Die Sonne scheint, der Spritzer kühlt. Bobos pilgern auf die Märkte, Studenten an den Donaukanal, der erste Bezirk wird zum Schanigarten erklärt und alle anderen setzen sich auf den nächsten freien Platz im MQ. Wer dem Trubel und der Hitze entgehen mag, wird hier fündig: Die schattigen Gastgärten Wiens. Schön versteckt und garantiert frei von Touristen.

Lucullus

Neulinggasse 29, 1030 Wien

Jeder, der nichtsahnend durch den dritten Bezirk spaziert und über diese Oase stolpert, wird sich kurz wundern, ob er noch in Wien ist oder doch in einer mediterranen Interpretation von 1001 Nacht. Die Besitzer haben hier ein wahres kleines Paradies, inmitten vom Gemeindebaucharm des dritten Bezirks, errichtet. Der Gastgarten ist zwar nicht in einem Innenhof, aber so gut von der Straße abgeschirmt, dass man schnell vergisst, wo man ist. Die Küche ist übrigens auch gut und bietet internationale sowie heimische Köstlichkeiten. 

Hotel am Brillantengrund

Bandgasse 4, 1070

Hier findest du einen wilden Mix aus Palmen und Geranien in dem versteckten und im lässigen 50er Jahre Stil eingerichteten Gastgarten. Die Mama in der Küche kocht hauptsächlich philippinisch, das Frühstück bleibt mit wenigen Ausnahmen österreichisch.

Hildebrandt Café

Volkskundemuseum, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Der wunderbare Garten des Volkskundemuseum grenzt an den wunderbaren Schönbornpark und ist eine grüne Oase in der sonst eher steinigen Josefstadt. Zu Essen gibt es Gesundes und Buntes von Dhal über Gulasch bis Salate. Die Mittagsgerichte wechseln täglich und die Kuchen sind selbstgebacken.

Im Moment findet im Garten des Volkskundemuseums das Kurzfilmfestival Dotdotdot statt, absolut sehenswert! 

 

Café Rüdigerhof

Hamburgerstraße 20, 1050 Wien

Gleich an der Wienzeile liegt das Café Rüdigerhof in einem denkmalgeschützten Jugendstilgebäude. Das traditionelle Wiener Lokal im Inneren ist nicht unbedingt chic oder außergewöhnlich. Der Gastgarten aber schon. Unter Bäumen kann man hier auch zu späterer Stunde laue Abende genießen. Auf den Radweg daneben herrscht oft reger Verkehr, die Straße ist aber doch ein Stück weg, so hört man hier fast keinen Autolärm. Ein wahrer Geheimtipp mit Hausmannskost im Angebot.

 

Mill

Millergasse 32, 1060 Wien

Auf den dunklen Holztischen leuchten bunte Kerzen und rundherum stehen unzählige Pflanzen. Eine kleine Oase mitten im Sechsten und der perfekte Ort für ein romantisches Date. An lauen Sommerabenden ist das Mill bis auf den letzten Platz belegt.

 

Gartencafé

Stumpergasse 3, 1060 Wien

Fast ein bisschen wie bei Oma im Schrebergarten. Leckerer Kuchen auf grün-weißen Gartensesseln, an die kleine Terrasse grenzt eine Rasenfläche und der Innenhof bietet auch an sonnigen Tagen viel Schatten.

 

Glacis Beisl

Breite Gasse 4, 1070 Wien

Mitten im Museumsquartier und trotzdem fernab der Massen. Schon das Schild am Eingangstor erinnert an eine Märchenwelt. Dahinter wird’s noch besser: Lichterketten hangeln sich von Baum zu Baum, dazwischen stehen bunte Blumen und unter der Laube ist‘s auch im Hochsommer schön schattig.

 

Indus

Radetzkystrasse 20, 1030 Wien

Indische Lokale sind selten bekannt für ihre schönen Gastgärten. Das Indus ist anders: Sehr schlicht, sehr stilvoll, authentische Küche und ein kleiner, dafür umso süßer, Gastgarten umgeben von einer Backsteinmauer, wunderschönen Holztischen und grandioser Beleuchtung.

  

Lima 56

Favoritenstr. 56, 1040 Wien

Vorweg: Meerschweinchen gibt es in dem peruanischen Restaurant nicht. Dafür neben sehr interessantem, gutem Essen wie in Limettensaft marinierte Fischwürfel mit geröstetem Mais oder Rinderherzfleisch-Spieße in peruanischer Marinade einen wunderschönen Innenhofgarten. Unter den großen Ottakringer Schirmen fühlt man sich zwar nicht gerade wie in Südamerika, dafür kann man hier wunderbar laue Wiener Sommerabende verbringen. 

Auf der nächsten Seite findest du sieben weitere schöne, schattige Gastgärten.

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