Speziell für Auslands-Studierende ist das kulinarische Angebot in einer neuen Stadt immer etwas Besonderes. Die österreichische Küche hat natürlich so manches Schmankerl zu bieten und nur zu gerne lässt man sich davon in den hiesigen Beisln, Wirts- wie auch Kaffeehäusern überzeugen. Aber auch für zuhause gibt es simple und „g´schmackige“ vegetarische Gerichte, die man beispielsweise easy im Studentenwohnheim oder in der WG zusammen kochen kann.

 

Sterz mit Kaffee

Das althergebrachte ehemalige Bauersleut-Essen ist auch heute noch, vermehrt bei der älteren Generation, sehr beliebt. Polentaklümpchen werden, zusammen mit Kaffee und Milch, süß mit reichlich Zucker genossen. Ob als Frühstück, Snack für zwischendurch oder Abendessen – das Gericht geht einfach immer und ist dank seiner simplen Zubereitung schnell auf dem Tisch.

1 Tasse Polenta (ich empfehle den „Polenta Fix“ von Sonncorn mit nur 2 Min. Kochzeit)

2 Tassen Wasser

1 Msp. Butter (oder 1 TL Öl für die vegane Variante)

1 Prise Salz

Feiner weißer Kristallzucker nach Belieben

Wasser zusammen mit Salz und Fett zum Kochen bringen, Polenta einrühren und solange auf dem Herd lassen, bis sich die Konsistenz zu einem festen Brei entwickelt hat. Nun die Herdplatte ausschalten und noch eine weitere Minute unter Rühren darauf stehen lassen. Zur Seite stellen, ca. fünf Minuten ziehen lassen und immer wieder mal Rühren bzw. in Stücke spalten. Mit Kaffee und (Pflanzen-)Milch wie auch feinem Kristallzucker servieren.

 

Beschwipste Käsespätzle mit g´rösteten Zwiebeln

Käsespätzle sind das deftige Nonplusultra eines österreichischen Alm-Gerichts, das nicht nur mit großer Begeisterung im Westen des Landes, sondern auch überall sonst in Österreich gerne gegessen wird. Seinen Ursprung soll die Mahlzeit in der schwäbischen Küche des 18. Jahrhunderts haben.

Teig

250 g Mehl griffig

1 Ei

100 ml Vollmilch

½ TL Salz

1 Prise Pfeffer und Muskatnuss

 

Zum Anrichten in der Pfanne

200 g Käse (bevorzugt Drautaler oder Emmentaler)

1 EL Butter

1/16 l Weißwein

Pfeffer

 

Zum Ausbacken der Zwiebeln

1 große Zwiebel

2 EL Mehl

80 g Butter oder Butterschmalz

Salz

Für die Spätzle alle Zutaten für den Teig zusammenrühren, sodass ein zähflüssiger Teig entsteht. Anschließend mit einem Spätzlesieb in einen hohen Topf mit kochendem Wasser reiben. Nach ca. fünf Minuten, wenn die Spätzle obenauf schwimmen, aus dem Wasser nehmen, in Butter schwenken und beiseitestellen.

Nun die Zwiebel in Streifen schneiden und im Mehl schwenken. In zerlassenem Fett in einer großen Pfanne solange rösten, bis sie goldbraun geworden sind – insgesamt dauert das etwa zehn Minuten. Immer gut umrühren, nur nicht die Geduld verlieren und darauf achten, dass die Zwiebeln nicht anbrennen. Wenn diese die gewünschte Farbe erreichen, aus dem Fett schöpfen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, sodass sie schön kross werden. Danach salzen.

Jetzt den Käse in dieselbe Pfanne geben, während dem Rühren schmelzen lassen und den Wein dazu schütten. Jetzt können auch die Spätzle dazugetan werden. Alles gut verrühren, mit der Pfeffermühle würzen und mit den Röstzwiebeln bestreuen. An guatn!

