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Ein bisschen konnten wir ihn schon erahnen und irgendwann muss er ja kommen – der Sommer in Wien. Die Vorfreude ist bereits riesengroß. Sollte es aber zwischendurch doch ein paar Regentage geben, bitte nicht traurig sein! Die Kunsthäuser Wiens muntern dich garantiert auf. Eine Auswahl der besten Ausstellungen im Sommer 2017 als perfektes Schlechtwetterprogramm findest du hier:

 

How To Live Together 

Kunsthalle Wien 25.5.-15.10.2017

Foto: Stephan Wyckoff: Paul Graham, Beyond Caring, 1984/85, © Paul Graham, Courtesy Anthony Reynolds Gallery, London; Goshka Macuga, To the Son of Man Who Ate the Scroll, 2016, Courtesy Fondazione Prada, Mailand

Wie der Name schon sagt - bei dieser Ausstellung geht es um unser Zusammenleben. Dabei ist aber nicht nur im Privaten gemeint, sondern vor allem um sich wandelnde soziale Beziehungen, Politik und Ökonomie. Über 30 internationale Künstler haben sich damit beschäftigt. Es wird gezeigt, dass das Fremde etwas ist, wozu Menschen gemacht werden. Emotionen wie Liebe, Sehnsucht nach Frieden oder Solidarität werden angesprochen. Wenn du dir eine Community College Card um 16 Euro (8 Euro ermäßigt) im Kunsthallen Shop besorgst, kannst du bis zum 15. Oktober jederzeit in die Ausstellung gehen und auch alle anderen Veranstaltungen besuchen, die im Rahmen des Community College während der Laufzeit angeboten werden.

Jeden Sonntag gilt: Pay as you wish!

 

Vienna Biennale

MAK, 21.6.-1.10.2017

Foto: Stephan Bogner, Philipp Schmitt und Jonas Voigt, Raising Robotic Natives, 2016 © Jonas Voigt

Die Vienna Biennale verbindet Kunst, Design und Architektur. Das hochgesteckte Ziel lautet: Die Welt verbessern! Das Thema "Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft" passt perfekt in ein neues digitales Zeitalter. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Wohlstand, aber auch den Ängsten, die wir mit Automatisierung und Robotik verbinden. Die Biennale wird an vielen Ausstellungsorten stattfinden, das MAK bildet aber immer das Zentrum. Rund 300 DesignerInnen, KünstlerInnen und ArchitektInnen zeichnene ein mal utopisches, mal realistisches, mal katastrophales, mal tolles Bild von unserer digitalen Zukunft. 

 

Woman. Feministische Avantgarde der 1970er-Jahre aus der Sammlung Verbund

mumok 6.5 - 3.9.2017

Foto: Suzy Lake; Imitations of Myself, 1973/2012, Farbgelatineabzug auf Fuji Crystal Archivpapier auf Dibond © Suzy Lake / Courtesy of Georgia Scherman, Toronto SAMMLUNG VERBUND, Wien

Von der Rolle als Muse und Modell emanzipierten sich die Künstlerinnen von ihrem Objektstatus hin zum Subjekt: Die radikale und ironische Auseinandersetzung mit den Rollen der Mutter, Haus- und Ehefrau beleuchtet zentrale Themen wie die weibliche Sexualität, Körper, Klischees und Stereotype eines Frauenbildes und auch Gewalt gegen Frauen. Die Werke dieser insgesamt 47 europäischen, nord- und südamerikanischen Künstlerinnen, welche in den 1970er-Jahren zum ersten Mal ein eigenes "Bild der Frau" kreierten, verdienen definitiv Aufmerksamkeit.

 

 

James Welling: Metamorphosis

Bank Austria Kunstforum Wien 5.5 - 16.7.2017

Foto: James Welling, 4600 (aus der Serie Choreograph, 2014–17), 2015 © the artist, courtesy David Zwirner, New York/London

Die Grenzen zwischen Malerei, Fotografie, Film, Architektur, Bildhauerei und Tanz lässt der amerikanische Fotokünstler Welling verschwimmen und fasziniert mit seinen experimentellen Arbeiten, die bislang in den wichtigsten Museen der USA ausgestellt wurden. Nun findet eine Auswahl von Wellings Bildserien endlich ihren Weg nach Wien. Diese verdeutlicht den fundamentalen Wandel der Fotografie in den letzten Jahrzehnten.

 

Bruce Davidson

WestLicht 15.6 - 13.8.2017

Foto: Bessie Gakaubowicz, Garden Cafeteria,  New York, 1973‐1976  © Bruce Davidson / Magnum Photos 

Mit knapp 60 Jahren Mitgliedschaft ist Davidson einer der prominentesten Fotografen der Agentur Magnum Photos. Zum 70. Geburtstag der legendären Fotografenkooperative bietet die Ausstellung einen Überblick über sein gesamtes Schaffen. Sein persönlicher Blick auf die Realität, seine Auseinandersetzung mit der rauen Wirklichkeit des Alltags und die prekären Umstände, in denen sich seine Protagonisten bewegen, ermöglichen dem Betrachter seiner Serien Zugang zu anderen Lebenswelten. 

 

Edward Burtynsky - Wasser

Kunst Haus Wien 23.3. - 27.8.2017

Foto: Edward Burtynsky, Colorado River Delta #8, Salinas, Baja, Mexico 2011 © Edward Burtynsky, courtesy Admira, Milan / Galerie Springer Berlin / Metivier Gallery, Toronto

Fünf Kontinente durchquerte der Künstler, um ökologische Extremsituationen zu erkunden. Ausgewählte Orte, an denen das Gleichgewicht durch menschliche Eingriffe zerstört wurde, bezeugen, welche Gefahren in der fortwährenden Ausbeutung von Wasserressourcen liegen. Die aufwändig, aus Vogelperspektive fotografierten, Aufnahmen weisen wunderbare Farben auf, sie betören mit ihrer Ästhetik und bilden somit einen Widerspruch zu den brutalen Bildinhalten.

 

Zu den schönsten Museumslokalen geht es hier!

 

Vorschaubild: Lynn Hershman Leeson Roberta Construction Chart #1, 1975 C-Print © Lynn Hershman Leeson SAMMLUNG VERBUND, Wien
Headerbild: Edward Burtynsky, Salinas #3, Càdiz, Spain 2013 © Edward Burtynsky, courtesy Admira, Milan / Galerie Springer Berlin / Metivier Gallery, Toronto

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Kultur, 14.7.16