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©  Wien Naschmarkt von dcwilling via flickr, lizensiert via (CC BY-NC 2.0)

Marktguide Wien: Naschmarkt - Die besten Stände & Food-Spots

International und doch ein Wiener Original.

Autor:in
Anna Gugerell
20.03.2026

Steckbrief Naschmarkt

📍 1060 Wien

⭐️ Das Schönste: Die gratis Kostproben, die einem gnadenlos in die Hand gedrückt werden und die man mit leicht schlechtem Gewissen annimmt, obwohl man eigentlich nie vorhatte, irgendetwas zu kaufen.

⭐️ Das Skurrilste: Die etwas suspekten Stände, die vermeintlich echte Designer-Mode verkaufen.

⭐️ Das musst du gesehen haben: Den großen Flohmarkt am Samstag und die teilweise wirklich bodenlosen Preise.

Über den Naschmarkt wird in Wien gern geschimpft. Zu viele Touriste:innen, zu viel Gedränge, im Frühling ein kleiner Kampf um die letzten Sonnenplätze und für günstiges Essen muss man sich auskennen. Ja, ein bisschen stimmt das alles. Und trotzdem kommen wir immer wieder her. Vielleicht, weil der Naschmarkt im Sommer so herrlich laut und bunt ist, weil es zwischen den Ständen nach Gewürzen, Falafel und ein bisschen nach Urlaub riecht und weil ein Aperol Spritzer in der Sonne hier einfach besonders gut mundet.

Unsere liebsten Lokale am Naschmarkt

Am Naschmarkt spielt es keine Rolle, wenn die Temperaturen mal nicht so Gastgarten-tauglich sind. Dann werden einfach die Wärmelampen eingeschalten, sich vielleicht noch in eine Decke gewickelt und mit dem Spritzer in der Hand der Kälte getrotzt. Das ist eigentlich recht gemütlich und man fühlt sich ein bisschen so, als hätte man das April-Wetter ausgetrickst. Dazu noch ein Ständchen von den Straßenmusikern und das Urlaubsfeeling ist perfekt.

Papas

📍 Naschmarkt Stand 487-505, 1040 Wien

Relativ weit oben, auf der Höhe der Preßgasse liegt das Papas mit dem Gastgarten Richtung Rechte Wienzeile gerichtet. Das Lokal liegt nicht im direkten Mittelpunkt bei all den anderen, weshalb es hier oft noch freie Plätze gibt, wenn sonst alles voll ist. Das Papas ist eine kleine Oase inmitten des Trubels, das türkische Essen ist ein bisschen günstige und die Stimmung ein bisschen gemütlicher.

Neni

📍 Naschmarkt Stand 510, 1060 Wien

Dank einem oberen Stockwerk und einem zusätzlichen Glaskobel auf der Seite der Linken Wienzeile ist das Lokal gar nicht so klein, wie es auf den ersten Blick wirkt. Das Neni ist wohl das hippste Lokal am ganzen Naschmarkt, obwohl es vom Speisenangebot ähnlich ist, wie die im Folgenden aufgelisteten. Aber der Neni Hummus ist einfach super cremig, das Frühstück lecker und die Desserts ein Träumchen (unbedingt Knafeh bestellen!).

Orient Occident

📍 Naschmarkt Stand 671, 1040 Wien

Da die Gastgärten ineinander übergehen und es eigentlich ganz egal ist, wo man sitzt, bemerkt man meist erst beim Blick auf die Speisekarte zu welchem Lokal der Tisch jetzt gehört. Das Orient Occident ist so ziemlich in der Mitte von allem und bietet auch all das an, was es überall gibt. Also orientalische Speisen, Falafel, Anitpasti, Salate, Sandwiches und verschiedene Spritzer.

Habibi

📍 Naschmarkt Stand 623, 1040 Wien

Falafel ist wohl eines der meistverkauften Produkte am Naschmarkt, entsprechend gehen die Meinungen auseinander, wo es die besten gibt. Viele denken da sofort an Dr. Falafel mit seinen auffälligen Schildern und soliden Preisen. Der wahre Geheimtipp ist aber Habibi. Hier gibt’s richtig gute Falafel für wenig Geld – und das Beste: der Wrap um 5 Euro. Drin ist nämlich nicht nur das Übliche, sondern auch Tsatsiki, verschiedene Hummus-Varianten und eine eingelegte Pepperoni. Und während man wartet, gibt’s sogar eine gratis Falafel mit Hummus nach Wahl.

Deli

📍 Naschmarkt Stand 421–436, 1060 Wien

Das Deli ist wohl das klassischste Naschmarkt Lokal mit dem alles begann. Mittags gibt es ein Menü für solide Preise (vegetarisch oder mit Fleisch). Besonders zu empfehlen ist das Frühstück. Am Abend legen auch immer wieder mal DJs auf und die Stimmung wird etwas partymäßiger. Im Schanigarten weiß man nicht recht, ob man gerade im Deli oder im gegenüberliegenden Do-An sitzt, ist aber auch egal, es gibt eh überall das Gleiche.

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©  WienTourismus, Christian Stemper

Kojiro Sushi Bar

📍 Rechte Wienzeile 9, 1040 Wien

Einmal durch den nächsten Abschnitt des Marktes, vorbei an der schrecklichen Gräfin vom Naschmarkt, gelangt man zum Fischviertel. Dort an der Wienzeile gelegen ist das Kojiro, einer der letzten Sushi Geheimtipps in Wien. Der Fisch ist butterweich, der Reis genau richtig – hier gibt es echt gute Maki, Sashimi und auch Rolls. Das Ambiente ist nicht wahnsinnig einladend und auch die Preise können nicht mit den -50% Angeboten vom U-Bahn-Asiaten mithalten, aber das ausgezeichnete Sushi macht das wieder wett.

Umar

📍 Naschmarkt Stand 38-39, 1040 Wien

Für viele selbsternannte Fisch-Expert:innen ist das Umar das beste Fischlokal der Stadt. Hier gibt’s Kaviar, Fischspezialitäten, Oktopus, Meeresfrüchte und natürlich Austern. Und ganz ehrlich: Warum sich nicht einfach mal ganz dekadent ein paar Austern mit einer Flasche Sprudel gönnen?

Marktraum

📍Bei der U-Bahnstation Kettenbrückengasse

Im November 2025 wurde am westlichen Eingang des Naschmarkts die neue Markthalle eröffnet. Drinnen warten 13 Stände – und (endlich) auch Sitzplätze. Mit dabei sind unter anderem die Kaffeerösterei Röstraum, die Greisslerei Brotzeit und gerettete Lebensmittel von Unverschwendet.

Man kann aber nicht nur drinnen sitzen: Die Halle hat auch eine Dachterrasse mit Blick über den Markt. Alle Bereiche sind zudem konsumfrei. Und direkt daneben bzw. dahinter liegt der neugestaltete Naschpark.

Flohmarkt

⏰ Samstags von 06:30 Uhr bis 15:00 Uhr

Mit rund 400 Ständen ist der Flohmarkt am Naschmarkt wohl einer der größten Wiens. Hier kann man stundenlang herumstöbern, ob man auch wirklich etwas findet, ist eine andere Frage. Zwischen Schmuck und Antiquitäten findet man nämlich auch so einige ziemlich ambitionierte Preise. Spaß macht’s trotzdem!

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