 

Palatschinken mit Marillenmarmelade

Mhm, es geht doch nichts über ein paar flaumige, noch heiße Palatschinken mit Marmelade und Staubzucker! Ihren Namens-Ursprung haben die Eierkuchen, die bereits lange Tradition haben, übrigens mit dem rumänischen Wort "placinta" bzw. dem ungarischen "palatsinta". Schnell gemacht und jederzeit essbar, machen sich die „Pfannkuchen“, wie die Deutschen sie nennen, natürlich nicht nur als Dessert gut, sondern ebenso als Hauptspeise.

100 g Mehl

250 ml Vollmilch

3 Eier

Butter zum Ausbacken

Staubzucker und Marillenmarmelade zum Anrichten

Alle Zutaten zusammenrühren, sodass ein glatter Teig entsteht (gerne kann dieser auch eine Zeit lang rasten, dann wird er noch besser – idealerweise zwischen 20 Minuten und einer Stunde). Wichtig ist, dass die (Crêpes-)Pfanne gut vorgeheizt wird dementsprechend heiß ist. Zudem nicht mit der Butter geizen. Das Geheimnis flaumiger Palatschinken sind ebendiese beiden Komponenten! Sobald die Pfanne also heiß ist, kann die Butter (ca. 1 TL pro Palatschinke) reingegeben werden. Nun einen Schöpfer vom Teig nehmen, in die Pfanne gießen und auf der Fläche durch Schwenken gleichmäßig verteilen. Sobald der Teig beginnt, fest zu werden (etwa nach 45 Sekunden), kann die Palatschinke gewendet werden. Nun sollten kleine Rillen sichtbar sein – diese sind das Zeichen für einen besonders guten, flaumigen Teig. Auch die andere Seite noch einmal so lange backen und dann auf einen Teller rutschen lassen und direkt mit Marmelade bestreichen. Zusammenrollen, mit Staubzucker bestreuen und sofort genießen.

Tipp: Natürlich kann die Füllung, je nach Geschmack, variieren. Sehr gut macht sich z.B. auch eine Kugel Vanille-Eis darin und Schokoladensauce mit Mandeln als Topping. PB&J oder einfache Nougatcreme tun´s natürlich auch.

 

G´reste Erdäpfel mit Ei und Spinat

Was man als Kind am Mittagstisch so sehr gehasst hat, liebt man heute umso mehr: Cremiger Spinat mit einem leckeren Bio-Ei und gerösteten Erdäpfeln vereinen sich zu einem klassischen Gericht, das in Österreich sehr beliebt ist. Zwar sehr simpel, aber doch ebenso lecker.

1 Pkg. Cremespinat

Bio-Eier nach Belieben

0,5 kg speckige Erdäpfel

1 Zwiebel

Salz, Pfeffer

Als erstes die Erdäpfel schälen, vierteln und kochen. Währenddessen den Spinat in einen Topf geben und erhitzen. Anschließend Zwiebel schälen, klein hacken und in etwas Butter anschwitzen. Nun die Erdäpfel dazugeben, salzen und solange rösten, bis die Kartoffeln schön braun geworden sind. Zuletzt noch die Spiegeleier braten, mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit den Beilagen anrichten.

 

Krautfleckerln

Typisch österreichisch sind die Krautfleckerln, die auch ein klassisches Gericht der böhmischen und kroatischen Küche darstellen. Eine süß-salzige Kombi mit dem bekannten Kümmel-Geschmack, der in der hiesigen Küche natürlich nicht fehlen darf.

½ Kopf Weißkraut

1 EL Brauner Zucker

1 weiße Zwiebel

100 ml Wasser

Salz

200 g Fleckerln

Butter

Kümmel

Zuerst das Kraut in feine Streifen schneiden, mit Salz und Kümmel würzen und in einer großen Schüssel, nachdem es mit der Hand ein paar Minuten gut durchgedrückt wurde, etwa 30 Minuten rasten lassen. Anschließend die Zwiebel schälen, kleinschneiden und in etwas Öl anschwitzen. Nun den Zucker hinzufügen und karamellisieren lassen. Kraut hinzugeben, mit Wasser ablöschen und rund eine Stunde köcheln lassen, bis das Kraut sehr weich geworden ist. Währenddessen die Nudeln kochen. Alles zusammenrührend und ggf. noch einmal mit den Gewürzen abschmecken und servieren.

 

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