlich am Ufer oder einfach nur auf einen Spritzer in die Mole West. Der Neusiedlersee ist immer eine kurze Flucht aus dem Alltag wert. Was du aus dieser Mikro-Abenteuer-Destination schlussendlich machst, bestimmst nur du.

Allerdings ein heißer Tipp: Im Naturpark Neusiedlersee kann man richtige „Safaritouren“ machen und mit richtigen Rangern Vögel beobachten. Safari-Feeling im Burgenland? Los gehts!

 

Nicht nur zum Trinken in die Wachau

… aber schon auch. Mitte/Ende September hat in der Wachau die Weinlese begonnen. Das heißt für uns momentan: Es ist Sturmzeit! Begebe dich also entweder mit dem Zug (zumindest, wenn du die Mikroabenteuer-Rgeln einhalten willst) nach Krems, Melk oder Spitz an der Donau. Dies sind die besten Ausgangspunkte für dein Abenteuer in der Wachau. Von hier aus heißt es den Herbst genießen. Unzählige Spazier- und Wanderwege, Buschenschanken und Ausblicke auf idyllische Weinberge und das Panorama der Donau. Was braucht man mehr um nicht mehr an Uni oder Arbeit zu denken? 

Top-Tipp: Schnapp dir doch dein Radl, hol dir ein Radticket bei den ÖBB und nimm dein Fahrrad mit aufs Abenteuer. Die Radwege entlang der Donau sind eben und super einfach zu befahren. Und das Fahrrad gibt dir vor allem eines: noch mehr Freiheit!

 

Im Wiener Wald gibt‘s nicht nur Schnitzel

Wer doch lieber näher an der Stadt bleiben möchte, den schicken wir in den Wiener Wald. Nein, nicht das Gasthaus - den wirklichen Wald. Wer wusste, dass dieser rund 1.000 m2 umfasst? Der Wiener Wald erstreckt sich vom Südwesten der Stadt bis an die Donau im Nordwesten. Kein Wunder, dass sich uns hier unzählige Möglichkeiten an kleinen Abenteuern eröffnen. Abgesehen von den optimal erreichbaren Stadtwanderwegen, gibt es auch die Hagenbachklamm (man kommt hier an einer Greifvogelzuchtvorbei), das Helenental mit Ihren Burgruinen, das Triestingtal und viele viele weitere sehenswerte Destinationen. 

Abenteuer in der Natur und die Heimat immer in Sichtweite – klingt gut.

Das waren nur einige Beispiele der unzähligen Möglichkeiten an Mikro-Abenteuern rund um Wien – deiner Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt. Der Trend bringt uns nach draußen, auf andere Gedanken und raus aus dem nahenden Hebst-Winter-Tief.

Noch mehr (Herbst-)Ausflüge gibt's hier.

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