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Du willst mal wieder aus der Stadt raus, um abzuschalten und Kraft zu tanken? Du suchst ein verschlafenes Örtchen, in welchem es so gut wie nix zu tun gibt, du aber gleichzeitig ein paar historische und ganz besondere Plätze oder Routen entdecken kannst?

Voila! Die Gemeinde Greifenstein, die zu Sankt Andrä-Wördern in Niederösterreich zählt und nordwestlich von Wien liegt, ist genau so ein Örtchen und sicherlich ein lohnendes Ziel für einen herbstlichen Ausflug.

 

Die Burg Greifenstein

Googelt man „Greifenstein“, so findet man fast nur Bilder von der gleichnamigen rustikalen Burgruine. Kein Wunder, das Dorf ist nämlich bekannt für die auf einem hoch aufragenden Felsvorsprung am nordöstlichsten Punkt des Wienerwaldes um circa 1100 erbaute hochmittelalterliche Anlage. Außerdem ist sie die nordöstlichste Burg der Alpen.

Ein bisschen Geschichte gefällig? Die dicken Mauern der Burg haben nämlich schon einiges erlebt und gesehen, zum Beispiel die Türkenbelagerung um 1529. Danach war die Burg aus militärischer bzw. verteidigungstechnischer Sicht nutzlos, also nutzte man sie ab etwa 1600 als Gefängnis für Geistliche und Laien. Ab 1770 wurde die Burg immer wieder neu erworben, dann verfiel sie wieder und dann wurde sie erneut verkauft und aufgebaut. 2006, als man die Burg als Attraktion, Museum und Restaurant nutzte, zerstörte ein Großbrand einen Teil der Burg. Leider sind seither keine Besichtigungen erlaubt.

Für verträumte Ausflüge im Herbst ist die Burg dennoch ein gelungenes Ziel. Wer einen ganz besonders schönen Blick auf Greifensteins Burgruine werfen will, kann auf die Aussichtswarte am Tempelberg (etwa 2 Kilometer entfernt) spazieren.

 

Der Tempelberg

Der Tempelberg ist eine 403 Meter über dem adriatischen Meeresspiegel hohe Erhebung im Wienerwald. Von Dort aus kann man bei guter Sicht sogar bis zum Ötscher sehen. Bei schlechter Sicht sieht man aber ganz bestimmt auf die Burg Greifenstein, das Donaukraftwerk Greifenstein und beinahe den gesamten Wienerwald. Der Tempelberg kann über einige Wanderwege erreicht werden, die etwa in Wördern, Greifenstein, oder Kritzendorf ausgehen.

 

Das Kraftwerk Greifenstein an der Donau

Das immense Bauweg aka Kraftwerk Greifenstein an der Donau stellt geografisch das letzte Donaukraftwerk vor der Bundeshauptstadt Wien dar. Das Kraftwerk bietet für FahrradfahrerInnen ein ideales Ausflugsziel bzw. eine Überquerungsmöglichkeit. Der Radweg „Raderlebnis Au“ ist die perfekte Route für gemütliche RadfahrerInnen, denn hier gibt es anstatt Autoverkehr nur naturnahe Wege, die in vollen Zügen genossen werden können.

 

Der Donau Altarm

Okay, eines muss ich direkt loswerden: Der Donau Altarm mit seinen traumhaft schönen Liegewiesen und dutzenden Badebuchten ist mit Abstand eines der schönsten Fleckchen von ganz Greifenstein. Hier kann man seine Seele baumeln lassen und das ganz besonders im Herbst, denn im Hochsommer ist es hier leider oft überfüllt. Man kann auch bis in den Spätherbst Tretboot fahren, Standup-Paddlen oder eine der uneinsichtigen Buchten zum Nacktbaden nutzen. Been there, done that - und es ist jedesmal herrlich! Von einigen Badestellen hat man übrigens einen wunderschönen Blick auf die Burgruine! Den Donau Altarm erreicht man entweder über die S40 oder über den Donauradweg.

 

Zurück in Wien? Hier kommen noch ein paar Tipps für die letzten Tage im Altweibersommer!