Was Ernst Palicek schon 2014 in seinem Track „Summer in Wien“ glorifizierte, bekommt 2020 eine völlig neue Bedeutung. Der Song ist eine Hommage an unsere wunderschöne Hauptstadt und all die schönen Dinge, die man in den Sommermonaten in Wien machen kann. Doch nicht jede*r Wiener*in kann seine Begeisterung teilen und die warmen Temperaturen in der Stadt genießen. Zum Leid all jener, die den Urlaub in den Süden kaum mehr erwarten können, tragen die aktuellen Ein- und Ausreisebestimmungen bei, die nach heimischen Alternativen fordern. Für diejenigen unter euch, die trotz der aktuellen Situation nicht auf ihr Urlaubs-Feeling verzichten möchten, haben wir uns auf die Spuren Ernst Palicek’s gemacht und seine Lieblingsplätze in Wien erkundet. Und siehe da, der Sommer in Wien hat neben dem entzückenden Gemüt der Wiener*innen, tatsächlich auch seinen Charme!

 

Sommerbrise auf der Gloriette

Was bei dem ein oder anderen Wiener als Touri-Hot Spot verschrien ist, gewinnt in Zeiten wie diesen auch unter den Einheimischen wieder vermehrt an Beliebtheit. Das populäre Ausflugsziel Schönbrunn, das sonst gerne von Touristenmassen heimgesucht wird, birgt rund um den Schlosspark, so manch idyllisches Plätzchen. Ob als Location fürs erste Tinder-Date, oder ein gemeinsames Picknick unter Freunden, die Gloriette ist ein wahrlicher Geheimtipp und begeistert nicht nur Romantiker mit einer märchenhaften Aussicht. Die Kipferl sollte man sich momentan allerdings noch von der Oma in der Jausen Box mitgeben lassen.

 

Wildschweine füttern im Lainzer Tiergarten

Der Lainzer Tiergarten ist Teil des Naturschutzgebiets Wienerwald und ist seit Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Wer dem Kindergeschrei standhält und Lust auf eine Begegnung mit anderen wilden Tieren verspürt, sollte sich auf den Weg in das einstige Jagdgebiet der Habsburger machen. Leider ist das Füttern der Wildschweine zum Schutz der Tiere schon seit geraumer Zeit verboten, Ernst du Lausbua!

 

16er Blech im Museumsquartier

Wie gewohnt lockt das Museumsquartier auch 2020 wieder sämtliche Wiener zum gemütlichen Beisammensein aus ihren Löchern und schafft Raum für Zusammenkünfte aller Art. Was hierbei neben reichlich Sicherheitsabstand auch diesen Sommer nicht fehlen darf, ist das heißgeliebte Dosenbier, erhältlich in sämtlichen Supermarktfilialen, sowie zu späterer Stunde beim Würschtelstand deines Vertrauens.

 

Mit der Bim am Ring

Wer nicht genug von Wiens wunderschöner Altstadt bekommen kann, sollte es sich nicht nehmen lassen, auch diesen Sommer mit den Bim den Ring entlang zu fahren. Zugegeben bei heißen Temperaturen, kommt man vermutlich ein wenig ins Schwitzen, aber nichts was ein kühles Blondes nicht richten könnte.

 

Warten aufs kühle Blonde im schattigen Biergarten

Auch die Gastgärten öffnen in Wien 2020 trotz Corona ihre Pforten. Mit einem neu erlassenen Gesetz dürfen Buschenschanken und Wiener Heurige ab 15. Mai nun sogar das ganze Jahr über täglich geöffnet haben. Dort kann man sich neben dem kühlen Blonden, an weißem Spritzer, Schnitzerl und Pferdeleberkas erfreuen, um nur ein paar von Palicek‘s Lieblingsschmankerl der Wiener Ess- und Trinkkultur zu nennen.

 

Gelati am Stephansplatz

Die erste Anlaufstelle für Touristen aller Art ist der Stephansplatz mit unserem hübschen Wahrzeichen, dem „Steffl“. Um Menschenmassen wird man hier allerdings auch diesen Sommer nicht herumkommen. Dennoch lassen sich die sonnigen Temperaturen mit einem erfrischenden Eis versüßen und Achtung Geheimtipp: „Leit schauen“ geht nirgends besser.

 

Donauinsel

Besonders stolz sind die Wiener auf ihre geliebte Insel. Der 21 Kilometer lange künstlich angelegte Streifen zwischen der Alten und der Neuen Donau wurde ursprünglich als Hochwasserschutz errichtet und bietet ein Freizeit- und Erholungs-Paradies für Jung und Alt. Ein besonderes Highlight sind die von der Stadt zur Verfügung gestellten Grillplätze, die sich überall auf der Insel befinden. Dort könnt ihr mit Voranmeldung um nur 10€ pro Grillplatz und Tag, eure „Wiaschtl“ grillen. Wer außerdem Freude an der freien Körperkultur hat, sollte einen Ausflug an einen der insgesamt mehr als 8km langen FKK-Bereiche machen und dort ungestört Nacktbaden gehen. Nein, auch Maske wird hier ausnahmsweise keine verlangt.

 

Wer noch immer keine Lust auf den Sommer in Wien bekommen hat und das kühle Nass an der Donau lieber gegen seine Dachgeschosswohnung eintauscht, sollte sich dringend einen Ventilator zulegen und Zuhause bleiben. Immerhin könnt ihr dieses Jahr niemanden mit euren Urlaubsfotos auf Facebook nerven und mal im Ernst, wer braucht Mallorca, Jesolo oder Berlin? Nichts ist so schön, wie der Sommer in Wien!

Noch mehr Inspiration für den Sommer in Wien gibt's hier!

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