Vom urigen Heurigen bis hin zu hippen Lokalen und unzähligen atemberaubenden Locations. Die Wachau, ein schönes Plätzchen und nur eine Autostunde von Wien entfernt. Mit dem Zug dauert es zwar ein paar Minuten länger, aber dafür kann man sich schon bei der Hinfahrt mit Blick auf den Wagram auf das Weltkulturerbe WACHAU gefasst machen. 

 

 

Freitag

Angekommen in Krems, der Studentenstadt Niederösterreichs, wird gleich mit einer kleinen Zeitreise durch die wunderschöne Altstadt gestartet. Von Mittelalter, wie zum Beispiel die Gozzoburg, bis hin zur Renaissance: In der Stadt gibt es einige sehr gut erhaltene Denkmäler, die für Geschichtsinteressierte von außen wie auch von innen zu bewundert werden können. 

Für einen kleinen Koffeinkick zwischendurch bietet das Kaffee Campus den wohl besten Kaffee in Krems an und hat auch ein kleines Museum, in welchem die Verarbeitung des Lebenselixiers zur Schau gestellt wird.

 

Um den Abend schön ausklingen zu lassen, kann man eine kleine Zillenrundfahrt von Spitz an der Donau bis nach Dürnstein und wieder zurück machen. An Board erfährt man viele Facts rund um die Wachau und die Tradition der Schifffahrt.

 

Die Fahrt findet jeden Freitag bis Ende Oktober um 16:00 Uhr statt; Abfahrtsort ist der Steg Nr. 15 der Brander Schiffe. Eine Fahrt kostet 15 Euro. Die Anmeldung hierfür ist bis einen Tag vorher bei der Infostelle Spitz möglich.

 

Samstag

Ein neuer Tag ist angebrochen, es wird Zeit für ein Frühstück. Das kleine Café Moyome in der Kremser Landstraße ist perfekt für einen guten Start in den Tag. Neben einem netten vegetarischen Frühstück, gibt es ebenfalls auch wunderbare Mehlspeisen – unbedingt den Schokowahnsinn kosten! Auch der Kaffee ist hier besonders gut. 

Nach der Stärkung geht es mit dem Bus, der Zug oder mit dem Fahrrad weiter nach Weißenkirchen. Rad fahren durch die Wachau ist eine der besten Möglichkeiten um voranzukommen, jedoch muss man dazu sagen, dass es auf dem gut frequentierten Radweg ziemlich stressig werden kann. Man teilt sich die Straße manchmal nicht nur mit den Einheimischen, sondern fährt auch direkt neben der B3, was oft sehr laut und unangenehm ist. Wer den Wohlfühlfaktor bevorzugt fährt besser mit dem Bus oder dem Zug. Beide bleiben meistens mitten im Ort stehen und man muss sich keine Sorgen machen, wenn das ein oder andere Achterl zu viel erwischt wurde.

Angekommen in Weißenkirchen geht es gleich weiter mit einer kleinen Wanderung. Keine Sorge der Weg ist gut begehbar und nur teilweise recht anspruchsvoll. Man spaziert hier durch die bekannteste Weinlage der Wachau „Achleiten“. Die Aussicht von hier über die Weinregion ist einzigartig. Damit man sich nicht verläuft, sind überall kleine gelbe Schilder angebracht. Zusätzlich findet aktuell die Weinlese statt, also kann man den Winzern beim Ernten über die Schulter schauen.

Nach dieser Anstrengung wird es Zeit für einen Heurigenbesuch, meine Empfehlungen sind auf alle Fälle Familie Denk auf der „Burg“, der älteste Teil von Weißenkirchen. Der Heurigen bietet einen wunderbaren Blick über das Dörfchen und eine sehr nette Heurigenjause. 

Wenn man mit Kindern unterwegs ist, ist Hermenegild Mang die richtige Adresse. Dort gibt es einen großen Spielplatz und einen riesigen Garten, der zum Verweilen einlädt. 

Am Rückweg nach Krems können Hungrige noch beim Mexikaner „Mezcal“ in Stein einkehren. Der Familienbetrieb bietet authentische südamerikanische Speisen und liebevoll zubereitete Cocktails.

Sonntag

Sonntag ist Museumstag. In Krems gibt es einige Museen zu besichtigen. Eines davon ist die neue Landesgalerie bei der Kunsthalle Krems. Der von den Einheimischen liebevoll genannte „krumme Würfel“ soll eigentlich an eine gespiegelte Pyramide erinnern. Nicht nur von außen begeistert das Gebäude, es hat auch innen eine tolle Auswahl an moderner Kunst.

Aktuelle Ausstellungen: Franz Hauer, Ich bin alles zugleich, Sehnsuchtsträume, Renate Bertelmann und Heinz Cibulka (die letzten beiden nur mehr bis 29.9.). 

Für Studenten gibt es natürlich vergünstige Tickets, oder man holt sich das Kombiticket für alle Kremser Museen um nur 18 Euro pro Person. Mit diesem kommt man in die Kunsthalle, sowie in die Kunsthalle der Dominikanerkirche, das Karikaturmuseum, welches gleich neben an ist, als auch das Forum Frohner, Ernst Krenek Forum und museumkrems. Achtung – dieses Angebot ist nur mehr gültig bis zu dem 28. Oktober 2019.

Doch bevor es losgeht, muss der leere Bauch gefüllt werden. Wie wäre es mit Frühstück im Museumslokal Poldi Fitzka, direkt in der Landesgalerie bietet es den lieben langen Tag Frühstück an. In der hippen Karte findet sich jeder was, vom herzhaften Frühstück, bis hin zu einem leichten Mittagessen. 

 

Übernachtungsmöglichkeiten

Bevor ich es vergesse, um angenehme Nächte am Land zu verbringen empfehle ich noch zwei Hotels. Einmal die neuen Suites vom Gasthaus Klinglhuber. Jedes der Zimmer ist mit einem Bockspringbett ausgestattet und man kann vollends entspannen, obwohl man mitten im Zentrum ist. 

Die zweite Empfehlung sind die Zimmer im Boutique Hotel Raffelsberger Hof in Weißenkirchen. Im sehr stilvoll eingerichteten Schiffsmeisterhaus ist man endgültig im Herzen der Wachau angekommen.

 

Die willst einen Ausflug machen, aber nicht ganz so weit weg? Wie wär's mit Klosterneuburg? Hier geht's zum Artikel

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