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Man muss nicht immer bis nach Tirol fahren, um Hochgebirgsgefühl zu erleben. Nur eine Autostunde von Wien entfernt, erstreckt sich die Hohe Wand, ein beliebtes Ziel für Paragleiter, Kletterer und Touribusse aus aller Welt. Letztere wählen die langweilige, schweißfreie Variante und fahren einmal die Serpentinenstraße rauf und runter. Dabei macht es zu Fuß gleich viel mehr Spaß.

Hier ein paar Inspirationen für deinen Tagesausflug.

 

Anfahrt

Mit dem Zug

Jede Stunde fährt ein Zug vom Wiener Hauptbahnhof bis Grünbach am Schneeberg. Die Fahrt inkl. Umsteigen in Wiener Neustadt dauert eine Stunde, 12 Minuten.

 

Mit dem Auto

Wer sein Kletterequippment mitnehmen oder einfach flexibel sein möchte, reist besser mit dem Auto an. So hast du die Möglichkeit über die Hohe Wand Straße bis ganz nach oben zu fahren. Am Wochenende sind 1,80 Euro Maut zu bezahlen. Mit dem wendigen Fiat 500 Collezione macht die Serpentinenstraße gleich doppelt Spaß und der kleine Kofferraum bietet Platz für Kletterschuhe, Seile und Proviant.

Wir durften den Cityflitzer ein Wochenende lang testen. Fazit: AMORE! Mehr dazu, findest du hier.

 

Wandern

Plackles Rundwanderung

Diese leichte Wanderung bringt dich bis zum höchsten Punkt der Hohen Wand. Gestartet wird beim Gasthof zur Kleinen Kanzel, oben am Berg. Von hier aus geht es dann rund 400 Höhenmeter hinauf zum Senderturm. Man wandert auf teils steinigen Wegen vorbei an der Großen Kanzel. Entlang der Bergkante geht es dann weiter bis zum Hubertushaus. In dieser urigen Alpenvereinshütte kann man gut einkehren und sich mit einer Kaspressknödelsuppe für den Abstieg stärken.

Achtung: Es gibt viele Routen an der Hohen Wand, die teils auch sehr schwierig sind. Deshalb immer gut auf die Karte schauen und die Tour richtig planen.
Die Nummer der Bergrettung ist übrigens 140.

 

Grafenbergweg

Diese Route ist ideal, wenn du öffentlich mit dem Zug anreist. Vom Bahnhof in Grünbach startet man in ein Waldstück. Ab der Pension Toni Seiser ist der Grafenbergweg dann angeschrieben. Er führt hinauf zur Wilhelm Eichert Hütte und zur Großen Kanzel. Setz sich auf die Terrasse oder an einen Fensterplatz im Stüberl und genieße die atemberaubende Aussicht.

 

Skywalk

Noch besser ist die Aussicht nur vom Skywalk aus, denn hier siehst du nicht nur nach vorne, sondern auch 300m senkrecht hinunter. Gottseidank ist die Plattform fest gesichert und Fall-Angst ist unbegründet (Höhenangst ist wieder ein anderes Thema). Hier ist der Spot für das perfekte Instagram Bild. #thisview #naturegirl

 

Tiergehege und Streichelzoo

Nicht mal zehn Minuten vom Parkplatz entfernt befindet sich ein Streichelzoo mit Hasen und Ponys. Ein Stück weiter findest du dann verschiedenste Gehege die Mufflons und Hirschen viel Auslauf bieten. Besonders zutraulich sind die Alpakas und die frechen Ziegen. Für einen Euro kann man beim Infopoint etwas Futter kaufen – das macht die Tiere noch zutraulicher. Der Rundweg führt auch am Skywalk vorbei und ist in zwei Stunden locker zu schaffen.

 

Klettern

Hohe Wand

Wer auf der Hohen Wand klettern will, sollte schon etwas Erfahrung mitbringen. Abseilen muss man auf jeden Fall beherrschen, da manche Routen nur so zugänglich sind. Routen, die am Bergfuß beginnen, sind mehrere Seillängen lang. Der Abstieg zurück zum Auto geht dann über die Straße hinunter ins Tal. Es gibt auf der acht km langen Wand mehr als 100 verschiedene Routen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden.

 

Wandeck-Klettergarten

Geheimtipp für geniales Sportklettern im Schwierigkeitsgrad 5-7 ist der Wandeck-Klettergarten. Dieser ist sehr versteckt am Ende der Wandeckstraße. Verfahren kann man sich nicht, weil die Straße dort endet. Der Zugang ist zwar etwas schwierig, wegen Gebüsch und steilen Wegen, aber dafür hat man die Wand meist für sich allein. 

 

Klettersteige

Gebirgsvereinssteig (leicht)

Empfehlenswert ist der Gebirgsvereinsteig mit einer kurzen Schluchtüberquerung über die Hängebrücke. Am Ende der Tour wartet bei der Hubertushütte schon ein kaltes Bier auf dich. Dieser Klettersteig ist auch für Anfänger geeignet, die geeignete Ausrüstung mit Helm braucht man allerdings trotzdem.

 

ÖTK Steig (sehr schwer)

Nachdem der frühere HTL Steig zwei Jahre lang saniert wurde, ist einer der bekanntesten und härtesten Klettersteige Ostösterreichs wieder zugänglich. Trotz neuem Namen hat er nichts an Schwierigkeit eingebüßt und ist für geübte Kletterer weiterhin eine tolle Herausforderung. 

 

Du hast noch nicht genug vom Wandern? Hier geht's weiter mit Tipps für einen Ausflug ins Raxgebiet

 

Header- und Einleitungsbild: "Hohe Wand im Sonnenschein" von library_mistress, lizensiert über CC BY-SA 2.0 via Flickr.

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Freizeit, 10.5.18