„It has been a wild ride” beschreibt 2019 ganz gut. Die Ereignisse haben sich überschlagen und es schien fast so, als ob Österreich eine Fernsehsendung aus den Händen von dramatischen Telenovela-Drehbuchautoren war. Darum haben wir uns die Mühe gemacht, euch zusammenzufassen, wofür wir dankbar sind, was uns am Oasch geht, was wir von 2020 erwarten und was sonst so passiert ist. Without further ado:

 

 1. IBIZA

Der ORF hatte wahrscheinlich lange nicht mehr so gute Einschaltquoten wie diesen Mai. Wenn du Freunden aus dem Ausland die Ibiza Story rund um Strache und Co. erzählt hast, haben sie dich vermutlich gefragt, ob du es nicht mit dem Plot eines schlecht produzierten Thriller verwechselst.

Wir sind jedenfalls froh und finden, dass der 17. Mai ein Feiertag werden sollte und überall in der Stadt „OOOOH, WE’RE GOING TO IBIZA*“ läuft.

*kleines Shoutout an VDB der sich immer um eine korrekte Aussprache bemüht hat.

2. Greta Thunberg

Wenige Leute haben mit nur 15 Jahren so viel bewegt wie Greta. Wir lieben ihr Engagement, ihren Biss und ihren Mut. Sie bringt es auf den Punkt: Wir müssen was tun. Sie macht es wirklich und hat Millionen von Menschen inspiriert. Die Fridays for Future Bewegung hat Millionen von jungen Menschen dazu gebracht auf die Straße zu gehen und Politiker*innen endlich zu Handlungen zu bewegen.

3. S-Bahn fährt durch

Endlich! Die S-Bahn fährt in Wien am Wochenende durchgehend in der Nacht. 2006 bis 2010 ist sie das zwar auch schon, aber es wurde mit der Einführung der Nacht-Ubahn wieder eingestellt. Jetzt ist aber auch die S-Bahn am Wochenende wieder rund um die Uhr im Einsatz. Dichtere Intervalle untertags sind ebenfalls geplant - uns freut es!

4. Baby Yoda

Es war schnell und plötzlich: Instagram war auf einmal voll mit Baby Yoda. Die junge Version des weisen alten Jedi-Meisters stammt aus der neuen Disney+ Serie „The Mandalorian“ und der Hype reißt nicht ab. Ist es der kleine Mantel, der ihm trotzdem noch zu groß ist, die großen Kulleraugen oder der leicht verwirrte Blick? Fest steht, Baby Yoda ist unser persönliches Maskottchen für 2019.

Ab März 2020 gibt es den Streaming Service Disney+ auch bei uns und du kannst du Baby Yoda auf dem Fernseher anschmachten.

 

5. Bierlein

Das Jahr war sehr chaotisch. Aber Brigitte Bierlein und ihr Kabinett haben es geschafft, kein Drama zu verursachen. Anstatt Dramen, kürzt sie lieber das Budget für Inserate von 6,5 Millionen unter Schwarz-Blau auf 4,4 Millionen. Und wir sind sehr stolz, dass Österreich zum ersten Mal eine Bundeskanzlerin hat. 

Die Übergangsregierung unter Bierlein ist für Österreich sowas wie die Person, die du betrunken auf dem Klo triffst und dich mit Taschentüchern, Kaugummis und Parfüm versorgt – danke <3!

6. Nervige Spotify Rückblicke

Jede*r postet Screenshots vom Lieblingskünstler, der Lieblingssängerin, dem Lieblingslied oder wie viel Stunden sie Musik auf Spotify gehört haben. Achtung, jetzt kommt aber eine hard-to-swallow-pill: es interessiert niemanden.

Daraus kann man schließen, dass wir alle (lügt jetzt nicht) tief in uns noch dieses pubertierende Wesen in uns haben, das auf Biegen und Brechen edgy und besonders sein will – besonders wenn es um Musik geht. „Was du kennst nicht diese Künstler*in aus Guatemala die in ihren Liedern auf den Buchstaben E verzichtet? Die ist mega nice!“.

Unser Musikgeschmack sagt einiges über uns aus, ja. Aber diese kleine Selbstprofelierungsshow à la „Schaut wie gut mein Musikgeschmack ist“ nervt. Wir stehen zumindest dazu ab und zu auch trashy Musik zu hören: ein hoch auf Jonas Brothers, No Angels und Sunrise Avenue!

 

 Mehr über "kriminelle Machenschaften" in Wien und wer dieses Jahr in Österreich verschwunden ist erfährst du auf der nächsten Seite!

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