Im Gegensatz zum „Altweiber Sommer“ (der schönere englische Bergiff ist „Indian Summer“) beschreibt der Begriff „Martini Sommer“ – oder auch Martinssommer im Volksmund  - nicht die schönen Sonnentage im Frühherbst, sondern die warme und stabile Wetterlage im November, welche die Spätlese in der Weinernte ermöglichen. Der Bauernregel nach zufolge, sollte dieser Winter 2020 mild werden... der Nebel an den Martinstagen in den Alpen hat es prophezeit.

Derweil prophezeien wir, dass das traumhafte Herbstwetter, welches wir grad erleben, vor Österreichs zweitem Lockdown nicht Halt macht und empfehlen noch so lange wie möglich und am besten noch dieses Wochenende in die Berge abzusetzen. Denn Netflix am Laptop kann nicht wirklich als Ausgleich zu den online Vorlesungen bezeichnet werden.

Nicht allzu weit von Wien an der steirisch-niederösterreichischen Grenze findet man ordentliche Abwechslung mit knapp 1000 Höhenmeter Anstieg auf der traumhaften Schneealpe am Windberg – auf dem der Wind eigentlich auch nicht viel stärker weht als in der Wiener Innenstadt.

 

Die Strecke ist perfekt für dich, wenn...

... du beim Wandern auf Abwechslung abzielst:

Perfekt gestaltet sich die Wanderung als Rundweg und es geht schnell steil rauf – ist also bestens geeignet für Wanderfans, denen schnell langweilig wird.

 

... du wieder anfängst Fernweh zu bekommen:

Auf dem Hochplateau beim Schneealpenhaus schlagen einem intensive Islandvibes entgegen und die namensgebenden Schneeinseln laden zu Rutschpartien ein.

 

... mit  unterschiedlich sportlichen Leuten unterwegs bist:

Die Strecke ist steil, aber nicht allzu lang und es bieten sich viele Orte zum Verweilen für Pausen an.

 

...du passendes Instagram Material für die Hashtags #traumhaftschön und #besterSonntag benötigst.

 

Anfahrt

Auch wenn die Schneealpe nicht weit von Wien entfernt ist, empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto. Über die Südautobahn E59 und die S6 Semmering-Schnellstraße gelangt man nach Mürzzuschlag. Von dort aus auf der B23 bis Altenberg an der Rax. Dort erreicht man in weniger als 1,5 Stunden den Startpunkt Almgrabenparkplatz nach Altenberg.

 

Wanderung

Nach einem kurzen Hatscher auf dem Forstweg geht es entlang der Wegnummer 401 und 446 einigermaßen steil bergauf. Bei der Abzweigung der beiden Wege kann man der 401 über den Blarergrabenweg zum Schneealpenhaus weiterfolgen. Im Herbst wird man sogar noch früher mit einer Bilderbuch-Aussicht belohnt, weil kein dichtes Blätterdach die Sicht versperrt. Nach etwa 2,5 Stunden erreicht man das Hochplateau beim Schneealpenhaus - welches im Sommer sicherlich als Drehort für die Teletubbies herhalten könnte - während es einen #traumhaften Panoramablick auf das Raxgebirge und die Fischbacher Alpen liefert.  Von dort aus ist man in weniger als einer halben Stunde auf dem Windberggipfel mit dem imposanten Gipfelkreuz.

Im Anschluss kann man sich entweder für die Rundwanderung zurück am Weg 446 Richtung Lurgbauerhütte durch den Almgraben entscheiden oder alternativ für die kürzere und aber auch steilere Strecke wieder den Rückweg über die 401 zurück zum Ausgangspunkt antreten.

 

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