Den weiten Weg aus Vorarlberg und viele Sprachbarrieren später, fühle ich mich nach drei Jahren fast wie eine waschechte Wienerin. Gelegentlich schüchtern mich Kellner in Kaffeehäuser zwar noch ein und „st“ kann ich immer noch nicht korrekt aussprechen, aber hey. Für alle Fellow-Voris und alle anderen die den Sommer in Wien verbringen, hier ein Auszug meiner Lieblingsorte:

Steinhofgründe

Trotz erstaunlich guter Integration und als beinahe Stadtkind, ruft mich manchmal der Berg. In diesem Falle ist der Berg zwar nur ein Hügel, aber solange ich mein Frischluftkontingent aufladen kann und der Hitze entkomme, ist alles gut. Besonders gern gehe ich zu den Steinhofengründen. Bequem mit dem 48A Bus ist man in knapp 30 Minuten da. Entweder regeneriere ich mit Freunden auf einer Picknickdecke und trinke einen Reparaturspritzer oder erkunde à la Katniss Everdeen die Wälder.

 

Café der Provinz

Da ich gefühlt die Reinkarnation einer Naschkatze bin, ist das Café der Provinz mein go to. Aber nicht nur wegen des Essens (Brunch dort ist übrigens auch sehr zu empfehlen) sollte man vorbeischauen, sondern im schattigen Schanigarten schmecken die Waffeln und Crêpes noch besser. Wenn man das Geld für einen Frankreichurlaub grad nicht locker hat, eignet sich das Café der Provinz als optimale Ersatzlösung. 

 

Donaustadtbrücke - Alte Donau

Zu meinen liebsten Badeplätzen gehört definitiv die Alte Donau. Ich steige bei Donaustadtbrücke aus und spaziere zu einem der vielen Badestege. Berührungsängste darf man keine haben, weil meistens jeder Quadratmeter des Steges voll mit Handtüchern ist. Aber für Leute wie mich, die zum absoluten Ninja werden, sobald sie was im Wasser berührt, helfen die Treppen beim ins Wasser gehen um Seegras & Co. zu vermeiden. 

 

Kolar Beisl

Auch wenn es für einen Mythos gehalten wurde, aber man muss nicht 74 Kamele und 3kg Gold hinblättern, um im 1. Bezirk essen zu gehen. Im Kolar gibt’s leckere belegte Fladen zu günstigen Preisen. Draußen sitzt man im Schanigarten und fühlt sich in der gepflasterten Gasse ein bisschen wie in eine andere Zeit versetzt.  

 

MQ

Unter Studenten ist das MQ im Sommer, wie die Packung Nudeln und das Pesto: darf nicht fehlen. Ähnlich hält sich das auch bei mir und so trifft man dort im Sommer oft auf mich. Entweder sitze ich auf einem der Enzis oder sprinte zu einem hin, sobald einer frei wird. 

 

Zollergasse

Seit ich in Wien wohne, ist meine Schanigarten-Liebe exponentiell gestiegen. Man sitzt draußen, vorzugsweise mit einem Spritzer in der Hand und hat das Gefühl als ob man gerade bei Freunden im Garten sitzt. Insofern ist die Zollergasse in Sachen Schanigarten sowas wie mein Geliebter. Falls der eine also voll sein sollte, geht man fünf Centimeter weiter und sitzt schon im nächsten. Zu meinen Favoriten zählen hier das Ganz Wien und das Café Europa (hier kriegt man bis 4.30 Uhr in der Früh richtig leckeres Essen).   

Weitere schöne Sommerlocations gibt es hier. 

 

Header- und Einleitungsbild: MQ Haupthof (c) Udo Titz

 

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