Wir dachten ja Pubertät und die damit verbundenen Facebookposts von 2009 gemeinsam mit einem fragwürdigen Kleidungsstil waren anstrengend (waren sie auch), aber der Sprung ins Erwachsenenleben steht dem in nichts nach.  Nicht umsonst gibt es so viele coming of age Filme und sonstige Hollywood Produktionen, die uns vormachen, dass der erste Job zwar stressig sein mag, aber du trotzdem topgestylt mit einem überteuerten Iced Latte zur Arbeit kommst und dein*e anfängliche mürrische Chef*in deine harte Arbeit zu schätzen weiß und du plötzlich befördert wirst.

Zurück in der Realität, schaut das alles anders aus und du steckst zu dem noch in einer globalen Pandemie, die Planung sowieso unmöglich macht. Hinzu kommt noch, dass du vielleicht dein erstes graues Haar entdeckt hast, die Kater nicht mehr so gut wegsteckst wie mit 18, deine Ausbildung fast abgeschlossen und eine Liste an semi-erfolgreichen Gpsusis hast  (aber hey, immerhin hast du lustige Geschichten zu erzählen) und den Sprung ins Ungewisse wagst (ja, vielleicht waren die verdutzen Blicke deiner Eltern manchmal gerechtfertigt bei der Frage, wie du das Gelernte im Berufsleben anwenden wirst, nachdem du ihnen zum dritten Mal dein Studium erklärt hast) und die finanzielle/emotionale Nabelschur zu deinen Eltern abtrennst. 

Das kann alles ein wenig übergewältigend sein, deswegen haben wir eine kleine Liste mit Tipps zusammengestellt, die dieselbe Funktion hat, wie das Reperaturbier nach dem Kater:

1. Breathe

Wir sind immer gestresst, hetzen vom einen zum nächsten Praktikum und hätten mit 25 am liebsten schon zehn Jahre Berufserfahrung und ein Portfolio, dass dicker als die Bibel ist. Da hilft es manchmal einfach zu atmen und versuchen anzukommen. Hier geht's zur guided breathing meditation.

2. Rede mit anderen

Egal wie alt du genau bist, einem Großteil deiner Freunde wird es ähnlich gehen. Klar, manchmal geben es nicht alle gleich zu und jede*r hat andere Hürden zu meistern, aber manchmal findet man sich in anderen wieder. Komplementär dazu: Schau dir Videos von „Fuckup nights“ an  - da erzählen Menschen von ihren größten Misserfolgen (aua) und was sie daraus gelernt haben. Das Ziel ist es scheitern zu normalisieren und dass es okay ist noch nicht in allem der/die Beste zu sein. Vor allem als Mittzwanziger, wenn sich alles ein bisschen unsicher anfühlt und man nicht so recht weiß, wo die Reise hingeht.

 3. Trust the process

Leichter gesagt als getan, aber tu es. Oftmals sind wir in einem Dilemma aus „Ich habe keinen Stress und tie dye T-shirts sind angemessene Kleidung“ und „warum habe ich bisher noch nicht in Bitcoins investiert und ich vermeide es zu viele Kohlenhydrate zu essen“ und breaking news: das ist okay.  Du musst dein ganzes Leben noch nicht mit Mitte/Ende 20 geplant haben. Falls du es schon fixen Plan hast: großartig. Falls sich deine Pläne so gefestigt anfühlen (not), wie dein 1. Versuch Eischnee zu machen: auch großartig. Alles zu seiner Zeit – und einen festen Eischnee, kriegst du auch hin.

4. Du wirst ziemlich sicher dein ganzes restliches Leben hackln, also no rush

Dieser Punkt geht Hand in Hand mit dem vorherigen Punkt. Falls du gerade davorstehst, deinen ersten ‘richtigen’ Job anzufangen und die unterbezahlten Praktika endlich hinter dir lassen kannst (Glückwünsch an der Stelle), go for it und bleibe realistisch. Versuche deine Ansprüche nicht zu hoch anzusetzen und falls sich der 1. Job nicht als dein absoluter Traumjob herausstellt, ist es auch ok – genauso wie seine Meinung zu ändern. Bleibe flexibel und lass dich nicht unterkriegen von möglichen Wapplern.

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5. Lass dich impfen

Steht für sich und macht das Leben samt kleiner Krise leichter.

6. Enjoy

So anstrengend es auch sein kann (we really feel you) nicht genau zu wissen, was als nächstes kommt oder die bisherigen Pläne nochmal umzuschmeißen, es wird es wert sein. Bis dahin enjoy the ride, trink den ein oder anderen Spitzer, geh auf das Tinder-Date und schau auf dich.

 

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