Am Gürtel

 

The Loft 

Bei einem musikalischen Spektrum, das von 90er & 2000er Hits bis zu Hip Hop, Drum & Bass und Techno reicht, ist das Loft irgendwo zwischen Alternativ und Trash angesiedelt. Auf bis zu vier Floors findet normalerweise jeder das bevorzugte Genre. Die Anlage wurde kürzlich optimiert und die Lichtinstallation im Keller erinnert an die Grelle Forelle. Es lohnt sich einen genauen Blick ins Programm zu werfen, denn neben den vielen Studentenpartys werden immer wieder echte Schmankerl geboten. Bei circa 4 € für das große Bier und Eintrittspreisen meist unter 10 € ist das Loft ziemlich günstig im Vergleich.

 

Rhiz 

Ob das Rhiz sich wirklich als Club versteht sei dahingestellt, jedenfalls gibt es oft gute Partys dort. Die Kult Gürtel Location steht nach eigenen Angaben für außergewöhnliche Musik und die Befreiung von der Mainstream Kultur. Ganz nach dieser Devise hört man dort eher unkonventionelle Klänge und trifft entsprechend alternatives Publikum. Die Getränke sind preiswert, Eintritt wird, wenn überhaupt, nur wenig verlangt. 

 

Am Gürtel gibt es noch einige andere Locations, bei denen die Grenze zwischen Club, Bar und Konzertstätte verschwimmt. Für Indie-Fans ist das Chelsea oder das B72 eine super Anlaufstelle. Im Kramladen ist der Sound oft gut und die Preise günstig, ähnliches gilt für das Loop. Einen Tick alternativer (und lauter!) ist man definitiv im Venster 99 unterwegs, neben Konzerten finden dort oft richtig gute Underground Partys statt. 

 

Die Geheimtipps

 

celeste

 

Im celeste ist es ein bisschen so, als würde ein Freund mit erlesenem Musikgeschmack aber schwierigen Nachbarn eine Homeparty feiern, leider nicht nur was die entspannte Stimmung und das aufgeschlossene Publikum betrifft, sondern auch die Lautstärke. Wer es gerne laut und basslastig hat, ist hier wohl eher an der falschen Adresse, der Stimmung tut dies zum Glück aber keinen Abbruch. Bei experimentell-elektronischen Formaten wie Clubbduzz, Service oder Salon 2000 ist der Dancefloor gut gefüllt und die Leute feiern ganz unbeeindruckt von der fehlenden Lautstärke. Die Eintritte liegen selten über 5 € und die Getränkepreise sind moderat, damit gehört das celeste zweifellos zu den günstigsten Clubs der Stadt.  

 

Black Market 

Die relativ neue Underground Location nahe der Spittelau ist klein, dunkel und ziemlich laut. Das passt perfekt zu den Techno Afterhours, die hier oft stattfinden. In der Regel schwanken die Eintritte zwischen 5 und 8 €. 

 

Sass 

 

Die intime Kellerlocation mit der extravaganten Deckenbeleuchtung wird oft liebevoll als Wohnzimmer bezeichnet. Besonders beliebt sind definitiv die Donnerstags-Partys und die Morgengymnastik Afterhours jeden Sonntag. Auch Freitags und Samstags bemühen sich Veranstaltungsreihen wie Manifest oder Merkwürdig um ausgewählte Bookings in den Bereichen House, Disco und Techno. Der Eintritt liegt regulär meist bei 10 €. Auf eine hochwertige Getränkeauswahl wird im Sass sehr viel Wert gelegt, die Preise sind dementsprechend etwas höher. Dank Klimatisierung wird hier übrigens auch den Sommer hindurch gefeiert.

 

Opera Club  

 

Der Opera Club ist in den letzten Jahren zum Geheimtipp avanciert. Früher wurden noch die Charts totgespielt, mittlerweile finden aber eher Techno oder Hip Hop Partys dort statt. Die Anlage ist für einen Innenstadt-Club dieser Größe erstaunlich gut und die Eintritte liegen selten über 10 €. Ein kleines Manko sind die hohen Getränkepreise, die wohl auch auf die Lage im ersten Bezirk zurückzuführen sind. 

 

Der Camera Club, das Roxy, Titanic und Club U sind alteingesessene und sehr zentral gelegene Wiener Clubs, die an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollten. Zwar überzeugen dort weder die Anlage, noch die Inneneinrichtung so richtig, hin und wieder gibt es aber trotzdem ganz nette Partys dort.  

 

Für alle, die noch nicht genug haben: Hier geht es zu den Afterhours und hier feiert man unter der Woche.  

Header und Vorschaubild: (c) Sass Music Club 

Wann und wo die besten Partys stattfinden erfährst du in unserem Kalender.