Zeit für lange Spaziergänge durch rotgefärbtes Laub, stundenlanges Netflixen auf der Couch und natürlich gemütliche Kultur-Nachmittage. Was der Herbst kulturell in Wien für dich zu bieten hat, und welche Ausstellungen du nicht verpassen solltest, gibt's hier:

 

World Press Photo 18

WestLicht Galerie, Westbahnstraße 40, 1070 Wien

bis 21.10.

Zum 17. Mal ist in der WestLicht Galerie die Word Press Photo zu sehen. Ausgestellt sind wie gewohnt die weltbesten Pressefotos des vergangenen Jahres. Auf eindringliche Weise werden hier Ereignisse aus den Bereichen Politik, Gesellschaft, Sport und Natur gezeigt. Studenten bis 27 Jahre zahlen nur 5 Euro.

 

Moriz Nähr: Fotograf der Wiener Moderne

Leopold Museum, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien

bis 29.10.

Das Leopold-Museum widmet einem Fotografen eine Ausstellung, der noch vor 100 Jahren als wichtigster Erneuerer der Wiener Fotografie galt: Moriz Nähr. Dieser wiederum war mit der Künstlerszene um die Jahrhundertwende gut vertraut. Die Legendenbildung um Moriz Nähr basiert nicht nur aufgrund enger Verbindungen zu Gustav Klimt und der Wiener Secession, sondern auch durch seine Beziehung zur Familie Ludwig Wittgensteins und dem habsburgischen Kaiserhaus, speziell zum Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, dessen Kammerfotograf er ab 1908 war. Äußerst spannend und eindrücklich sind vor allem die Alltagsaufnahmen aus dem Wien des späten 19. bzw. frühen 20. Jahrhunderts.

 

Saadane Afif: This is Ornamental

Kunsthalle Wien, Karlsplatz, 1030 Wien

bis 18.11.

Mit "This Is Ornamental" zeigt die Kunsthalle Wien die erste Einzelausstellung des französischen Konzept- und Installationskünstlers Saâdane Afif in Österreich. Kennzeichnend für Afifs Praxis ist die außerordentliche Vielseitigkeit; im ständigen Wechsel der Formen, Kategorien, Inspirationsquellen und Verfahren scheint diese Praxis manchmal kaum greifbar und sprengt so die Vorstellung vom Kunstwerk als Endergebnis eines schöpferischen Akts. 

 

Claude Monet: Retroperspektive

Albertina, Albertinaplatz 1, 1010 Wien

bis 6.01.2019

Die Albertina zeigt die erste umfassende Präsentation von Claude Monet (1840-1926) seit über 20 Jahren in Österreich. Die Ausstellung spannt den Bogen von seinen ersten vorimpressionistischen Werken bis hin zu seinen allerletzten Gemälden, die in seinem Garten in Frankreich entstanden sind. Die Retroperspektive ist mit fast 100 Gemälden von über 40 Leihgebern aus der ganzen Welt bestückt und absolut sehenswert.

 

Stillleben. Eigensinn der Dinge.

KUNST HAUS WIEN, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien

bis 17.02.

Worauf beruht die Faszination für das Genre und warum entdecken gerade jetzt Künstler mit dem Medium der Fotografie das Stillleben für sich neu? Was sagen Stillleben heute über unsere Gewohnheiten aus? Die Themenausstellung führt eindrücklich vor Augen, wie das 400 Jahre alte Genre Künstler der Gegenwart neu inspiriert. Früher waren es in der Malerei Früchte, Blumen und Totenschädel, heute in der Fotografie werden Gebrauchsgegenstände unserer globalisierten Konsumgesellschaft bis hin zu Abfallprodukten in Szene gesetzt.

Am 6. Oktober findet die Lange Nacht der Museum statt. Besucher sind ab 18 Uhr eingeladen, bei einem"Give-and-Take"-Stillleben - mitzumachen - jeder bringt etwas oder nimmst sich etwas. Das Entstehen des Stilllebens wird unter #giveandtake gepostet.

 

Bruegel: Once In A Lifetime

Kunsthistorisches Museum, Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien

bis 13.1.2019

Pieter Bruegel galt als satirischer Gesellschaftskritiker mit besonderem Augenmerk auf das Bauerntum. Anlässlich seines 450. Todestages im Jahr 2019, findet nun bei der Ausstellung "Bruegel" ein einzigartiges Zusammentreffen statt: Fast die Hälfte aller Werke des Künstlers sind erstmals an einem Ort zu sehen. Weltweit werden dem Künstler ca. 40 Gemälde, 60 Zeichnungen und 80 Grafiken zugeschrieben - die meisten Kunstwerke haben nie ihre Standorte gewechselt, weil sie schon zu alt sind.

 

Vorschaubild: Porträt Yasmine d’Ouezzan am Billiardtisch, Agence Mondial, ca. 1931 © gallica.bnf.fr / Bibliothèque Nationale de France
Headerbild: Annette Kelm, Welcome, 2016 © Annette Kelm. KÖNIG GALERIE Berlin/London 

Ganz gleich, ob du nach deinem Ausstellungsbesuch noch Lust auf Kuchen und Kaffee hast oder du dir die Ausstellung sparen willst und einfach nur Hunger hast, dann probier dich durch diese schönen Museums-Lokale

 

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