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Eine Bühne, Requisiten, Schauspieler, Kostüme, Licht- und Tonanlage – so ein Theater braucht schon so einiges damit es funktioniert. Das Theater zum Mitnehmen hat das alles einfach jedes Mal mit im Gepäck und verwandelt Bars, Scheunen, Wohnzimmer und Hinterhöfe in Theaterbühnen. Caroline Wiltschek und Maria Ketscher, die beiden Damen hinter dem Projekt, haben uns erklärt, wie sie auf die Idee kamen ein Wandertheater zu gründen und warum sie Theater einen neuen Rahmen verpassen.

 

Steckbrief


Was ist das Theater zum Mitnehmen?
Das Wandertheater inszeniert zur Zeit die Vorgeschichte zu Dürrenmatts „Die Physiker“ an verschiedenen Orten Wiens. Die gesamte Bühne, Technik und Requisiten werden mitgenommen und in verschiedenen Settings bespielt.

Wer steckt dahinter?
15 kreative Köpfe unter der Leitung von Caroline Wiltschek und Maria Ketscher

Wann und wo sind die nächsten Termine?
18. April, 20 Uhr, Irrlicht, Ullmannstraße 51, 1150 Wien
21. Mai, 20 Uhr, Die Schaustelle, Margaretenstraße 106, 1050 Wien
Alle weiteren Termine gibt’s hier.

Wie funktioniert das Ganze?
Das Team besteht aus Nachwuchsschauspielern, Musikern, Technikern, Bühnen- und Kostümbildnern die unentgeltlich an dem Projekt mitarbeiten. Bei den Aufführungen wird kein Eintritt verlangt, sondern freiwillige Spenden. Um das alternative Theaterkonzept aus dem Off zu holen und weiterhin zu finanzieren läuft gerade ein Crowdfunding über We make it, bei dem jeder seinen Teil zur Kulturszene beitragen kann, wenn er möchte. Wenn du das Theater zum Mitnehmen unterstützen möchtest, einmal hier entlang.

 

 


Im Gespräch mit Caroline und Maria

 

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, das Theater zum Mitnehmen zu gründen?
Wir waren der Meinung: Gutes Theater braucht nicht viel! Wir wollten Theater in einen neuen Rahmen setzen und uns gefiel die Idee, gewöhnliche Orte für kurze Zeit in Theaterbühnen zu verwandeln und so einen bestimmten Glanz über die Location zu bringen. Das Besondere daran ist, dass man so nah dabei ist und unmittelbar mitbekommt. Das Gefühl fehlt in der dreißigsten Reihe im Burgtheater.

Zeigen die Wiener genug Interesse am Theater?
Ja schon, die Aufführungen sind immer schnell ausgebucht. Wien ist aber auch eine Theaterhochburg und da ist es nicht so einfach, sich einen Namen zu machen. Die Szene ist nicht immer leicht zu erreichen.

Wo kann man das Stück noch sehen, außer bei den monatlichen Aufführungen?
Man kann das Theater auch Buchen, ähnlich wie eine Band. Zum Beispiel für Familien- oder Firmenfeiern, wenn man mal keine gute Idee hat, was man dem Opa zum 70-er schenken soll, kann man zur Feier einfach das Theater zum Mitnehmen hinbestellen und die Familie bekommt eine Privatvorstellung.
Ab Sommer touren wir auch mit dem Originalstück „Die Physiker“ durch ganz Österreich.

Was sind eure Pläne für die Zukunft?
Es wäre toll, wenn wir das Ganze so weiterführen könnten, dass wir jedes Jahr ein anderes Stück spielen könnten. Das geht natürlich nur, wenn wir uns irgendwann Gagen leisten können. Wir wollen die Theaterszene in Wien gern noch länger beleben und immer wieder neu kreativ sein.

Fotos: Theater zum Mitnehmen

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Kultur, 1.6.15