Wir steuern direkt auf die Ballsaison zu. Alle Welt ist auf der Suche nach dem perfekten Ballkleid, um sich damit in der Hofburg für das perfekte Instagram-Foto ablichten zu lassen. Und du würdest so gerne auch auf einen Ball gehen, weißt aber eigentlich gar nicht was du da sollst, weil du ja sowieso nicht tanzen kannst. Für dieses Jahr bist du tatsächlich ein bisschen spät dran. Aber wenn du vermeiden willst, nächstes Jahr auf einem Ball nur in der Ecke herumzustehen, haben wir ein paar Tipps für dich.
Tanzschule Thomas Kraml
Für all jene, die wirklich tanzen lernen wollen und sich nicht nur alibihalber den Wiener Walzer von der Freundin beibringen lassen. Wer ein Fan von „Dancing Stars“ ist, wird Thomas Kraml aus der Sendung schon kennen. Für alle anderen: Ein ziemlich leiwander Typ, der für so ziemlich jeden Spaß zu haben ist. Außer für Straßenschuhe auf der Tanzfläche. In Wien gibt es momentan vier Standorte, im ersten, dritten und siebten Bezirk. Den Grundkurs hat man schon in neun Wochen hinter sich gebracht und für Studierende gibt es für alle Kurse einen ordentlichen Rabatt, mit dem man schon ab 108€ dabei sein kann. Was will man mehr?
Hip Hop
Sind wir uns ehrlich: Die wenigstens in unserem Alter beherrschen mehr als nur den Grundschritt im Walzer, wenn es um Standardtänze geht. Wozu auch? Auf den Tanzflächen von Bällen tummelt sich ohnehin meistens nur die ältere Generation und schubst sich gegenseitig bei der Mitternachtsquadrille herum. Wirklich interessant wird es, wenn es spät wird, die gute, singbare Musik spielt und der Alkohol in Strömen fließt und die gute Musik spielt. Da kommt man mit Walzer auch nicht mehr wirklich weiter und ist lieber sattelfest in etwas moderneren Tänzen. Das Vienna Dance Center ist da eine gute Adresse – auch für Einsteiger*innen. Von Hip Hop und Breakdance über Contemporary bis hin zu Ballett ist da sicher für jede*n was dabei, der*die in späten Stunden mit seinem Können angeben will.
Ein Tanzkurs der etwas anderen Art
Nämlich Tapdance – also Steppen. Klingt erst einmal ziemlich altbacken. Im ersten Moment denkt man – wenn überhaupt – an amerikanische Romanzen aus den 1940er und 50er Jahren. Aber überraschend viele und vor allem überraschend viele junge Leute lernen Tapdance. Das zeigt zumindest der #tapdance auf Instagram. Die meisten Posts kommen zwar von Amerikaner*innen, aber auch in Wien gibt es einige Tanzstudios, wo man teilweise sogar ausschließlich Steppen lernen kann. Zum Beispiel „Daphne’s Studio“ im 5. Bezirk. Und eines ist sicher: Wenn man mit Schritten aus solchen Tanzkursen ankommt, zieht man nicht nur alle Blicke auf sich, sondern kann sich auch sicher sein, dass einem niemand das Wasser reichen kann.
Crashkurse
Einige Tanzschulen in Wien bieten auch Crashkurse an, wenn du noch immer nicht die Hoffnung verloren hast, in dieser Saison das Tanzbein schwingen zu können. Beim Elmayer einen dreiwöchigen Ball-Blitz-Kurs und in der Tanzschule Dorner einen Crashkurs im Schnelldurchlauf. Schneller geht’s dann aber wirklich nicht mehr. Wer noch weniger Zeit hat, muss sich dann wohl in Selbststudie an YouTube-Tutorials wenden.
Nur für die Damenspenden kommen
Bälle sind auch ohne Tanzen zu können lustig. Es traut sich nur keine*r zu sagen. Aber bei den meisten Bällen lohnt sich der Besuch schon allein wegen der Damenspende und der Location. Gerade bei großen Bällen wie dem Opernball oder dem Wiener Philharmonikerball fallen die Damenspenden besonders nett aus. Und wer beim Zuckerbäckerball etwas länger bleibt, hat die Chance, die eine oder andere übrig gebliebene Torte mit nach Hause zu nehmen. Zwar muss man sich vielleicht damit abfinden, die ganze Nacht auf hochhackigen Schuhen herumzustöckeln, aber gegen den Schmerz gibt es ja Alkohol.