Gemütlicher Brunch in der Sonne

Sofern das ausgewählte Hotel kein leckeres Frühstücksbuffet dabei hat kann man es sich in einem der vielen netten Cafés in Brünn gut gehen lassen. Eine der coolsten Adressen für Brunch ist sicher das "Bavard Café", allerdings muss man hier reservieren, denn das kleine Lokal ist schnell voll. Wer hier keinen Platz gefunden hat, wird im Café "Kafec" sicher glücklich.

Im versteckten Innenhof findet man unter Sonnensegeln an hellen Holztischen gemütlich ein Plätzchen und wird sofort vom aufmerksamen Service bedient. Es gibt hausgemachte Eistees und eine riesen Auswahl an Kaffeespezialitäten wie Coffee-Tonic inklusiver über-hippen Zubereitungsarten. Das Markenzeichen des Lokals in Sachen Essen sind ihre Waffeln, die gibt es süß oder pikant und mit einer Vielzahl an Toppings wie Ei, Baked Beans oder Cheddar. 

 

 

Architektur vom feinsten

Nach dem ausgiebigen Frühstück ist man gestärkt genug um die einzige etwas größere Distanz im sonst sehr überschaubaren Brünn zurückzulegen. 30 Minuten geht man vom Café in der Innenstadt zur Villa Tugendhat, am Weg sollte man einen Abstecher durch den Lužánky Park machen und sich im Vorbeigehen auch die Villa Löw-Beer anschauen. Hat man dann den leichten Anstieg zur Villa Tugendhat geschafft, kann man sich im wunderschönen Garten ausruhen.

Die Villa wurde Ende der 20er Jahre vom berühmten Architekten Mies van der Rohe für die jüdische Familie Tugendhat geplant und gebaut und ist einfach #ArchitecturePorn. Dank des reduzierten und geradlinigen Designs könnte man sich auch gut 100 Jahre nach dem Bau noch vorstellen in der fancy Villa eine Cocktail-Party zu schmeißen. Tickets für die Villa selbst kosten rund 12 €, allerdings muss man die monatelang im Voraus buchen. Wem der Anblick von Außen (und durch die riesigen Glasfronten) und ein Spaziergang durch den Garten auch reicht kann sich hierfür ein Ticket für knapp 2 € gönnen.

 

 

Moderne Kunst und alte Mönche

Zurück im Stadtzentrum gibt's nach zeitgenössischer Architektur gleich passend ein bisschen moderne Kunst. Die Moravská Galerie hat einige Standorte in Brünn, aktuell wird das Museum für angewandte Kunst aber umgebaut. Derzeit offen und sehenswert ist der Standort "Pražákův palác", der Eintritt zu den Dauerausstellungen ist gratis und zu sehen sind Kunstwerke aus den letzten 100 Jahren mit einem Fokus auf tschechische Künstlerinnen und Künstler. Außerdem gibt es eine Indoor-Rutsche, einen coolen Museumsshop und einen Hof, der ein bisschen an ein Mini-Museumsquartier erinnert. 

Nach so viel Kultur ist dann auch wieder Zeit für eine kleine Pause. Entweder entspannt man in der hippen, skandinavisch-angehauchten Atmosphäre des "SKØG Urban Hub" oder genießt seinen Kaffee im "Jazz Café Podobrazy". Hier kann man in einem ruhigen Innenhof mit Blick auf den Turm des Alten Rathauses ein bisschen im Schatten verweilen. 

 

Bevor es schön langsam wieder Richtung Bahnhof geht, kann man sich auch noch eine etwas makabere Sehenswürdigkeit anschauen. In der Kapuzinergruft von Brünn erfährt man einiges über die Geschichte des Kapuziner-Ordens. In der Gruft selbst befinden sich neben einer Ausstellung über den Tod in der Kunst auch tatsächlich einige mumifizierte Leichname von verstorbenen Mönchen. Der Besuch ist vermutlich nicht jedermanns Sache, aber die knapp 3 € Eintritt sind es sicherlich wert um sich diese ungewöhnliche Attraktion einmal anzuschauen. 

 

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Alle Fotos: (c) Julia Sahlender

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