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Kultur-Tipps in Wien: Was du im Februar 2026 nicht verpassen darfst

Zwischen Filmreihen, besonderen Kinoformaten, Theaterpremieren und großen Ausstellungen bringt der Februar starke Perspektiven und neue Stimmen in die Stadt.

Autor:in
Katharina Opletal-Lang
03.02.2026

Nicht nur Liebe liegt im Februar in der Luft, sondern eine Menge Kultur-Highlights. Wir sagen dem Winterblues den Kampf an! Denn aktuelle Kinoprogramme, Theaterarbeiten und Ausstellungen setzen auf neue Perspektiven und internationale Positionen, die uns aus unserem Alttag rausreißen.

Theater & Performance in Wien im Februar 2026

Ukrainomania – Revue eines Lebens: Joseph Roth neu gelesen

Volkstheater - Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

Mit Ukrainomania – Revue eines Lebens zeigt das Volkstheater Wien eine internationale Koproduktion nach Texten von Joseph Roth. Ausgangspunkt sind Roths Reisen in die heutige Ukraine und sein früher Blick auf gesellschaftliche Umbrüche, Nation und Identität. Gespielt wird in deutscher und ukrainischer Sprache, mit deutschen, englischen und ukrainischen Übertiteln.

In Zusammenarbeit mit dem Nationaltheater Maria Zankovetska Lviv entsteht eine Revue gegen Krieg, Düsternis und Resignation. Zwischen Galgenhumor und Trauer entfaltet sich ein Dialog zwischen Wien und Lviv, Ost und West, der Joseph Roth als widersprüchliche, hochaktuelle Figur unserer Zeit zeigt.

Mundtot im Schauspielhaus Wien

Schauspielhaus - Porzellangasse 19, Vienna, Austria 1090

Im Schauspielhaus Wien bringt Mundtot die Stimmen von Handballerinnen* auf die Bühne. Ausgehend vom Spitzensport erzählen sie von Leistungsdruck, Konkurrenz und Solidarität, von sexualisierten Körperbildern und von Grenzen, die im Training und abseits davon überschritten werden. 

Geschrieben wurde Mundtot von Miriam Unterthiner, die ihre Jugend selbst auf Handballfeldern verbrachte. Mit dem Stück verbindet sie Sport, Sprache und Politik zu einer dichten, poetischen Theaterarbeit. 

Kino-Highlights in Wien im Februar 2026

Europäisches Film Festival Wien

Stadtkino im Künstlerhaus - Akademiestr. 13, 1010 Wien

Von 19. bis 26. Februar 2026 zeigt das Europäische Film Festival im Stadtkino Wien aktuelles Kino aus 20 europäischen Ländern. Organisiert von EUNIC Austria, bringt das Festival vielfältige Perspektiven auf Europas Gegenwart und Zukunft auf die Leinwand.

Das nicht wettbewerbsorientierte Programm richtet sich an neugierige Kinofans und CineastInnen gleichermaßen und setzt auf Austausch und Diskussion. Kuratiert von Neil Young. Das nonstop Kinoabo ist bei allen Vorstellungen gültig.

Stricken im Kino. Marie Antoinette auf der Leinwand

Votiv Kino - Währinger Str. 12, 1090 Wien

Film schauen und nebenbei stricken: Bei Stricken im Kino bleibt der Kinosaal leicht beleuchtet, damit du während des Films mit Nadel und Wolle arbeiten kannst. Am Sonntag, 15. Februar 2026 um 17.00 Uhr steht Marie Antoinette von Sofia Coppola auf dem Programm. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die früh in ein höfisches Machtgefüge gerät und dort zwischen Erwartungsdruck, Eskapismus und Luxus ihren Platz sucht. Der Ticketverkauf startet jeweils am ersten Tag des Monats.

Black History Month - Filme, Gespräche, Perspektiven

Votiv Kino - Währinger Str. 12, 1090 Wien

Im Februar steht das Kino im Zeichen des Black History Month. Gemeinsam mit AFRIEUROTEXT und Black Voices werden im Votiv Kino vier Filme gezeigt, die Schwarze Geschichte und Gegenwart aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählen. Im Fokus stehen Themen wie Rassismus, Kolonialismus und das Zusammenspiel verschiedener Diskriminierungserfahrungen.

Die Screenings sind Teil der bildungspolitischen und zivilgesellschaftlichen Arbeit der beiden Vereine und werden großteils von Filmgesprächen begleitet. Gezeigt werden unter anderem Blood & Sinners, der international Aufmerksamkeit erhalten hat, sowie Austroschwarz, der Schwarze Lebensrealitäten in Österreich thematisiert.

Ein Teil der Ticketerlöse unterstützt die von AFRIEUROTEXT seit 2020 betriebene Berufsausbildungsschule für Frauen in Jaunde, der Hauptstadt Kameruns.

Radical 90s - US Indie zwischen Aufbruch und Absturz

Gartenbaukino - Parkring 12, Vienna, Austria 1010

Ausstellungen & Museen in Wien im Jänner 2026

Bruce Gilden. A Closer Look - Letzte Chance!

WestLicht Museum - Westbahnstraße 40, Vienna, Austria 1070

Noch bis 22. Februar 2026 ist im WestLicht die Ausstellung A CLOSER LOOK von Bruce Gilden zu sehen. Es ist die erste Einzelausstellung des Fotografen in Wien und gleichzeitig die letzte Gelegenheit, sie hier zu erleben.

Gilden zählt zu den kompromisslosesten Street Fotografen unserer Zeit. Seit über fünf Jahrzehnten richtet er seine Kamera mit radikaler Nähe auf Menschen am Rand der Gesellschaft. Seine Porträts sind direkt, ungeschönt und konfrontativ. Seit 1998 ist er Mitglied von Magnum Photos.

Geboren 1946 in Brooklyn, ist Gilden weitgehend Autodidakt. Seine Arbeiten wurden weltweit gezeigt, vielfach ausgezeichnet und in mehr als 30 Fotobüchern veröffentlicht. A CLOSER LOOK bietet einen konzentrierten Einstieg in sein Werk und seine unverwechselbare Bildsprache.

Daido Moriyama. Retrospektive in Wien

Foto Arsenal - Arsenal Objekt 19A, 1030 Wien

Von 31. Jänner bis 10. Mai 2026 zeigt das Foto Arsenal Wien eine große Retrospektive des japanischen Fotografen Daido Moriyama. Zu sehen sind über 200 Arbeiten sowie zahlreiche Buch und Magazinprojekte, die einen direkten Zugang zu seinem Werk ermöglichen.

Moriyama ist bekannt für seine rauen, unscharfen Street Fotografien, mit denen er seit den 1960er Jahren das urbane Leben Japans und gesellschaftliche Umbrüche dokumentiert. Die Ausstellung folgt seinem Weg von frühen Magazinproduktionen über die Provoke Bewegung bis zu späteren Arbeiten in Farbe und digitaler Fotografie.

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