Yung Hurn hat sich nicht umsonst 'Otto Wagner' auf die Brust tätowiert. Ohne Otto Wagner wäre Wien nur halb so schön. Am 11. April feiert (?) Otto Wagner seinen 100. Todestag und wir feiern die Architektur-Legende mit Ausflügen zu seinen architektonischen Highlights. 

Wer vorher oder nachher doch noch mehr erfahren will: Die Otto Wagner Ausstellung läuft noch bis 7. Oktober im Wien Museum.

 

Karlsplatz

1010 Wien

Und wenn du schon im Wien Museum am Karlsplatz bist, kannst du gleich mit deiner Tour starten, denn der Stadtbahnpavillon am Karlsplatz ist eines seiner bekanntesten Bauwerke. Verrückterweise ist in den historischen Hallen einfach nur der Club U beheimatet und das macht Wien gleich noch etwas cooler. 

Von 1894 bis 1901 baute Otto Wagner die Wiener Stadtbahn, deren Trasse, die Brücken und Haltestellen heute zu einem großen Teil von den Linien U6, U4 sowie den S-Bahnen genutzt werden. Wir hoffen, du betrachtest die Josefstädterstraße in Zukunft mit anderen Augen. Die Stadtpark Haltestelle mag ohnehin jeder:

Mit der prachtvollsten Stadtbahnstation, dem ‚Hofpavillon Hietzing‘ vor dem Schloss Schönbrunn versuchte sich Wagner übrigens vergebens bei Kaiser Franz Josef einzuschleimen. Nice try. 

 

Wienzeilenhäuser

Linke Wienzeile 40, 1060 Wien

Nur wenige hundert Meter weiter folgen entlang der Linken Wienzeile schon die nächsten Wagner-Highlights im perfekten Jugendstil. Die (übrigens teilweise abwaschbaren, weil aus Fliesen bestehenden) Fassaden der drei Wienzeilenhäuser schauen aus wie Kunstwerke und sind eines der beliebtesten Postkartenmotive Wiens. 

Also nicht immer nur auf der Suche nach dem nächsten freien Platz im Schanigarten am Naschmarkt nach vorne blicken, sondern auch mal den Kopf heben und die Bauwerke bewundern. Zur Belohnung kannst du dir dann erst einmal einen Spritzer gönnen.

 

Österreichische Postsparkasse

Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien

Weiter geht’s in der Inneren Stadt. 1906 errichtete Otto Wagner das erste moderne Bürogebäude Wien: Mit dem riesigen Glasdach, strömt Licht in jeden Winkel des Gebäudes, von der riesigen Kassenhalle bis zu den Details wie Stiegengeländer oder Bankschalter einfach ein phänomenales Werk der Zeitgeschichte. Die Bawag PSK zieht übrigens gerade aus dem Gebäude aus, geplant ist der Umbau zu einem Luxushotel. 

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