& was du nie (und nimmer) tun solltest.

 

Die Camperreisenden sind schon ein ganz eigenes Völkchen. Insbesondere, wenn man sie auf klassischen Campingplätzchen antrifft. Dort herrschen nämlich ganz spezielle Regeln - sowohl offizielle als auch inoffizielle. Letztere findet man spätestens dann heraus, wenn man sie bricht und dir die eingesessenen Camperurlauber böse Blicke zuwerfen. Da ich weiß, wie unangenehm das sein kann, habe ich alle Campingplatz Regeln für dich zusammengefasst, damit du auf deinem (ersten) Camperurlaub am Campingplatz wie ein alter Haudegen wirkst und deine Platznachbarn zu Hawaran werden.

 

Siesta-Zeiten

Zur Siesta herrscht eine inoffizielle Ruhezeit, wo sich viele Urlauber gern in ihren Camper legen und eine Runde heidi machen. Was im klassischen Alltagstrott eine Wunschvorstellung ist, gilt auf Campingplätzen als Normalität und wird auch so gut wie immer brav eingehalten.

 

Hilfsbereitschaft

Auf Campingplätzen sammeln sich, neben ein paar „Außenseitern“ die gern für sich sein wollen, die gesprächsfreudigsten und hilfsbereitesten Menschen, die dir je über den Weg laufen können. Daher: Wer auf einem Campingplatz verweilt, der sollte auch Nächstenliebe beweisen und anderen helfen wollen, aber Zwangsbeglücken muss auch nicht sein.

 

Sanitäranlagenkrieg

Was gar nicht geht? Zum Beispiel das Gemeinschaftswaschbecken stundenlang für sich beanspruchen, die Dusche voller Sand oder Dreck hinterlassen oder das WC zum furchteinflößenden Tatort umgestalten. Jene Anlagen, die man sich mit anderen Urlaubern teilt, sollten möglichst sauber zurückgelassen werden. Ganz nach dem ungeschriebenen Gesetz „Verlasse den (stillen) Ort so, wie du ihn vorfinden wollen würdest“

 

Wildgacken

Wenn man auf naturbelassenen Campingplätzen übernachtet, wo es kein WC gibt, muss ja trotzdem irgendwo das gute Geschäft hin. Wer keine Campingtoilette im Wohnmobil hat, der muss sich irgendwo ein ruhiges Platzerl zum „wildpoepen“ suchen, aber bitte vergrabt eure Nummer 2. dann auch ordnungsgemäß mit einem Klappspaten. Wer will schon früh morgens im verdauten Abendessen des Platznachbarn reintreten?

 

Kuschelparken

In den meisten Fällen sind die Parzellen auf Campingplätzen bereits durch Zäune, Hecken oder anderes Gestrüpp aufgeteilt. Auf manchen Campingplätzen muss man sich sein Platzerl aber selber „basteln“ und bestenfalls so parken, dass man seine Camping Nachbarn nicht behindert oder stört. So, und da ist die Rede vom Kuschelparken. Zu nahes Aneinanderparken ist nämlich nicht nur extrem ungemütlich und raubt sämtliche Privatsphäre, es ist auch echt ein Grund zum Auszucken. Ich habe es selbst schon ein paar Mal erlebt und hätte jedesmal losbrüllen können. Der Klügere gibt in dem Fall nach und parkt sich halt woanders hin. Also bitte: haltets Abstand - ned nur in Coronazeiten!

 

Grüßina!

Man grüßt sich. Immer. Auch wenn man sich erst vor 5 Minuten über den Weg gelaufen ist oder beim Waschbecken co-geworked hat. Wer nicht immer in Worten grüßen möchte, kann auch einfach ganz lieb lächeln. Hauptsache es wird gegrüßt.

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Grilleskapaden

Wo Feuer ist ist auch Rauch. Und der kann dir, wenn er direkt in deinen Camper weht, buchstäblich deinen Atem rauben. Vom Platznachbarn ausrauchen zu lassen ist auch mir schon passiert. Nach freundlicher Bitte das Lagerfeuer auszumachen kam das Einverständnis. Wenn dem nicht so ist könnt ihr gut und gerne beim Campingplatzbesitzer petzen, weil Lagerfeuer meistens eh nicht erlaubt sind. Ätsch Bätsch!

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Rauschplärren

Das ein oder andere Bier gönnt sich jeder mal und ab und an über den Durst zu trinken ist ja quasi in Mode. Auf Campingplätzen aber „wohnt“ man so nahe aneinander, dass man den Herrn Bauer mit seinem Campingnachbarn Bert lautstark hören kann, wenn sie bereits beim 10ten Biertschi sind und sich angeregt über Corona unterhalten. So ein Geplärre ist auf Campingplätzen grundsätzlich unerwünscht, passiert aber dennoch ab und an.

 

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Freizeit, 21.7.17