Gerade jetzt im Winter ist so ein Teller Suppe echt was feines. Noch besser wird das Ganze, wenn es sich dabei um eine große Portion Ramen handelt. Die japanische Version des wärmenden Klassikers ist herzhaft und extrem abwechslungsreich. Als Ramen bezeichnet man dabei übrigens sowohl die Nudeln selbst, als auch die ganze Suppe mit Nudeleinlage.

Die Nudeln werden aus Wasser, Salz und Weizenmehl gemacht. Dazu kommt noch eine spezielle Zutat: Kansui. Das ist Wasser mit einem hohen Gehalt an Kalium- und Natriumkarbonat, das die Nudeln resistenter gegen das Überkochen in heißer Suppe macht. Fertig sind die leckeren Ramen, die, ganz unschicklich, sehr laut und schnell geschlürft werden sollten. Wo das in Wien am besten geht, erfährst du hier:

 

Shoyu Ramen

Seilerstätte 10, 1010 Wien

Im Shoyu im Ersten wird eine Auswahl der beliebtesten japanischen Traditionsgerichte, wie hausgemachte Ramen (a.k.a. das populärste Soul Food Asiens) oder das glückbringende Katsu Don (Panierte Schweinskarreestreifen mit Ei auf Reis) angeboten. Die Green Ramen mit saisonalem Gemüse, Ei und Jungzwiebeln kosten 10,90 Euro. Die ausgefallenen Seafood Ramen mit Garnelen und Fischbällchen kosten 13,90 Euro. Übrigens, am Klo erwarten dich Lotusblumen und Kois an der Wand, sehr hübsch!

 

Karma Ramen - Japanese Noodle Bar

Rechte Wienzeile 2A, 1050 Wien

Das Karma Ramen ist sowas wie die Mutter aller Noodle Bars in Wien und wurde von einem russischen Team gegründet. Hier gibt ́s neben Ramen jede Menge andere, von der japanischen Küche inspirierte Speisen. Die scharfen Chili-Yuzu Ramen mit Hühnerbrust, Ajitama, Zuckererbsen und Lotuswurzel gibt’s um 13,90 Euro. Extra Toppings kosten zwischen ein und drei Euro. Vegane Ramen gibt es hier auch. Das Ambiente ist bunt und nerdig und erinnert an den Yakuza- , Comic- und Anime Style. Wer's versteht, kann sich zum Süppchen eine der japanischen Zeitungen durchlesen.

 

Mochi Ramen Bar

Vorgartenmarkt Stand 12-29, 1020 Wien

Vom Mochi gibt es bereits drei Filialen in Wien, aber wer gute Ramen möchte, sollte zum Standl am Vorgartenmarkt gehen. So stellt man sich eine japanische Nudelküche vor: wenig Platz, viel Trubel, an der Bar sitzen, first come, first serve. Die Ramen sind selbstgemacht- die vegetarischen Mushroom Miso Ramen kosten 12 Euro, die Tonkotsu Ramen mit Schwein, Ei, Daikon und Bonitoflocken kosten 12,50 Euro. Du kannst dich zwischen Schwein, Huhn oder Pilzen als Basis für deine Suppe entscheiden und ergänzt deine Suppe durch spannende Toppings.


Ra’mien

Gumpendorferstraße 9, 1060 Wien

Das Ra’mien ist wohl das bekannteste und größte der Lokale, die wir für dich aufgelistet haben. Durch die moderne offene Küche kannst du den Köchen gleich beim Herstellen deiner Nudeln zuschauen. Die Einrichtung ist puristisch und ohne Schnickschnack. Wer es opulenter möchte, sollte in die zugehörige Bar im Untergeschoss gehen. Im Restaurant gibt es zwar nicht die originalen Ramen aber dafür die speziellen "La Mien", ebenfalls Nudeln aus Weizenteig, à la minute vom Koch zubereitet, serviert mit Pakchoi, Koriander und Fleisch nach Wahl, auf Wunsch auch mit Kokos-Curry. Die Preise bewegen sich zwischen 8,50 und 12,50 Euro.


Kojiro 3

Rechte Wienzeile 25-27, 1040 Wien

Das Kojiro gleich beim Naschmarkt (die dritte von 3 Filialen) ist nicht nur für seine sensationellen Sushi-Kreationen bekannt, hier kannst du dich auch noch von Kopf bis Fuß „ein-ramen“ lassen. Die riesigen Suppenschüsseln mit marinierten Eiern, Sprossen und Pak Choi, Schweinebauch oder Faschiertem gibt es mit einer Suppe aus Schwein und Huhn in drei Varianten – mit Sojasauce oder mit Miso gewürzt, sowie als Goma Miso Ramen mit scharfer Sesampaste. Die Hauptspeisen gibt’s hier um die 10 Euro. Wer möchte, kann sich dazu einen asiatischen Cocktail mixen lassen.


Okra Izakaya Bar & Restaurant

Kleine Pfarrgasse 1, 1020 Wien

Hier gibt es unter anderem das fancy Izakaya Menü, bei dem die Gerichte nach dem Sharing Prinzip in die Mitte des Tisches gestellt werden. Dort kann sich dann jeder nach Herzenslust bedienen. Wer nur auf Ramen aus ist, kann sich zum Beispiel die YASAI Ramen mit Kürbis-Miso, Sojabohnen, eingelegtem Bambus, Spinat und Zuckerschoten um 11,50 Euro oder die AKA Ramen mit rotgeschmortem Schweinefleisch, Bambus, schwarzer Bohnensauce und Onsenei um 13 Euro bestellen. Sake Fans kommen hier übrigens auch voll auf ihre Kosten, immer wieder gibt es auch Verkostungen der japanischen Spezialität.


Vorschaubild: (c) Okra Izakaya via Facebook

Headerbild: (c) j via Unsplash

Du stehst auf asiatische Suppen, hast diese aber lieber vietnamesisch? Dann informiere dich über die besten Pho-Lokale Wiens.

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