Alle lieben das Museumsquartier. Zu Recht. Super coole und moderne Architektur trifft auf Wiener Prunk, sowohl von außen als auch von innen. Hier kannst du dich von einem anstrengenden Shoppingnachmittag auf der Mahü erholen, (ohne Konsumzwang) auf einem Enzi chillen, einen Museumsbesuch mit einem Frühstücksdate verbinden, (gratis) Konzerte anhören (gerade findet das Electric Spring Festival statt) oder einfach gut essen gehen.

 

Das Schönste: der Gastgarten vom Glacis Beisl

Das Nervigste: zu viel Kindergeschrei vorm Dschungel Wien 

Musst du gesehen haben: die Schiele Ausstellung im Leopold Museum

Musst du probiert haben: die Poké Bowl im Café Leopold

 

 

Lokale

Café Leopold

Das Café Leopold und vor allem der Gastgarten mitten im Hof des MQ ist wohl einer der coolsten Orte Wiens. Dort kann man stundenlang Sitzen, das Treiben beobachten, arbeiten oder einfach Aperol Spritzer trinken. Seit der Neueröffnung im vergangenen Jahr ist sowohl die Einrichtung als auch die Karte des Leopolds um einiges hipper geworden. Die Betreiber von Ra’mien und Shanghai Tan haben das in die Jahr gekommene Szene Lokal komplett saniert. Dabei hat man sich am Stil der Kunstwerke im Leopold Museum, also von Klimt bis Schiele, orientiert. Vor allem das Speisenangebot kann sich sehen lassen. Die asiatische Karte bietet Gyoza, klassische Sushi Sets, Reisgerichte, Currys und  - mein persönlicher Favorit – Poké Bowls. Alles wirklich gut und preislich voll ok. Auch die Bar ist gut bestückt und bietet neben Bier und Wein auch Kattus Sekt und hochwertige Spirituosen wie Blue Gin.

 

Café Halle 

Das Café Halle, auf der anderen Seite des Hofs gelegen, hat einen ebenso schicken Gastgarten und ist auch so ein MQ-Klassiker. Die Architektur drinnen ist aber ebenso sehenswert. Die Möbel sind sehr schlicht, aber die hohen Decken mit Stuck und Designerlampen sind ein wahrer Eye Catcher. Das Essen ist kreativer als in den meisten Museumslokalen. Die Tageskarte wechselt ständig und ist immer frisch. Besonders das Frühstück (täglich bis 16 Uhr) in Kombi mit Kunsthallen Tickets lohnt sich.

 

Glacis Beisl 

Zugang über Breite Gasse 4

Das gehobenste Lokal im MQ ist das Glacis Beisl. Ja, auch ein Beisl kann nobel sein. Die Küche ist aber mit Blunzen, Krautfleckerl, Gulasch und Co sehr bodenständig und von guter Qualität. Außerdem gibt es ein täglich wechselndes Menü. Das Lokal liegt etwas versteckt zwischen MQ und Spittelberg, daher verirren sich hier weit weniger Touristen her als mitten in den MQ Hof. Der Preis für den idyllischsten Schanigarten des Museumsquartiers geht somit an das Glacis Beisl. Besonders schön am Abend unter Lichterketten.

 

MQ Kantine 

Die Kantine ist ein gemütliches Lokal mit einem Schanigarten mitten im Hof, an dem ziemlich lange die Sonne hinscheint. Das Essen ist nicht sehr außergewöhnlich, aber gut und auch preislich in Ordnung. Die Pita Fladenbrote gehen immer. Drinnen sitzt man entweder in der gemütlichen Lounge Ecke mit Blick auf die Bücherei nebenan oder auf erhöhten Bartischen. Die hohe Gewölbedecke ist cool bemalt.

 

Kunst und Kultur

Kunsthalle 

Vielschichtige Gegenwartskunst, Einzel- und Gruppenausstellungen, coole zeitgenössische Künstler und faire Eintrittspreise für Studenten (nur 2 €) – die Kunsthalle bietet interessante Ausstellungen für alle, die nicht so auf 100 Jahre alten Prunk stehen. Neben Sonntagsführungen gibt es auch immer wieder interessante Talks und Podiumsdiskussionen, sowohl zu aktuellen Ausstellungen als auch zu gesellschaftsrelevanten Themen. Die Kunsthalle ist nicht zu verwechseln mit der Halle E+G gleich daneben, wo immer wieder Musicals, Shows und Aufführungen des Tanzquartiers stattfinden.

 

Leopold Museum 

Wer sich wirklich mit österreichischer Kunst beschäftigen will, der kommt um das Leopold Museum nicht herum. Die Sammlung Leopold zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen moderner österreichischer Kunst – sie konzentriert sich vor allem auf Werke des 20. Jahrhunderts. Unter den mehr als 5.000 Exponaten ist unter anderem die größte Egon-Schiele-Kollektion, gemeinsam mit Werken von Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Albin Egger-Lienz. Das Gebäude gleicht einem großen weißen Würfel und wird bei Gelegenheiten, wie dem „Winter im MQ“ mit coolen Visuals bespielt.

 

Mumok 

Das mumok ist das größte Museum im Zentrum Europas für die Kunst seit der Moderne. Es macht die internationale und österreichische Avantgarde in ihren unterschiedlichen Facetten für alle Kunstinteressierten zugänglich. Von Pablo Picasso über Andy Warhol bis zu Albert Oehlen und Cosima von Bonin stellen die Sammlungs- und Sonderausstellungen eine Melange aus Tradition und Experiment, Vergangenheit und Gegenwart dar. Studierende unter 27 Jahren zahlen nur zwölf Euro für ein Semesterticket. Wenn die Sonne scheint kann man sich auch ganz cool am Stiegenaufgang breit machen.

 

Header und Vorschaubild: (c) Hertha Hurnaus

 

Hier geht es zu weiteren, ziemlich außergewöhnlichen Museen in Wien.

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