Wer Festivals mag und auf Glitzer steht, hat vergangenes Wochenende einiges verpasst. Kurz gesagt: Es war wundervoll. Danke an die großartige Tanz durch den Tag-Crew! Und an alle, die nicht dort waren: Das hast du verpasst:

▲ UP’S ▲

▲ Areal ▲

Die Donauinsel ist sowieso toll und es war von Anfang an klar, dass die Tanz durch Tag-Crew jede Menge Liebe in dieses Event stecken wird. Mit dem Bühnenbauer der Fusion hatten sie zudem einen absoluten Experten an Bord. Wir haben viel erwartet und wurden trotzdem noch überrascht: Die Donauinsel verwandelte sich drei Tage lang in einen märchenhaften Zauberwald, unter jedem Baum funkelte und glitzerte es, man spazierte durch verwunschene Tore und entdeckte überall süße Sitzgruppen, Himmelbetten, Kunstwerke und Discokugeln. 

Und der Dj spielte auf einem Floor aus einer lebensgroßen Kuckucksuhr. Wer braucht da noch bewusstseinserweiternde Drogen? 

 

▲ Glitzer, Glitzer, Glitzer▲

Wenn man drei Wochen später in einem Meeting noch immer auf die Glitzerpartikel im Bart hingewiesen wird, dann muss die Party gut gewesen sein … Wer nicht schon glitzernd angereist war, der wurde im Glitzer Stüberl aufgefunkelt und so gab es kaum einen Festivalbesucher ohne. Auf diese Weise wurden die Besucher zu kleinen Discokugeln und schimmernden Kunstwerken, die sich perfekt in die verrückte Märchenwelt einfügten. 

 

▲ Die Menschen ▲

Die Besucher waren buntgemischt, bestens gelaunt und megaentspannt (außer man wollte mit Schuhen den Teppich mitten auf der Tanzfläche betreten …). Die „Wir haben uns alle lieb“-Attitüde der Tanz durch den Tag-Crew übertrug sich auf das Gemüt der Gäste und alle grinsten um die Wette. 

Sogar die Familien mit Kindern hatten Spaß und störten nicht. 

Auch toll: Die vielen freiwilligen Helfern, die verrückt verkleidet umherwandelten und zum Beispiel Taschenaschenbecher verteilten oder kleine Performances veranstalteten. 

 

▲ Der Sound ▲

Die Musik war so vielfältig, dass echt für jeden was dabei war - auch wenn die Menschen hier primär wegen des Gesamterlebnis und nicht wegen eines bestimmten Acts kamen. Die Stimmung auf der Tanzfäche war mega, der Sound super tanzbar und uns hat es absolut getaugt.

 

▲ Die Preise ▲

Ein All-in-one-Ticket für 60 Euro, ein Tagesticket für 20 Euro, der riesengroße, richtig gute weiße Spritzer kostete 4,50 Euro und das Wasser durftest du gratis mitbringen und vor Ort auffüllen. Wer diese Preise mit anderen österreichischen Festivals, mit Clubs oder Lokalen vergleicht, kann es kaum fassen. Absolut top!

 

▲ Die wilde Heilkunstwiese ▲

Ich gebe es zu: Ich fand es süß, aber ziemlich sinnlos: Wer will schon Yoga an einem Festival machen? Aber siehe da: Die Kurse waren gut besucht, die Schlange bei der Nackenmassage lang, die Hängematten sehr einladend und der Tempel der Heilkunst herrlich mysteriös. 

 

▲ Das Umweltbewusstsein ▲

Am Eingang bekam man sofort einen Taschenascher geschenkt, damit die Donauinsel so Tschickstummelfrei wie möglich bleibt, auf die Becher war natürlich Pfand und sogar das Glitzer war biologisch abbaubar. 

 

▲ Die Organisation ▲

Die Anfahrt war extrem unkompliziert, die Schuttlebusse zwischen der U2-Station Donaustadtbrücke und dem Festivalgelände fuhren im 10-Minutentakt, waren groß, sauber und klimatisiert, am Eingang gab es keine Warteschlangen, die Ordner und Securities blieben dezent im Hintergrund und selbst an den Bars musste man immer nur kurze Zeit warten. Sogar die Rückfahrt verlief – soweit wir uns erinnern – ganz easy ohne lange Wartezeiten.

 

▼ DOWN’S ▼

▼ Das Wetter ▼

Die Wettervorhersagen haben schon vor Festivalbeginn schlechte Stimmung verbreitet. Denn Regen am Open Air im Juli braucht echt niemand. Dabei war’s dann tatsächlich viel besser als angekündigt: Am Samstag sogar absolut perfekt, am Sonntag leider nicht ganz so super. Das ist großes Pech und wir hoffen auf mehr Sonnenschein im kommenden Jahr. Die Crew hat es sich echt verdient. 

 

▼ Das frühe Ende ▼

Als die Musik um 22 Uhr abgedreht wurde (bzw. abgedreht werden musste), hatte sich die bestens gelaunte Meute vor der Kuckucksuhr gerade so richtig warmgetanzt. Nach unserem Geschmack hätte hier auch noch die Nacht durchgetanzt werden können. Das liegt vermutlich an den Auflagen der Stadt Wien, ist aber trotzdem verdammt schade.

 

Ein Festivalbericht übers Lighthouse Festival 2017, findet ihr hier.

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Kultur, 25.7.18