#7 Straßenbemalung 

Als politisches Symbol für Offenheit und Toleranz gestartet, macht der „Rainbow Crosswalk“ auch optisch eine super Figur und würde gut ins Stadtbild passen (Ampelpärchen, i am looking in your direction). Variationen dieses Designs kommen auch auf Stiegen oder Plätzen gut an. Wenn man abwaschbare Kreidefarben nimmt, ist das Kunstwerk zwar bald wieder weg, dafür gibt es aber auch keinen Ärger von der MA 46 (Verkehr). Trotzdem, besser vorher nachfragen!

 

#8 Urban Gardening

In Wien gibt es eine Menge toller Gemeinschaftsgärten an denen dein grüner Daumen seine Freude haben kann. Abseits dieser Projekte kannst du dich auch beim Guerilla Gardening versuchen um grauen Flächen ein bisschen Farbe zu verleihen. Zum Beispiel einen Tetrapack oder eine Plastikflasche aufschneiden, mit Erde füllen und Samen/Pflanzen einsetzen. Das Ganze dann an Zäunen oder Wänden befestigen. Die Profis unter euch können auch eine eigene Blumenpalette an der Wand anmachen (siehe Bild). Die GB* bietet außerdem die tolle Möglichkeit, einen Baum in der Stadt zu „adoptieren“ und die Erde rundherum zu bepflanzen.

 

#9 Grätzl Oase

Bei der Grätzloase handelt es sich um Parkplätze, die temporär für andere Zwecke beansprucht werden können. Willst du eine Sitzgelegenheit vor der Tür, eine Wuzzel-, oder Tischtennis-Tisch aufstellen? Projekt hier einreichen! Das Beste daran: Die Kosten für Material, Equipment etc. werden oft unterstützt!

 

#10 Straßenbeleuchtung Deluxe

Hier sind wir schon bei den Profi-Tipps angelangt. Beleuchtung in Städten ist wichtig für das Sicherheitsgefühl und den generellen Wohlfühlfaktor. Wie man Straßenbeleuchtung abseits der Konventionen gestalten kann, zeigt dieses Beispiel der Pittaki Street in Athen. Dieser Platz war früher ein verruchter Drogenumschlagplatz, doch dann haben sich die Anrainer zusammengetan und sammelten alle Lampen die sie finden konnten, um sie anschließend als Beleuchtung aufzuhängen. Die Drogendealer verschwanden, die Touristen und selbsternannten Influencer kamen um sich vor der Straße abzulichten. Alternativ schafft Wandbeleuchtung einen ähnlichen Effekt. Für Projekte dieser Art unbedingt die Nachbarn miteinbeziehen!

 

#11 Straßenfeste

Ein Straßen-, oder Gassenfest (wie hier das Theobaldgassenfest) zu veranstalten klingt erstmal nach viel Arbeit, ist jedoch nicht so schwierig wie du denkst. Wenn du glaubst deine wenig befahrene Straße braucht mal wieder mehr Aufmerksamkeit, frag deine Nachbarn ob sie nicht Lust auf eine wilde Straßenparty haben (bis 22 Uhr). Der Wiener GB* hilft bei den Anmeldeformalitäten und Materialien wie z.B. Sitzgelegenheiten. Besonders Gastronomen sind dieser Idee oft zugeneigt. Noch leichter kann man ein Fest an nicht-befahrenen Orten wie Parks oder Plätzen veranstalten.

 

Solltest du vorhaben, eines dieser Projekte an einem privaten oder öffentlichen Ort umzusetzen, empfehlen wir dir vorab die Erlaubnis des Besitzers (privat oder öffentlich, z.B. Stadt Wien) einzuholen. Dadurch kannst du Ärger vermeiden und dein Kunstwerk entgeht der Gefahr, sofort wieder entfernt zu werden. Auch hier können die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung weiterhelfen, und die Stadt Wien unterstützt geplante Kunstprojekte sogar oft finanziell.  

 

Header: (c) Daniel Auer
Vorschaubild: (c) Christian Fürthner / MA21

Wien ist bereits voller Kunst, sogar in der U-Bahn.

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