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Auch wenn ein beträchtlicher Teil der Wiener Studentenbevölkerung den WU-Artgenossen meist wenig mehr als reiche Eltern, Haargel-Überkonsum, Markenaccessoires und bescheidene Rechenkünste attestieren, geht es im WUniversum jenseits der Praterhauptallee um beträchtlich mehr.

Was die Feinheiten sind, die den WU-Alltag ausmachen und wo am fancy Campus die Hunde begraben liegen, weiß man nur, wenn man ein paar Jahre dort inskribiert war: 

 

1. Das Bild der äußerst dynamischen Erscheinung der WU-Außendienst-Securitys, wie sie mit überhöhter Geschwindigkeit ihr Segway-Privileg ausnutzen. Denn das einzig zugelassene Zweirad am Campus zu sein, ist im Unialltag ziemlich praktisch. Wer die Herausforderung sucht, der kann probieren, mutig mit Longboard, Fahrrad oder Roller den Campus zügig zu durchfahren und dabei die Meter zu zählen, die er ohne Verweis zurückgelegt hat. 

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2. Die Bibliothek ist durch ihre kinetische Weisheit und ihren teppichbezogenen Pseudo-Wohlfühlcharakter ein richtiges Unikum. Ihr würde aber ganz bestimmt ein wichtiger Zug fehlen, gäbe es nicht die Indoor-Securitys, die am Eingang sitzend mit speziell trainierten Adleraugen alles vom Müsliriegel bis zur Leberkässemmel zwischen den Unisachen im Plastiktascherl spotten und dann selbstgefällig rufen „Essen ist in der Bibliothek nicht erlaubt“ und den gemeingefährlichen Schmuggler zum Spind zurückschicken. 

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3. In Prozessen denkende WU-Studierende sind Ablauf-Optimierer. Sie möchten ihre Fußwege so gering wie möglich halten und kennen daher folgende Google-Maps Information: Kommt man aus der Bibliothek und wendet sich nach links, stehen einem 630 Meter Urban-Wanderung bevor, wendet man sich hingegen nach rechts, erreicht man schon nach 550 Metern die U-Bahn Station Messe Prater. 

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4. Wer sich schon einmal über die „online verfügbaren Ressourcen“ der WU BiB in den analogen Bücherwald hinausgewagt hat, sah sich möglicherweise mit folgender Standortbeschreibung eines Werkes konfrontiert: „UG (Ebene -2)“. Ein versteckter Saal, in dem es nach Altertum riecht und man Wände voll Bücher auf Schienen hin- und herkurbeln kann. Durch die Abgeschieden- und Unbekanntheit dieser Räumlichkeiten mit Abenteuercharakter eigenen sich „UG (Ebene -2)“ hervorragend zum Versteckspiel und/oder Schmusen. 

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5. Die durchaus futuristisch anmutenden Bibliotheksspinde, die mit dem Studentenausweis versperrt werden können, haben den entscheidenden Nachteil, nur mit einer vielstelligen Nummer identifizierbar zu sein, die man an langen Tagen des AMC-Lernens sicher nicht im Kopf behält. Es ist also kein seltener Anblick, dass sich gegen die Mittagszeit hungrige Studenten mit ihrer Karte über ganze Quadratmeter von Spinden tasten, um schließlich doch noch unter leisen Flüchen den Weg zum rettenden „Spind-Lokalisierungs-Computer“ anzutreten. 

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6. Speziell in der Zeit vor den Prüfungswochen nehmen Egoismus und territorialer Neid in der Bibliothek derartig zu, dass die Möglichkeit auf einen guten Platz bald nach den frühen Morgenstunden erlischt. Das ändert freilich nichts daran, dass gegen 12 Uhr ganze 10er-Tische nur noch voll mit Büchern und Blöcken sind, aber ohne Menschen. 

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7. Die Schlange am Salatschalter in der Mensa ist grundsätzlich lang. Nicht nur, weil sich Steuerrechtsaufgaben, EBC-Vokabular und Finanzierungsbeispiele mit 400 Gramm Pasta im Bauch bedeutend schwieriger lösen lassen, sondern primär aufgrund des mitreißenden Optimismus des Salat-Mannes: „Biiiiiitte, mein Dame, was darf's denn sein? Einmal Mediterran mit Backhendel – seeeeehr sehr gerne, meine Dame.“

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8. Das kulinarische Angebot ist für eine Mensa sicherlich sehr breit gefächert und bietet für jeden etwas an. Das eigentliche Haar in der Mensa-Suppe ist aber die Absenz von jeder Form einer Nachspeise. Kein Kuchen, kein Pudding, kein Kaiserschmarrn – schlicht kein Zuckerschlecken. 

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9. Wer schon einmal das Pech hatte, ein Semester seiner wertvollen Studienzeit mit einem 8 Uhr-Seminar am Montagmorgen hinter sich bringen zu müssen, der staunte am Krieau-Campuseingang wahrscheinlichen nicht schlecht durch schmale Augen, dass es tatsächlich selten motivierte Menschen gibt, die zu besagtem Zeitpunkt mit Musik und Schwung USI-Übungen im Sportzentrum aufs Parkett legen. 

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10. Die essenzielle Aufgabe der Nahrungsbeschaffung am Campusleben, kann speziell um die Mittagszeit im Spar zu einer Herausforderung werden. Die Schlange an der Take-away-Theke ist lang und träge, das Gewimmel von Händen in den Enjoy-Kühlern gleicht einem Ausverkauf. Da kann man schon mal im Susi und Strolch-Style zugleich nach einem belegten Laugenstangerl greifen: WU-Pausenromantik. 

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11. Die Spar-Erfahrung ist seit kurzer Zeit ebenso futuristisch wie modern, dank der neuartigen „Self Service Check Outs“. Allerdings ist fraglich, wie viel effizienter das tatsächlich ist, da zumindest ein Mitarbeiter permanent damit beschäftigt ist, Unerfahrene einzuweisen und unter permanenter Beschallung automatischer „Danke für ihren Einkauf“ Parolen die gedruckten aber zurückgelassenen Rechnungen einsammeln muss.

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12. Das Zentrum für Auslandsstudien besitzt ja mehr oder weniger das Monopol für die begehrten und sagenumwobenen universitären Auslandsaufenthalte, was durch ein kompliziertes und Zeit raubendes Auswahlverfahren allsemesterlich präsentiert wird. Gesagt wird einem allerdings weder dort noch im vorbereitenden Interkulturelle Kompetenz Seminar, dass alleine für die bürokratische Vor- und Nachbereitung einiger Auslandsmonate ungefähr 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 ECTS Papierkramarbeit anfallen, zwecks Vorausbescheid und Konsorten. 

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13. In den Zeiten intensiver Lernphasen, die man gefühlt von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in der Bibliothek verbringt, wird der vierte Stock zum Kaffee- und Pausen-Eldorado. Die lustigen Möbel, die dort frei nach Belieben gerückt, gestapelt und verbaut werden dürfen, erinnern an das Kinderland großer Möbelketten und lassen einen den nächsten Prüfungstermin für eine Weile vergessen.  

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Und hier jene Dinge, die du nur kennst, wenn du an der Uni Wien studiert hast.