Die Großen  

 

Grelle Forelle 

Techno, House 

€€€ 

  

Ausgestattet mit der wahrscheinlich besten Anlage der Stadt und einer Lichtinstallation, die Raver Herzen höher schlagen lässt, ist die Forelle noch immer der Techno Club der Stadt. Neben den ganz Großen der Szene hat sich die Forelle mittlerweile auch für Konzerte geöffnet. Der Mainfloor steht für harten und treibenden Sound, während auf dem Kitchen Floor meist etwas softere, housige Töne angeschlagen werden. Der Club ist angenehm dunkel, die schicken Sitzgarnituren hinter der Bar dämpfen die Underground Stimmung vielleicht ein bisschen, ansonsten stechen ein paar coole Details ins Auge, wie zum Beispiel die bunte Tapete im Kitchen Floor, oder die Nische neben dem Ausgang, die auch schon zum Darkroom umfunktioniert wurde.  

Die riesige Terrasse direkt am Donaukanal bietet Rauchern Zuflucht und wir vor allem im Sommer intensiv für verschiedenste Events genutzt. Die Eintritte liegen selten unter 12 € und bei größeren Bookings auch schonmal jenseits der 20. Stolze 4 € zahlt man hier für ein kleines Bier, Leitungswasser kann man die ganze Nacht (ohne Bestellung) an der Bar holen.

 

Horst 

House, 90er, Techno, Mainstream 

€€€€ 

  

Der Freitag im Horst steht ganz im Zeichen der elektronischen Musik mit namhaften Bookings wie Sven Väth, Solomun, Claptone und vielen mehr, am Samstag gibt es dann die Super 90s Disco, um auch die Bedürfnisse der breiten Masse zu befriedigen. Horst punktet vor allem durch die zentrale Innenstadtlage, ein ausgefeiltes Lichtkonzept und den sympathischen kleinen Hannelore Floor.

Ursprünglich wurde der 'Pop Up' Club nur für eine Saison genehmigt, dieses Jahr darf aber doch noch weiter getanzt werden, bis die Location dann in eine Parkgarage umgebaut wird. Man munkelt, dass danach in der Albertina Passage weiter gehen soll. Je nach Booking beläuft sich der Eintritt meist auf mindestens 13 €, nicht selten sogar einiges darüber. Auch bei den Getränken ist man mit knapp 5 € für ein kleines Bier im ganz oberen Preissegment angesiedelt. 

 

Pratersauna

House, Techno, Mainstream 

€€€ 

 

Nach der Übernahmen durch die DOTS Group wurde der Club mit einer etwas zu großen Bar, Fitnessgeräten im Garten und - zumindest vorübergehend - einem VIP Bereich ausgestattet. Dadurch hat die Sauna mit Sicherheit einiges an Underground Flair eingebüßt und das Publikum hat sich auch dementsprechend geändert, doch neben ein paar Studentenformaten steht hier noch immer hochkarätige elektronische Musik auf dem Programm. Die Anlage ist gut und die Bookings können sich definitiv sehen lassen. Der schicke Außenbereich mit Pool findet im Sommer großen Anklang und bei Schlaflos  darf gelegentlich auch mal bis Mittags getanzt werden. Der Bunker wird mittlerweile regelmäßig wieder mit hartem Techno bespielt wird, aber noch immer sprechen einige wehmütig von der 'alten' Pratersauna.

Der Eintritt ist sehr stark vom Booking abhängig, grundsätzlich kann man aber von über 10 € ausgehen, die Getränkepreise sind durchaus erschwinglich und seit der Neuübernahme sogar etwas günstiger geworden. 

 

Volksgarten

Mainstream House & RnB, Techno

€€€€ 

 

Der Volksgarten besticht durch extravagante Innenarchitektur mit mehreren Floors und üppigem Außenbereich. Nicht zuletzt wegen der zentralen Lage im Burggarten ist er die erste Anlaufstelle für viele Touristen. Mit Be Loved am Freitag und Overground am Samstag zielt man musikalisch vor allem auf den Mainstream ab, trotzdem wird auch immer wieder mal ganz netter Techno dort gespielt. Seit 2018 gibt es mit Vogalicious eine Donnerstags Afterwork Party bei freiem Eintritt, ansonsten spielt man mit 13 € Eintritt und 5 € für ein kleines Bier eindeutig in der ganz oberen Preisklasse.  

 

Die Alternativen

 

Flex 

Drum & Bass, Techno, Konzerte

€€

  

Viele meinen, dass das Flex die beste Zeit schon hinter sich hat, aber mit knapp 30 Jahren Betriebsdauer und einer der besten Anlagen der Stadt, ist es noch immer eine Institution der Wiener Clubszene. Die legendäre Location in einem stillgelegtem U-Bahn Schacht sah schon mal besser aus und ist mittlerweile hauptsächlich zu einem Drum & Bass Club für Ü16 Publikum geworden, trotzdem gibt es noch einige Partys (und vor allem auch Konzerte), wo man sich jenseits der 20 noch wohl fühlt. Die große Terrasse wurde kürzlich erweitert und ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt direkt am Donaukanal. Mit 3,60 für das große Bier und Eintrittspreisen um die 10 € bewegt sich das Flex eher im unteren Preissegment. 

 

fluc wanne 

Techno, Drum & Bass, Psytrance, Konzerte

€€€

 

Auch die fluc wanne - angesiedelt in einer ehemaligen Fußgängerunterführung - versprüht einen ganz besonderen alternativen Charme. Mal Techno, mal Drum & Bass, mal Psytrance und gelegentlich auch Hip Hop, musikalisch lässt sich das fluc schwer einordnen. Die Anlage ist jedenfalls sehr basslastig und je nach Event kommt man hier sicher auf seine Kosten, wenn man es laut und düster mag. Apropos Kosten: Der Eintritt kostet selten über 10 € und das große Bier knapp 4 €, damit ist das fluc preislich im soliden Mittelfeld unterwegs.

 

Das Werk

Techno, experimentell, 

€€

 

Trotz Generalsanierung hat das Werk noch nicht seinen gemütlichen Ranz-Flair eingebüßt, aber sowohl die Anlage, als auch die Toiletten haben ein dringend notwendiges Upgrade erhalten. So ziemlich alle Spielarten der elektronischen Musik finden auf den zwei Floors unter den Gürtelbögen der Spittelau ein Zuhause: Sowohl softer Techno und Downbeat von Salon Magika, als auch harter und düsterer Techno von hausgemacht und experimenteller, schneller Sound von Funkroom, Disorder oder Horsepower sorgen für ausgelassene Stimmung. Die Eintritte liegen auch hier bei circa 10 € und die Getränke sind sehr erschwinglich.   

Welche Clubs du am Gürtel findest und was unsere absoluten Geheimtipps sind, gibt's auf der nächsten Seite.

Mehr zum Thema
 
Party, 25.9.14