Lange genug sind wir die letzten Wochen zuhause gesessen. Es wird Zeit, wieder einzutauchen - in eine Welt, in der alles möglich ist. Also worauf warten wir noch, geben wir unserem Alltag mehr Farbe und lassen wir uns von den Wiener Museen in neue Sphären entführen. Raus aus dem Pyjama und rein ins kulturelle Abenteuer.

 

MAK: Antonia Rippel-Stefanska. Einer glänzt weniger

Stubenring 5, 1010 Wien

Bis 3.1.2021

Im MAK gibt’s derzeit gleich fünf neue Ausstellungen zu bestaunen: Unter anderem aktuell zur Pandemie- und Klimakrise die Pop-Up-Ausstellung "Antonia Rippel-Stefanska. Einer glänzt weniger“ in der die derzeitigen Herausforderungen unseres Lebens multimedial dargestellt werden: Beziehungen zueinander und Gefühle wie Angst vor Trennung, Abhängigkeit und Hilflosigkeit werden in einer Art Spielaufstellung präsentiert, in der Skulpturen als Spielsteine fungieren und Videos die Spielfelder bilden.

Für Grafik-Interessierte gibt es zudem eine bunt-gemischte Ausstellung der „100 besten Plakate“ zu besichtigen. Aber auch die Ausstellungen „Adolf Loos -Privatbauten“, „Sheila Hicks. Garn, Bäume, Fluss“ sowie „frech und frei, die Invasion versteckter Schätze“ sind derzeit zu bewundern.

 

Kunstforum Wien: Wenn man spricht ist immer jetzt - sonst nicht

Freyung 8, 1010 Wien

Bis 7.3.2021

Zwischen literarischer und grafischer Kunst steht die derzeitige Ausstellung „Wenn man spricht ist immer jetzt - sonst nicht“ im Bank Austria Kunst Forum. Die in Berlin lebende Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller widmet sich in ihrer Ausstellung der künstlerischen Praxis poetischer Collagen. Durch das neue Zusammensetzen alltäglicher Worte lässt sie Poesie entstehen und greift dabei zu einer neuen Form der Lyrik. Geleitet von Worten und ihrer einzigartigen Sprache entsteht eine Sprachkunst aus intuitiven Assoziationen und lyrisch-grafischen Stilmitteln, die zum gedanklichen Ausschweifen einlädt.

 

Naturhistorisches Museum: Ablaufdatum.

Burgring 7, 1010 Wien

Bis 16.5.2021 

Rund ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion landet derzeit auf dem Müll - mit drastischen sozialen und ökologischen Folgen. Die Sonderausstellung „Ablaufdatum“ des Naturhistorischen Museums geht den Ursachen der Lebensmittelverschwendung auf den Grund und präsentiert künstlerisch drastische Daten und Fakten. Die Ausstellung zeigt durch unterschiedliche Installationen, Skulpturen und Hinweisschilder zudem Wege auf, um aus dem verschwenderischen Teufelskreis auszubrechen. Künstlerisch, biologische Aufklärung garantiert!

 

Albertina Museum: The Essl Collection

Karlsplatz 5, 1010 Wien

Bis 14.3.2021

Von überlebensgroßen, fast nackten Päpsten über abstrakte Malerei, von der Bronzeskulptur eines gefolterten Abu-Ghraib-Häftlings bis zu aufgeplusterten Gliedern gibt es in der Essl Kollektion derzeit die breite Bandbreite an künstlerischem Schaffen zu bewundern. Hier ist von moderner bis zu zeitgenössischer Kunst die internationale Kunstszene vertreten und für jeden was dabei.

 

mumok: On the extremes of good and evil

Museumsplatz 1, 1070 Wien

Bis 5.4.2021

Unentrinnbar scheint die malerische Biosphäre der neuen Ausstellung „On the extremes of good and evil“ des Kapsch Contemprorary Artpreis Gewinners Hugo Canoilas. Der Ausstellungsraum wird hier für Besucher*innen zur betretbaren Bühne. Über die gesamte Bodenfläche zieht sich ein malerisches Szenario ineinanderfließender Formen mit inselartigen Zentren, die verführend, aber gleichzeitig auch bedrohlich wirken. Zusätzlich ist der Raum Auftrittsort der Performance „BECOMING DOG“ in der verkleidete Akteure auftreten und den empathischen Umgang mit Lebewesen hinterfragen. Die Kombination aus Performance und Malerei will auf gesellschaftspolitische Entwicklungen eingehen und den Umgang des Menschen mit der Natur mahnen.

Zudem lädt im MUMOK derzeit auch die Ausstellung „ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative“ ein, in einer Welt zwischen Pop-Art-Malerei und riesigen Kunst-Installation zu verweilen.

 

Westlicht: Padhi Frieberger, Frische Luft ist nicht alles

Westbahnstraße 40, 1070 Wien

Bis 14.2.2021

Von symbolisch aufgeladenen Inszenierungen, bis hin zu ästhetischen Portraits künstlerischer Größen wie Hundertwasser und Andre Heller ist bei der neuen Ausstellung „Padhi Frieberger, Frische Luft ist nicht alles“ im Westlicht alles vertreten. Die Fotografie des selbst proklamierten „Outsiders“ der österreichischen Kunstszene vereint dabei Kunst und Leben und lockt mit einer einzigartigen Bildsprache.

 

KUNST HAUS WIEN: Nach uns die Sintflut

Untere Weißbergerstraße 13, 1030 Wien

Bis 14.2.2021

Die Folgen des Klimawandels sind längst sichtbar: Schwindende Gletscher und Polkappen, steigende Meeresspiegel und versteppte Landflächen. Mit den Mitteln der Kunst macht die Ausstellung "Nach uns die Sintflut" im KUNST HAUS auf die Dringlichkeit des Themas aufmerksam und stellt 21 österreichische und internationale Künstler*innen aus, die durch ihre Werke die Folgen unseres am Wachstum orientieren Wirtschaftssystems zeigen. Die Werke sind dabei aus intensiver Recherche und oft in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen entstanden und visualisieren den abstrakten Vorgang der fortschreitenden Krise. Wunderbare Fotografien und ein Thema, das nicht so leicht ignoriert werden kann. Nichts wie hin mit euch!

 

Nach dem Museumsbesuch möchtest du dich eine Weile im Freien aufhalten? Wie wär's mit einem dieser Wanderwege? 

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Freizeit, 8.2.20