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Einmal Neusiedler See und retour, mit Zwischenstopps in Baden und Stopfenreuth. Diese 4 tätige Radtour führt euch raus aus Wien und zeigt, was eigentlich alles vor der Haustüre mit der eigenen Tretkraft erreichbar ist.

 

Ich packe meine Radtasche und nehme mit: einen Schlafsack, eine Isomatte, ein Zelt, ein paar T-Shirts, meinen Bikini, mein Reisehandtuch, viel Sonnencreme und noch mehr Wasser. Tipps von meinen Freunden, die ich für die Radtour bekommen habe: nimm bloß nicht zu viel mit. Immerhin musst du es ja selber durch die Gegend fahren.

 

Tag 1

 

Vom Karlsplatz geht es auf den Laxenburger Radweg raus aus der Stadt Richtung, naja, Laxenburg. Der Weg ist ein Teil des Euro Velo 9, dem europäischen Radwegnetzwerk. Es geht immer am Wiener Neustädter Kanal entlang und man tritt gemütlich neben dem kleinen Flüsschen dahin. Auf Höhe von Baden lohnt es sich in die Stadt abzubiegen, da bis 17. Oktober die Fotoausstellung des Festival La Gacilly – Baden Photo zu sehen ist. Es ist das größte Outdoor Fotofestival Europas bei freiem Eintritt und die Fotos sind in der ganzen Stadt verteilt. Vom Besucherzentrum am Brusattiplatz ausgehend kann man zwischen zwei Gehrunden wählen, die zu den Bildern führen. VIVA LATINA! ist das diesjährige Thema. Sehr nice!

 

 

Tag 2

 

Von Baden geht es weiter in Richtung Neusiedler See. Nach dem sanften Start gestern ist das eine recht lange Etappe und auch der Euro Velo 9 lässt einen leider im Stich. Man muss streckenweise mit Landstraßen Vorliebe nehmen. Die Mühen lassen sich aber mit einem Kaffee in der unglaublich netten Altstadt von Eisenstadt schnell vergessen – ein willkommener Zwischenstopp und ein bisschen Städtetrip feeling neben dem In-die-Pedale-Treten.

 

Kurz nach der Stadt beginnt dann der Neusiedler See Radweg und die vorbeifahren Autos werden wieder durch andere Drahtesel ersetzt. Vor Breitenbrunn geht es dann rechts Richtung Seebad Breitenbrunn. Die letzten Kilometer zwischen dem Schilf ziehen sich etwas, doch das kühle Nass am Ende des Weges lässt einen durchhalten.

 

 

Tag 3

 

Die dritte Etappe überrascht landschaftlich erneut: man radelt durch die Felder Niederösterreichs. Links, rechts, links, so schlängelt man sich den Weg durch. Der eine oder andere Zusatzkilometer ist da schon dabei. Ziel: Die Donauauen bei Stopfenreuth. Am besten eignet sich der Radweg B21, der ein Verbindungsweg von Neusiedl am See nach Bad Deutschaltenburg ist. Belohnung des dritten Tags: schwimmen in der Donau und schönste Natur im Nationalpark. Da überlegt man sich fast, noch ein bisschen länger als nötig zu bleiben.

 

 

Tag 4

 

Der letzte Tag und die Rückfahrt nach Wien stehen an. Es ist schwer zu sagen, ob die Etappe enttäuscht oder ein guter Abschluss ist. Überraschend ist, wie geradlinig der Donauradweg hier tatsächlich ist. Als hätte jemand ihn mit einem Lineal angelegt. Seid gewarnt: wenn es windig ist, ist der Weg anspruchsvoller aka anstrengender als gedacht. Auf dem Fahrrad hat es sich noch nie gut gegen die Böhen gekämpft. Es gibt aber kleine Stopps für Radler, wo man sich einen Radler und eine kleine Stärkung gönnen kann, bevor es dann wieder weiter geht. Nach der Stadtgrenze unbedingt gleich auf die Donauinsel fahren und die Schlusskilometer gemütlicher auf der Insel hinter sich bringen.

 

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