Auch wenn es theoretisch die Möglichkeit für Lieferdienste und Selbstabholung gibt, ist das mit der Suppe leider immer so eine Sache: Schwer zu transportieren und kalt, schon bevor man überhaupt zu Hause ankommt. Versucht euch doch mal an einer hausgemachten Rindersuppe auf vietnamesische Art, denn auch wenn Frittaten und Grießnockerl eine traumhafte Suppeneinlage sind, so geht doch nichts über ein bisschen Abwechslung und Experimentierfreudigkeit. Also ran an den Koriander und los geht’s mit dem selbstgemachten Pho Bo!

Bei der Zubereitung von Pho braucht man besonders eines: Zeit. Dabei muss man sich diese nicht einmal aktiv nehmen, denn haben es erst einmal alle Zutaten in den Topf geschafft, passiert der Zauber wie von selbst. Ideal also für einen Tag im Home-Office: Am Morgen auf den Herd Stellen und zur Mittagspause genießen! 

Zutaten für einen großen Topf Pho:

2 Zwiebeln

2 Frühlingszwiebeln

½ Stange Porree

1 Stück Ingwer

4-8 Knoblauchzehen

2 Chilischoten

Etwas Zitronengras

Ca. 750 Gramm Rinderknochen

Ca. 400 Gramm Rindfleisch (z.B. Suppenfleisch)

5 Sternanise

2 Zimtstangen

Ein paar Pfefferkörner

Ein paar Nelken

Salz

 

Zutaten für die Suppeneinlage:

Reisbandnudeln

Mungo-Sprossen

Frühlingszwiebel

Koriander (Alternativ: Thai Basilikum)

Chilischote

Limetten

Fischsauce

Rinderfilet oder Rumpsteak

 

Zubereitung:

Zuallererst musst du alle Zutaten säubern und in eine geeignete Größe bringen. Dabei kannst du ruhig etwas gröber arbeiten. Das heißt, Zwiebel, Frühlingszwiebel, Lauch, Knoblauch, Ingwer, Chili und Zitronengras werden einfach der Längsseite entlang halbiert. Für einen intensiveren Geschmack kannst du das Gemüse kurz bei sehr hoher Temperatur (z.B. Grillfunktion) ins Backrohr stellen, bis es etwas Farbe annimmt. Hast du alle Zutaten bereit, kannst du direkt mit der Brühe beginnen. Dafür legst du das gewaschene Fleisch und die Knochen in einen großen Topf und bedeckst sie mit Wasser (ca. 1,5 – 2 Liter). Wenn das Wasser kocht, gibst du auch das Gemüse in den Topf und reduzierst die Hitze. 

Jetzt röstest du kurz Zimt, Nelken, Sternanis und Pfefferkörner in einer kleinen Pfanne an, damit sich das Aroma entfalten kann. Im Anschluss kommen auch die Gewürze in den großen Suppentopf (ausreichend Salz nicht vergessen!). Nun heißt es geduldig sein: Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze lässt du jetzt die Suppe für mindestens 4 Stunden vor sich hin köcheln. Nun noch mit etwas Salz, Pfeffer und Fischsauce abschmecken. Hat die Suppe die gewünschte Würze, entfernst du alle Zutaten (außer das Fleisch) und gießt die Suppe durch ein feines Sieb, um eine klare Brühe zu erhalten.

Für die Suppeneinlagen kochst du zuerst die Reisbandnudeln für etwa 5-8 Minuten, bis sie noch eine leicht bissfeste Konsistenz haben. Das rohe Rindfleisch schneidest du in sehr dünne Streifen. 

Tipp: Legst du das Fleisch ca. ½-1 Stunde zuvor ins Gefrierfach lässt es sich viel leichter hauchdünn schneiden. 

Frühlingszwiebel und Chili hackst du in kleine Ringe, den Koriander zupfst du einfach grob vom Stängel. Die Limette kannst du einfach vierteln. Zum Anrichten begießt du die Reisbandnudeln mit der Suppe und fügst im Anschluss das gekochte Fleisch, die rohen Steakscheiben, Chili, Frühlingszwiebel, Mungo-Sprossen, Koriander und ein Stück Limette hinzu. Die Suppe sollte sehr heiß sein, da das rohe Fleisch quasi durch das begießen mit Suppe gegart wird. – Guten Appetit!

Noch mehr Küchenprojekte? Wie wärs mit folgendem: selbstgemachten Ciabatta oder Gyoza, Bärlauchgnocchi oder Spätzle.

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