Da es uns zumindest jetzt noch nicht möglich ist, uns in entfernte Gebiete aufzumachen und in fremde Kulturen einzutauchen, bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Urlaube auf das In- und Umland zu beschränken. Wer dennoch Lust auf einen besonderen Ausflug hat, sollte sich mit uns auf eine kulinarische Reise durch Wien begeben und zumindest für ein paar Stunden, in eine fremde Kultur eintauchen. Hier kommen die besten und beliebtesten Israelischen Restaurants in Wien. In diesem Sinne: Bete’avon!

Kulinarische Vielfalt im Seven North

Spitzenkoch Eyal Shani sperrte im vergangenen Jahr nach dem Miznon sein zweites Lokal in Wien auf und brachte damit die israelische Küche in Österreichs Hauptstadt auf ein neues Level. Shani war der erste Gastronom, der der berühmten Gastro-Familie Molcho die Stirn bot und auf orientalisches Streetfood setzte. Das im 7. Bezirk gelegene „Seven North“ hingegen, welches Teil des „Max Brown Hotels“ ist, birgt ein etwas exklusiveres Konzept. Die Speisekarte ist eine Zusammensetzung aus vielen kleinen und größeren Speisen zum Teilen und Kombinieren. Was sich auf den ersten Blick einfach anhört, wird durch besondere Raffinesse und dem Experimentieren verschiedener Aromen derart verfeinert, dass aus einfachen Zutaten völlig neuartige Geschmäcker entstehen. Auch das Ambiente lädt zum Verweilen ein und lässt mit seiner Shabby-chic-Einrichtung ein Tel-Aviv-Feeling aufkommen. Ein besonderes Highlight ist die offene Showküche, die an die belebten Lebensmittelhallen an der Levante erinnern. Eyal Shani setzt wie gewohnt auf frische, regionale Zutaten, ein gemütliches Beisammensein im südlich-mediterranen Flair und serviert seinen Gästen zu seinen Gerichten feine Tropfen internationaler Weine.

Tel Aviv Streetfood im Miznon

Das kleine nette Lokal Miznon, hinter dem Wiener Stephansdom gelegen, war der erste Ableger von Eyal Shani in Wien. Das Konzept entspricht einem Selbstbedienungsladen, der an Street-Food-Konzepte auf den pulsierenden Straßen Tel Aviv‘s erinnert. Dennoch lässt das charmante Ambiente das Warten auf die Speisen nicht unangenehm erscheinen. In der offenen Showküche kann man seinen Gerichten bei der Zubereitung zusehen und wird im Anschluss von einem der Kellner zu Tisch begleitet. Musikalisch untermalt mit Funk und Oriental Vibes sorgt die gesamte Atmosphäre für eine animierende Sphäre und versetzt einen in Feierstimmung einer nahöstlichen Welt.

Israelisches Frühstück im Florentin 1070/1090

Ein ähnliches Konzept, diesmal allerdings mit Kaffeehaus-Atmosphäre, birgt das Florentin, das sich mittlerweile an zwei Standorten in Wien befindet. Das Florentin ist neben dem Mittags- und Abendgeschäft ein beliebtes Frühstückslokal, das seinen Gästen auch morgens schon Hummus und Shakshuka anbietet. Der hübsche Schanigarten sorgt für eine hippe, urbane Atmosphäre, wie man sie aus der Hauptstadt Israels kennt.

Die israelische Küche als solche gibt es nicht, sie ist allerdings eng mit der jüdischen Küche verknüpft und besteht aus einer Unmenge von Gerichten und Geschmäckern, die zurückgekehrte Juden aus dem Exil damals mit in die Heimat brachten. Somit setzt sie sich aus verschiedenen westlichen, sowie östlichen Einflüssen und Geschmacksnuancen zusammen und sorgt immer wieder für geschmackliche Überraschungen. Die israelische Küche ist einem ständigen Wandel unterzogen, sie ist hip, experimentierfreudig und andersartig. Zudem ist sie verhältnismäßig gesund, da sie auf vielen verschiedenen Kräutern und Gemüsearten basiert, die unterschiedlich zubereitet werden. Auch für Vegetarier und Veganer ist die israelische Küche optimal, da die meisten Gerichte von Haus aus veggie sind. Eine Besonderheit der israelischen Küche ist außerdem die Geselligkeit: häufig werden viele kleinere Speisen bestellt, die untereinander geteilt werden und es entsteht ein schönes Miteinander.

Moderne Kombinationen im Baschly

Ein weiteres israelisches Street-Food-Lokalkonzept ist das Baschly, zu Deutsch „Bruder“ oder „Freund“, welches sich in WU-Campus-Nähe befindet und seine Gäste mit offenen Armen in Empfang nimmt. Auf experimentelle Weise wird hier die israelische Küche mit europäischen Einflüssen zu außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen kombiniert. Sämtliche Gerichte bestehen aus frischen Zutaten und werden zu fairen Preisen zum Mitnehmen oder dort Verzerren angeboten. Wer im Lokal verweilt, bekommt das Flair der modernen Food-Szene Israels zu spüren.

NENI am Naschmarkt - Mama Molcho macht es vor

Die Mutter aller israelischen Restaurants in Wien ist das NENI, oder besser gesagt Neni-Chefin Mama Molcho. Seit über 10 Jahren bereichert das Neni nun schon die Gastro-Szene Wiens und gehört mittlerweile zu den Klassikern am Naschmarkt. Passend gelegen, erinnert das NENI besonders an die Street-Food-Szene in Tel Aviv. Experimentell, modern und innovativ ist das Konzept der Familie Molcho, welches sie nun schon seit über 10 Jahren so erfolgreich macht.

Noch mehr Lust auf Kulinarische Vielfalt? Hier findest du die besten indischen Lokale in Wien

 

Fotocredit: Header (Mitte) & Vorschaubild Philipp Lipiarski / Seven North Restaurant

Mehr zum Thema
 
Freizeit, 25.6.19
 
 
 
Freizeit, 4.2.17